Wer heute Abend pünktlich um 20.15 Uhr den Fernseher anmacht und auf Rudi Cerne und „Aktenzeichen XY“ wartet, schaut erst einmal in die Röhre. Das ZDF hat sein Programm für diesen Mittwoch kurzfristig umgeworfen – und der Grund ist ein durchaus brisantes Jubiläum.
Ein Jahr Merz: Holpriger Start, schwierige Bilanz
Genau heute vor einem Jahr wurde Friedrich Merz im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt – ein historisch holpriger Start, dessen Schatten ihn noch immer begleitet. Laut einer aktuellen Insa-Umfrage für Bild am Sonntag sind rund 70 Prozent der Wahlberechtigten mit der Arbeit von Merz unzufrieden, nur 21 Prozent zeigen sich zufrieden. Im Osten Deutschlands sind sogar 80 Prozent mit seiner Arbeit unzufrieden. Die schwarz-rote Koalition hat in nur zwölf Monaten sieben Prozentpunkte verloren.
Das ZDF nimmt dieses Jubiläum zum Anlass für eine Sondersendung. Um 19.20 Uhr läuft zunächst eine neue Ausgabe von „Was nun, Herr Merz?“, in der sich der Bundeskanzler den Fragen von ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten (61) und ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek (63) stellt. Im Mittelpunkt steht die Bilanz der ersten zwölf Monate: Wie stabil ist die schwarz-rote Koalition? Warum kommen zentrale Reformen nur schleppend voran? Und wie wächst die Kritik aus den eigenen CDU-Reihen?
Das Format „Was nun, …?“ hat im ZDF eine lange Tradition. Seit August 1985 stellen sich Spitzenpolitiker dort den Fragen der Redaktion.

- 19.20 Uhr: „Was nun, Herr Merz?“ – Sondersendung zum Kanzler-Jahrestag
- 19.50 Uhr: „XY Spuren des Verbrechens“ – neue True-Crime-Doku mit Helene Reiner (35)
- 20.35 Uhr: „Aktenzeichen XY … ungelöst“ mit Rudi Cerne (67) – statt wie gewohnt um 20.15 Uhr
- 22.05 Uhr: „heute journal“ – ebenfalls mit Verspätung


