Hellersdorf

Serie „Ku’damm 77“ zeigt authentisches Bild von Ost- und West-Berlin

Das Warten hat ein Ende! „Ku’damm 77“ ist mit neuen Folgen in der ZDF-Mediathek zu sehen. Wir verraten Ihnen, wo die Serie in Berlin gedreht wurde.

Author - Isabel Zimmermann
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Claudia Michelsen (56), Maria Ehrich (32), Sonja Gerhardt (36), Emilia Schüle (33, hinten v. l.) und Marie Louise Albertine Becker (23) und Carlotta Bähre (20, vorn v. l.) sind die Stars von „Ku’damm 77“.
Claudia Michelsen (56), Maria Ehrich (32), Sonja Gerhardt (36), Emilia Schüle (33, hinten v. l.) und Marie Louise Albertine Becker (23) und Carlotta Bähre (20, vorn v. l.) sind die Stars von „Ku’damm 77“.Conny Klein/ZDF/dpa

Lange mussten sich die Fans „Ku’damm“-Serie gedulden, jetzt zeigt das ZDF die vierte Staffel der fiktiven Geschichte rund um die Familie Schöllack in der Mediathek. Große Teile der Kult-Serie spielen in Berlin und wurden auch hier gedreht.

Darum geht es in „Ku’damm 77“

Der Dreiteiler „Ku’damm 77“ setzt die Geschichte der Familie, mit der traditionsreichen Tanzschule „Galant“ am Kurfürstendamm, im Deutschland der 1970er-Jahre fort. Die Serie verwebt familiäre Konflikte, gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Lebenswege in einer Zeit, die von feministischen Bewegungen, politischen Debatten und kulturellem Wandel geprägt war. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem Eva Fassbender (Emilia Schüle). Die jüngste Schwester kehrt nach einer Haftstrafe zurück und steht vor der Frage, wie sie ihr Leben neu ordnen will.

Hinzu kommen ihre älteren Schwestern, die sich mit Familienpflichten, Beziehungen und beruflichen Herausforderungen auseinandersetzen, sowie Caterina Schöllack (gespielt von Claudia Michelsen). Die Matriarchin der Familie kämpft um den Erhalt des Lebenswerks und um Zusammenhalt in einer Zeit, in der gesellschaftliche Normen infrage gestellt werden.

Hier wurde „Ku’damm 77“ in Berlin gedreht

Die Dreharbeiten zu „Ku’damm 77“ fanden vielfach in Berlin und Umgebung statt, um die Atmosphäre des Jahres 1977 authentisch einzufangen. Ein besonders Beispiel ist ein Set in Hellersdorf. Dort wurde von der Wohnbauten-Gesellschaft „Stadt und Land“ eine original erhaltene Museumswohnung (Typ WBS 70) in der Hellersdorfer Straße 179 als Filmkulisse zur Verfügung gestellt, die einen authentischen Einblick in die DDR-Wohnkultur mit Originalmöbeln (wie der Schrankwand und dem Colormat-Fernseher) und DDR-typischen Ausstattungen (Tapeten, Lichtschalter) bietet.

Die Wohnbauten-Gesellschaft „Stadt und Land“ hat für „Ku’damm 77“ eine original erhaltene Museumswohnung (Typ WBS 70) in Hellersdorf als Filmkulisse zur Verfügung gestellt.
Die Wohnbauten-Gesellschaft „Stadt und Land“ hat für „Ku’damm 77“ eine original erhaltene Museumswohnung (Typ WBS 70) in Hellersdorf als Filmkulisse zur Verfügung gestellt.Jürgen Ritter/Imago

Außerdem fanden die Außenaufnahmen der Tanzschule „Galant“ vor dem Gebäude in der Richard-Wagner-Straße 37 (Charlottenburg) statt, das entsprechend der Zeit umgebaut wurde. Für viele Straßenszenen wurde die City West so umgestaltet, dass die 70er-Jahre-Atmosphäre mit Oldtimern, historischen Schaufenstern und Telefonzellen glaubwürdig erscheint.

Hier können Sie „Ku’damm 77“ schauen

Die drei neuen 90-minütigen Filme sendet das ZDF am 12., 13. und 14. Januar 2026, jeweils um 20.15 Uhr. Schon jetzt sind alle Folgen in der Mediathek zu sehen.

Schauen Sie „Ku’damm 77“? Schreiben Sie uns Ihre Meinung: leser-bk@berlinerverlag.com