Florian Silbereisen tritt in Wernigerode den Jury-Vorsitz bei „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“) an - ein herber Schlag für Dieter Bohlen. Fotos: dpa/Peter Kneffel, Imago/Star-Media, dpa/Matthias Bein

Die Fans von „Deutschland sucht den Superstar“ – zumindest jene, die es nach der vergangenen Chaos-Staffel noch gibt – warten sehnsüchtig auf den Start der Casting-Show. Nun geht es endlich los: In der Stadt Wernigerode begannen am Donnerstag die Castings für die neue Staffel, in der nicht mehr Dieter Bohlen, sondern Schlager-Star Florian Silbereisen den Jury-Vorsitz hat. Der teilte vor dem Beginn noch einmal gegen den Pop-Titan aus, äußerte sich in einem Interview über seine Jury-Taktik.

Die ersten Bilder der neuen „DSDS“-Staffel kommen aus Wernigerode

Auf den ersten Bilder aus Wernigerode ist bereits der spektakuläre Aufbau für die Castings zu sehen. Es gibt dabei eine Besonderheit: Beim Studio handelt es sich um einen Glaskasten, durch den jeder den Juroren bei der Arbeit auf die Finger schauen kann. Rundherum stehen Leute und schauen bei den Dreharbeiten zu.

Monteure und Bühnenbauer stellen auf dem Marktplatz Kulissen und die Bühne für die neue Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“) auf. Foto: dpa/Matthias Bein

Die Stadt Wernigerode ist damit der erste von mehreren Casting-Orten. Ausgestrahlt werden sollen die Folgen der Show allerdings erst ab Januar 2022 – Fans der Sendung müssen sich aber noch etwas gedulden.

Á propos „auf die Finger schauen“: Das werden die Zuschauer den Juroren genau. Denn die drei Starts – neben Silbereisen sind Sängerin Ilse De Lange und Produzent Toby Gad dabei – treten ein schweres Erbe an. Die Nervosität an diesem ersten Tag sei da, sagte Jury-Chef Silbereisen kurz vor Beginn der Dreharbeiten im RTL-Journal „Punkt 12“. „Es ist für uns etwas Neues und wir wollen einen neuen Superstar finden“, sagte er.

Vor der neuen Jury können seit Donnerstag Menschen ihr Talent bei „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“) unter Beweis stellen. Foto: dpa/Matthias Bein

Und er will einiges anders machen – das verriet er kurz vor Beginn der Aufzeichnungen bei „Bild“. „Ich muss ja ein Urteil abgeben und das wird am Ende auch den Kandidaten helfen“, sagte er über die anstehende Zeit als Juror bei „Deutschland sucht den Superstar“. „Es bringt ja nix, wenn ich ein falsches Lob abgebe. Aber es gibt einen Unterschied zwischen urteilen und verurteilen.“

Dieter Bohlen war bei „DSDS“ für seine derben Sprüche bekannt

Ein Seitenhieb gegen den Pop-Titan? Der war immer wieder mit seinen teils recht derben Sprüchen aufgefallen, hatte als Chef-Juror kein Blatt vor den Mund genommen.

Bei Silbereisen soll es nun also anders laufen. Einen Einblick gab er auch in einer Videobotschaft, die in der vergangenen Woche auftauchte (KURIER berichtete). „Es werden ganz tolle Künstlerinnen und Künstler zu uns kommen, und ich möchte ihnen gerne Ratschläge auf den Weg geben und sie auf dieser ganz besonderen DSDS-Reise begleiten.“ Er könne streng sein und müsse das als „DSDS“-Juror auch. „Denn ein falsches Lob hilft keinem Kandidaten oder keiner Kandidatin weiter.“