17 Jahre lang war Horst Schlämmer von der Bildfläche verschwunden. Sein Schöpfer Hape Kerkeling (61) machte mit seiner Kultfigur Schluss. Denn der Schauspieler und Komiker hatte nach vielen Jahren die Schnauze voll von Schlämmer.
Horst Schlämmer war eine Tortur für Hape Kerkeling
Horst Schlämmer, die Kultfigur von Hape Kerkeling, feierte am 23. April 2005 in der RTL-Sendung „Hape trifft!“ seinen ersten Auftritt. In der Rolle des stellvertretenden Chefredakteurs des Grevenbroicher Tagblatts wurde er schnell zum Publikumsliebling, berühmt für seinen Trenchcoat, die Handtasche und seinem legendären Spruch: „Isch kandidiere!“
Wo immer Schlämmer auftrat, wurde es lustig. Nur sein Schöpfer war müde geworden. Kerkeling gibt im BILD-Interview zu: Er war sich sicher, nach dem Film „Isch Kandidiere!“ war Horst auserzählt. „2009 habe ich aufgehört, weil ich mir gesagt habe: Hach, immer diese ausgelatschten Schuhe... Immer dieses Herrenhandtäschchen... Und dann dieses blöde Gebiss, der stinkende Kleber unter der Nase und die Nadeln am Kopf, damit die Perücke hält“, erzählt der Komiker.
Seine Figur sei immer eine Tortur für Kerkeling gewesen. Doch jetzt holt er seinen einstigen Schützling wieder aus dem Keller. Am Donnerstag kommt der neue Film „Horst Schlämmer sucht das Glück“ in die Kinos. Über den damaligen Rückzug sagt Hape heute: „Manchmal irrt man sich im Leben. Horst Schlämmer und seine Rückkehr sind ein Beweis dafür, dass ich mich geirrt habe.“



