„NDR Talk Show“

Irre Wette: Furtwängler will sich Tattoo stechen lassen, wenn Merz Naturschutz umsetzt!

Klare Ansage an Friedrich Merz: In der „NDR Talk Show“ überrascht Maria Furtwängler mit einer Tattoo‑Wette und klaren Worten zum Naturschutz.

Author - Mariella Mandurino
Teilen
Auf Maria Furtwänglers Oberarm könnte 2030 der Schriftzug „Danke, Friedrich“ stehen.
Auf Maria Furtwänglers Oberarm könnte 2030 der Schriftzug „Danke, Friedrich“ stehen.Sven Simon/Imago/KI generiert

Ein Plausch über eine Natur-Dokumentation artet zu einer irren Tattoo-Wette aus. „Tatort“-Star Maria Furtwängler (59) war in der „NDR Talk Show“ zu Gast. Statt nur über ihre eigene Doku zu sprechen, kam sie plötzlich mit einer verrückten Idee um die Ecke. Die Schauspielerin versprach dem CDU-Chef Friedrich Merz (70) öffentlich eine ganz besondere Ehrung auf ihrem Oberarm, falls er eine Bedingung erfüllt.

Zwischen Blumenbeeten und Bienenhotels wurde es politisch

Zu Gast bei Moderatorin Barbara Schöneberger (52) stellte Maria Furtwängler zunächst ihre neue Dokumentation „Deutschland, deine Gärten“ vor. Darin geht es um naturnahes Gärtnern, Artenvielfalt und die Frage, wie die rund 17 Millionen Gärten in Deutschland einen Beitrag zum Naturschutz leisten können.

Denn Furtwängler macht sich derzeit auch für die Kampagne „Natur schützen = Leben schützen. 30x30. Worauf warten wir?“ stark. Hintergrund ist ein internationales Abkommen, das auch Deutschland unterschrieben hat. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 insgesamt 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen.

Die Schauspielerin erklärte dazu: „Es gibt ein Abkommen, was auch Deutschland unterschrieben hat, dass bis 2030 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter Schutz gestellt werden sollen. Das weiß nur kaum jemand. Und Deutschland sieht im Moment nicht so aus, als würden sie sich da sehr anstrengen.“

Maria Furtwängler am Freitagabend in der „NDR Talk Show“.
Maria Furtwängler am Freitagabend in der „NDR Talk Show“.Michael Wigglesworth/imago

Furtwängler beließ es nicht bei mahnenden Worten. Maria Furtwängler macht ernst und schließt eine Wette mit Bundeskanzler Friedrich Merz ab, der weiß aber noch nichts davon. Weiter sagte sie: „Es gibt einen schönen Ausdruck im Englischen: ‚You have to put your skin in the game.‘ Du musst sozusagen deine Haut ins Spiel bringen.“

Furtwängler schlägt Tattoo mit „Danke, Friedrich“ vor

Dann der Mega-Knaller. Direkt an Merz gerichtet kündigte sie an: „Da dachte ich: Okay, Friedrich Merz, wenn Sie es schaffen, dass wir bis 2030 30 Prozent der Land- und Meeresflächen in Deutschland unter Schutz gestellt haben, dann tätowiere ich mir auf mindestens 30 Prozent meines rechten Oberarms: ‚Danke, Friedrich‘.“

Wie Bundeskanzler Friedrich Merz diese Wette wohl findet?
Wie Bundeskanzler Friedrich Merz diese Wette wohl findet?AFP

Ein Satz, der im Studio für Lacher und Staunen sorgte. Ob der CDU-Chef die Botschaft gesehen hat, ist bislang zwar nicht bekannt, dürfte aber auch bei ihm für Schmunzeln sorgen. Die langjährige „Tatort“-Kommissarin kritisierte, dass Umwelt- und Naturschutz aus ihrer Sicht in konservativen Parteien an Bedeutung verloren hätten.

Furtwängler: „Für mich ist das eine der größten Sünden der konservativen Parteien, dass sie das spaltende Narrativ von rechts außen übernommen haben: dass alles, was sich mit Ökologie und Naturschutz beschäftigt, irgendwie ideologisch ist oder ‚linksgrün versifft‘.“

Mit Co-Moderator Steven Gätjen hatte Barbara Schöneberger am Freitag bei der „NDR Talk Show“ viel Spaß.
Mit Co-Moderator Steven Gätjen hatte Barbara Schöneberger am Freitag bei der „NDR Talk Show“ viel Spaß.Stephan Wallocha/Imago

Auch emotional legte sie nach: „Wie kann etwas, wo es mir darum geht, unsere Schöpfung zu bewahren, wo es mir darum geht, dass meine Kinder und meine Kindeskinder auf diesem Planeten noch leben können, ideologisch sein? Wie kann das politisch sein?“

Zum Schluss erinnerte sie daran, dass Naturschutz historisch auch in konservativen Werten verankert gewesen sei. „Da geht es um ‚conservare‘, ums Erhalten, ums Bewahren der Schöpfung. Und was ist da los, dass die das nicht mehr tun?“ Bleibt nur noch eine Frage offen: Gibt es bis 2030 mehr Naturschutz in Deutschland und am Ende wirklich ein „Danke, Friedrich“-Tattoo auf Furtwänglers Arm?

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com