Berlin verliert womöglich einen seiner bekanntesten Comedians. Ingo Appelt (58) hat in einem aktuellen Interview ungewöhnlich offen über seine Wahlheimat gesprochen – und dabei kein gutes Haar an der Hauptstadt gelassen. Seit Jahren lebt der gebürtige Essener zwar in Berlin, doch seine Zukunft sieht er dort offenbar nicht mehr.
Warum Ingo Appelt Berlin den Rücken kehren will
„Berlin ist mir einfach zu laut, zu heftig, zu heruntergekommen“, sagt Appelt im Interview mit dem Nachrichtenportal Der Westen. Worte, die in einer Stadt, die sich gern selbst feiert, wie ein Paukenschlag wirken. Einst zog es den Komiker wegen der Kultur, der Bühne und der Freiheit an die Spree. Heute fühlt er sich dort zunehmend unwohl.
Besonders deutlich wird Appelt, wenn es um den Zustand Deutschlands geht. „Der Niedergang Deutschlands zeigt sich im Ruhrgebiet ganz besonders. Wobei: Ich wohne in Berlin, da ist es noch viel schlimmer (lacht).“
Ingo Appelts Herz schlägt stattdessen fürs Ruhrgebiet
Statt Großstadttrubel zieht es Ingo Appelt wieder zurück zu seinen Wurzeln. Der Komiker stammt aus Essen und fühlt sich dem Ruhrgebiet bis heute tief verbunden.

Besonders emotional spricht er über seine verstorbene Mutter, die er gedanklich immer mit dem „Pott“ verbindet. „Als Kind habe ich immer den ‚Tegtmeier‘ und solche Leute nachgemacht. Deswegen bin ich auch Komiker geworden. Meine Mutter hat das Ruhrgebiet stets vermisst, ich habe es für sie ein bisschen ersetzt. Ich war das Stück Ruhrgebiet, das ihr gefehlt hat.“



