Der Vorhang fällt: Für Fans von „Theresa Wolff“ geht am Samstag eine Ära zu Ende. Ein (vorerst) letztes Mal steht Nina Gummich (34) als die namensgebende Gerichtsmedizinerin vor der Kamera. Danach läuft das Format als „Thüringenkrimi“ zwar weiter im ZDF, dann aber mit Emily Cox in der Hauptrolle. Im KURIER-Interview verspricht Nina Gummich einen emotionalen letzten Teil – und redet mit uns über ihr Leben als Ostdeutsche im Exil.
Nina Gummich nimmt Abschied von „Theresa Wolff“ im ZDF
Sieben Folgen über den Zeitraum von vier Jahren hat Nina Gummich als Theresa Wolff gedreht und ihre Rolle in der Zeit sehr lieb gewonnen: „Ich hab' sie total lieb inzwischen und sie berührt mich: was sie macht und wie verloren sie vielleicht auch ist. Sie ist eigentlich wie eine gute Freundin geworden, der man nicht einfach so die Freundschaft kündigt“.
Dass sie in Zukunft die Rolle wieder aufnimmt, schließt Nina nicht kategorisch aus. Doch bis dahin müssen sich Fans mit diesem einen letzten Teil von „Theresa Wolff“ begnügen. Und der Teil hat es in sich: „Es wird nochmal emotional, es wird nochmal lustig“, verspricht Nina. Aber auch für sie persönlich ist die letzte Folge, „Nebel“, etwas ganz Besonderes. „Das ist natürlich eine besondere Folge,“ schwärmt sie, „weil ich schwanger war, weil ich mein Baby gespürt habe, weil eine große Freundschaft entstanden ist mit Angelina Häntsch, die zu dem Zeitpunkt auch schwanger war – und weil die Folge sehr düster ist, aber sich abwechselt mit sehr humorvollen, leichten Situationen“.

Vor einem Jahr verließ Nina Gummich den Osten
Für „Theresa Wolff“ hat Nina Gummich in Jena gedreht, inzwischen wohnt die geborene Ostdeutsche und ehemalige Potsdamerin aber seit einem Jahr im Westen – ein Kulturschock: „Ich bin durch meine Eltern sehr Ost-sozialisiert, von FKK-Kultur bis wie ich die Uhrzeit ausspreche“. Doch nach einem Jahr in Hamburg ist sie vor allem positiv überrascht. „Die Hamburger sind wahnsinnig offen und freundlich“, gesteht Nina. „Ich denke, dass man so freundlich und offen ist, wenn es einem gut geht, und das ist natürlich eine reiche Stadt, vielen Menschen geht es gut und das vervielfältigt sich – bist du nett zu mir, bin ich auch gleich viel netter zu dem nächsten“.
Dadurch ist der Osten ihr nicht weniger lieb: „Ich merke in Hamburg: es ist sehr freundlich, aber es ist wie aus dem Kopf heraus, es ist wie gut erzogen. Wenn aber in Brandenburg jemand zu dir besonders freundlich ist, dann ist er das aus dem Herzen und dann ist er das auch für immer“. Letzten Endes werde es sie wieder zurückziehen, der Osten sei Zuhause, vertraut – schöner.
Nur Berlin wird es wohl nicht werden: „Berlin ist mir momentan zu crazy“. Nach Geschäftsterminen und einer guten Pho bei „Monsieur Vuong“ sei Sie auch schon früher froh gewesen, nach Potsdam zurückzukommen: „Ich brauche Wald, ich brauche Luft, ich brauche Gemütlichkeit, ich brauche so ein bisschen ‚die Welt ist noch in Ordnung‘- Gefühl“.


