Wohl bei den allermeisten Frauen schießt bei diesem Anblick der Puls in die Höhe: Joshua Kimmich völlig hilflos beim Einkaufen für seine Familie – das bleibt normalerweise bei seiner Frau Lina hängen. Für seinen nicht gerade lobreichen Auftritt in der ZDF-Doku „Kapitän Kimmich“ erntet der 31-Jährige einige bissige Kommentare im Netz.
Nach dem WM-Aus der nächste Aufreger
Die Doku begleitet das Ehepaar in den Supermarkt. Fremdes Terrain für den Fußballnationalspieler: „Wenn ich etwas brauche, gehe ich bei uns einfach an den Kühlschrank“, sagt der Nationalmannschaftskapitän ironisch – doch dahinter scheint auch ein Stück Wahrheit zu stecken.
„Josua kann gar nicht beurteilen, was wir zu Hause brauchen, was bei uns im Kühlschrank liegt“, packt seine Göttergattin ehrlich aus. „Sie hat sich schon damit abgefunden, dass das mit mir schwierig ist. Selbst wenn sie mich jetzt zum Einkaufen schicken würde, würde ich viermal anrufen“, resümiert Kimmich.

Bei Kimmich klingt es so, als wäre Lina einverstanden mit ihrem Arrangement. Doch eigentlich würde die 34-Jährige diese Aufgabe auch gerne abgeben: „Ich wär schon froh, wenn er mal einkaufen gehen würde. Aber nur, wenn ich nicht die ganze Vorarbeit leisten müsste – mit aufschreiben, was wir brauchen, und ihm sagen, in welchen Laden er gehen muss.“
Kartoffeln werden zur Geduldsprobe
Nun soll Joshua sich in der Doku beweisen. Er geht mit Lina einkaufen, doch sie darf ihm nicht dabei helfen. Zutaten für Bratkartoffeln sind die erste Aufgabe. „Welche Kartoffeln brauch’ ich da? Die Kleinen?“, wird die Frau direkt gefragt. Doch würde sie antworten, wäre das Experiment ja gescheitert.

„Nimm, was du denkst“, sagt Lina ihrem überforderten Mann, gibt ihm dann aber doch noch einen gnädigen Tipp: „Die müssen ja geschält werden, macht das Spaß bei den kleinen Kartoffeln?“ Am Ende nimmt er einen großen Sack XXL-Kartoffeln mit und verkündet sichtlich stolz: „Das hab’ ich geregelt für uns.“ Ist das wirklich ein Grund, stolz zu sein?
„Ist das peinlich!“ – das Netz teilt gegen Kimmich aus
Ganz klar: Kimmich kommt beim Supermarkt-Experiment nicht gut weg. Tausende Kommentare feuern gegen ihn. „Und so jemand wird halt von Hunderttausenden Menschen gefeiert … Oh Mann, ey, ist das peinlich, als erwachsener Mann nicht für die Familie einkaufen zu können“, ärgert sich eine Instagram-Nutzerin unter einem Videoausschnitt aus der Doku. „Daran ist halt auch nix witzig. Da braucht sich auch keiner fragen, warum so viele Frauen lieber Single und ohne Kinder sind, wenn das die Auswahl ist.“

„Das sind Mutter und ihr Kleinkind, oder? Deswegen der gleiche Nachname?“, stichelt eine andere Instagram-Nutzerin. Auch der Begriff „Manchild“ fällt sehr oft in den Kommentaren – so wird ein Mann beschrieben, der sich wie ein Kind benimmt. US-Star Sabrina Carpenter hat diesem weitverbreiteten Phänomen sogar einen gleichnamigen, sehr erfolgreichen Song gewidmet.
Zwischen Spott und Verteidigung: Die Debatte um Kimmich
Doch Kimmich hat auch ein paar wenige Verteidiger in der Kommentarspalte: „Sein Job ist halt, Fußball zu spielen. Da wurde viel Arbeit abgenommen von der Jugend an, damit er nur Fußball spielen kann. Klar, dass er keinen Plan vom Haushalt hat. Ist er auswärts, wird eh für den gekocht“, schreibt ein Nutzer.
Ein anderer sagt: „Na und, er bringt das Geld nach Hause. Selbst wenn sie jeden Tag alleine einkaufen geht. Sie genießt so viele andere Privilegien durch ihn. Auf dieser Welt gibt es keine 100 Prozent – und das hier ist ein guter Kompromiss.“


