Trauriger Abschied

„In aller Freundschaft“: Chefärztin Maria Weber stirbt den Serientod

Die Schauspielerin Annett Renneberg hielt ihre Rolle der Maria Weber für „relativ sicher“. Doch nun ist Schluss bei der ARD-Serie „In aller Freundschaft“.

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Schauspielerin Annett Renneberg zu Gast in der „NDR Talk Show“ in Hamburg im Juli 2024.
Schauspielerin Annett Renneberg zu Gast in der „NDR Talk Show“ in Hamburg im Juli 2024.Hein Hartmann/imago

Für Fans von „In aller Freundschaft“ sind es bittere Nachrichten: Schauspielerin Annett Renneberg verlässt nach neun Jahren die beliebte ARD-Krankenhausserie. Die von ihr dargestellte Prof. Dr. Maria Weber wird den Serientod sterben – in der am Dienstag (24. März, 21 Uhr) ausgestrahlten Folge „Können Wunder geschehen?“.

Abschied von Annett Renneberg als Serien-Ärztin

Das Wunder wird leider nicht geschehen. Die langjährige Geschichte der zuletzt an einem Hirntumor erkrankten Serien-Ärztin Maria Weber wird ein tragisches Ende nehmen, medizinisch gibt es keine Hoffnung mehr. Damit steht auch der Abschied von Annett Renneberg in der Arztserie „In aller Freundschaft“ an.

Annett Renneberg als Prof. Dr. Maria Weber in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“
Annett Renneberg als Prof. Dr. Maria Weber in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“MDR/Robert Strehler

Dass die Figur der Chefärztin Maria Weber jetzt den Serientod stirbt, kam für die 48-jährige Schauspielerin bei der Planung der Produktion überraschend. „Ich war überrascht, dass die Entscheidung meine Figur getroffen hat – ich dachte, mit kleinem Kind und der Beliebtheit bin ich relativ sicher, was das angeht“, erklärte die Schauspielerin.

Doch Annett Renneberg wusste auch: „Dass das passieren kann, damit sollte man immer rechnen – die Verträge laufen jeweils für eine Staffel.

Aus bei „In aller Freundschaft“ ein Schicksalswink

Mittlerweile habe sie jedoch ihren Frieden mit dem Aus bei „In aller Freundschaft“ gemacht, sagt die 48-Jährige: „Das Leben hält Überraschungen bereit, und da ich nie vorhatte, so lange bei diesem Format zu bleiben, habe ich es als Wink des Schicksals empfunden, dass es Zeit für etwas Neues ist. Und dieses Gefühl ist total stimmig und richtig seitdem.“

Auf der „In aller Freundschaft“-Facebook-Seite, schreibt Renneberg, sie habe bei der Abschiedsfeier mit ihren Kollegen einen Spruch zitiert, der bei ihrer Urgroßmutter im Flur gehangen habe: „Leuchtende Tage: weine nicht, dass sie vorüber. Sondern lächle, dass sie gewesen.“

Nun arbeite sie unter anderem an einem Buch und werde ab April in einen Podcast einsteigen, erklärte die Schauspielerin. Außerdem wolle sie „alle Zimmer meines Hauses einmal gründlich durchräumen. Dazu mein Hof mit Garten und Tieren, meine Söhne, die Musik. Mir ist nie langweilig“, so Renneberg.

Glückliches Landleben mit Mann und zwei Söhnen

Die Schauspielerin, die in Thüringen geboren wurde und in Berlin aufwuchs, lebt in Mecklenburg-Vorpommern. Dort hat sie sich mit ihrem Mann den Traum von einem eigenen Hof erfüllt. Er arbeitet als Landwirt, die beiden haben zwei Söhne. „Ich hatte immer schon eine große Verbindung zum Landleben“, sagte Annett Renneberg mal im Interview mit der Super-Illu. „Schon als Kind wollte ich entweder Prinzessin oder Bauernmädchen sein.“

Annett Renneberg und Christoph Hohmann im Film „Die Brut der schönen Seele“ von 1992.
Annett Renneberg und Christoph Hohmann im Film „Die Brut der schönen Seele“ von 1992.United Archives/imago

Annette Renneberg stand bereits mit 13 Jahren vor der TV-Kamera, ihren großen Durchbruch als Schauspielerin hatte sie 1999 als Signorina Elettra in den Verfilmungen der Donna-Leon-Romane rund um „Commissario Brunetti“. Die beliebte Figur der taffen Sekretärin spielte sie bis 2019. Und sie war bislang in über 80 weiteren Rollen in TV und Kino zu sehen.

Schauen Sie gern „In aller Freundschaft“? Schicken Sie uns Ihre Meinung zur Serie per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!