Die Kultreihe „Ku’damm“ ist zurück! Mit „Ku’damm 77“ wollte das ZDF erneut die Zuschauer in die schillernde Welt der Schöllack-Familie entführen. Optisch liefert die Serie von Drehbuchautorin Annette Hess wie gewohnt Hochglanz, detailverliebte Kostüme und ein Setting, das die 70er-Jahre zum Leben erweckt. Doch hinter der glänzenden Fassade brodelt es: Die Quoten sind enttäuschend, und die Kritik fällt ungewohnt scharf aus.
„Ku’damm 77“ verliert massiv an Zuschauern
„Ku’damm 77“ spielt im Berlin des Jahres 1977, 14 Jahre nach dem Ende von „Ku’damm 63“. Die Handlung dreht sich weiterhin um die drei Generationen der Schöllack-Familie und die traditionsreiche Tanzschule „Galant“.
Parallel entsteht in der Familie rund um Caterina Schöllack (Claudia Michelsen), Monika Franck-Schöllack (Sonja Gerhardt), Helga von Boost (Maria Ehrich) und Eva Fassbender (Emilia Schüle) eine Dokumentation über die Tanzschule, die verborgene Spannungen und Geheimnisse aufdeckt.

Zum Auftakt schalteten zwar 3,35 Millionen Zuschauer ein – ein solider Wert für das ZDF –, doch im Vergleich zu früheren Staffeln ist das ein dramatischer Absturz. Bei den jungen Zuschauern sieht es noch düsterer aus: Nur 4,7 Prozent Marktanteil zum Start. Für eine Serie, die einst als Quotenhit galt, ist das ein Warnsignal.
Die Fans gehen mit „Ku’damm 77“ hart ins Gericht
Auch die Kritiker sind gnadenlos. „Ku’damm 77“ wirke wie eine Parodie auf sich selbst, heißt es. Die Dialoge seien zu belehrend, die Figuren zu glatt, die gesellschaftliche Tiefe bleibe auf der Strecke. Statt packender Familienintrigen gebe es konstruierte Wendungen – inklusive eines plötzlich aufgetauchten vierten Schöllack-Kindes.
Auf Social Media machen Fans ihrem Ärger Luft:
- „Eine völlig abstruse Geschichte, langweilig und unglaubwürdig durch und durch.“
- „Tja, diese Staffel ist ja mal ein Schuss in den Ofen. Kann nicht im Geringsten an die vorangegangenen Staffeln heranreichen. Schade, hatte mich drauf gefreut.“
- „Leider ist 77 nichts geworden. Kein Tiefgang, keine Spannung, es wird den 70ern nicht gerecht in Sachen Mode und Musik.“
Die Zuschauer freuen sich zwar einerseits über die Rückkehr von Robert Beck (Sabin Tambrea), trauern andererseits aber dem Ausstieg von Trystan Pütter als Freddy Donath nach.
Trotzdem hat die Serie viele Fans, die auch die vierte Staffel loben und auf weitere Folgen hoffen. Gerade bei einer Kult-Serie wie der „Ku’damm“-Reihe war abzusehen, dass die Meinungen stark auseinandergehen würden. Man kann es eben nicht jedem recht machen.



