Ein EM‑Krimi zum Start in die Hauptrunde. Und Deutschland behält die Nerven. Nach dem 32:30 gegen Portugal haben sich die Handballer eine Top-Ausgangslage im Kampf ums Halbfinale verschafft.
Wolff und Schluroff ragen bei Deutschland heraus
Zwei Spieler ragen in Herning/Dänemark heraus: Torhüter Andreas Wolff, der sein Team in einer schwierigen ersten Halbzeit im Spiel hält, und Rückraum-Scharfschütze Miro Schluroff, der nach der Pause förmlich explodiert und alle seine sieben Treffer im zweiten Abschnitt erzielt.
Die Begegnung beginnt zäh: technische Fehler, Unruhe im Angriff und eine körperlich robuste portugiesische Deckung stellen Deutschland lange vor Probleme. Erst nach der Pause findet die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason ihren Rhythmus. Die Abwehr steht stabiler, Wolff pariert stark. Und vorne schlägt Schluroff immer wieder eiskalt zu. Aus einem 6:8‑Rückstand wird innerhalb weniger Minuten eine Führung, die das deutsche Team trotz aller Dramatik bis zum Schluss verteidigt.

Für die größte Schrecksekunde sorgt die Rote Karte gegen Kapitän Johannes Golla in der 53. Minute. Nach einem Foul an Francisco Costa zeigen die Schiedsrichter nach Videobeweis den Platzverweis. Eine Entscheidung, die Gislason scharf kritisiert. Er spricht von maximal einer Zwei‑Minuten‑Strafe. Golla selbst nennt die Szene „unglücklich“. Nun droht eine Sperre für das nächste Spiel, und das wäre am Sonnabend (20.30 Uhr/ZDF) ein spürbarer Verlust im Duell gegen Norwegen.
Vorsicht! Norwegen mit Rückenwind gegen Deutschland
Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt: Norwegen reist mit Rückenwind an. Die Skandinavier bezwingen Spanien in einem packenden Schlagabtausch mit 35:34. Ein Ergebnis, das die Gruppe weiter zuspitzt. Spanien dagegen steht nach der zweiten Niederlage vor dem frühen Aus.



