Der britische Dubai-Influencer Ben Moss sorgt derzeit für heftiges Aufsehen – und das ausnahmsweise nicht wegen Luxus, Skyline-Shots oder Beach-Vibes. Stattdessen bricht er das Schweigen, das sonst wie eine unsichtbare Kuppel über der Influencer-Szene der Emirate liegt. Er spricht offen über Zensur, strenge Gesetze und echte Angst. Und damit löst er ein Beben aus, das weit über Social Media hinausreicht.
Dubai-Influencer Ben Moss bricht das Schweigen
Während viele Influencer in Dubai derzeit staatstreue Videos posten und die Sicherheit der Emirate betonen, geht Ben Moss einen anderen Weg: Er spricht offen über den Druck, der hinter den Kulissen herrscht.
In einem Gespräch mit der britischen Daily Mail erklärt Moss: Er fürchte sich nicht vor iranischen Raketen, sondern davor, wegen „falscher Inhalte“ im Netz im Gefängnis zu landen oder eine hohe Strafe zu kassieren.
„Ich habe weitaus mehr Angst davor, wegen der Veröffentlichung ungeeigneter Inhalte ins Gefängnis zu kommen oder eine Geldstrafe zahlen zu müssen, als vor den iranischen Raketen und Drohnen.“
Strenge Dubai-Gesetze setzen Influencer unter Druck
Die Emirate erwarten, dass Bewohner – erst recht Influencer – die Regierung nicht kritisieren und das Land stets positiv darstellen. Verstöße können drastische Folgen wie Abschiebung, hohe Geld- oder Haftstrafen haben.
Einige Influencer berichteten sogar öffentlich, dass sie nicht mehr wüssten, was sie überhaupt noch posten dürfen, und löschten panisch gepostete Videos.

Medienberichte bestätigen: Dubai setzt gerade alles daran, ein Bild absoluter Stabilität zu wahren, und reglementiert Social Media strenger denn je.
Ben Moss und andere Einwohner Dubais erhielten eine SMS der Polizei, die festlegte, was online verboten ist – darunter kritische Kommentare, verlässliche Infos ohne offizielle Quelle oder das Teilen von Bildern sicherheitsrelevanter Einrichtungen. Verstöße könnten „rechtliche Schritte nach sich ziehen“.
Wie Angst und Selbstzensur das Influencer-Leben in Dubai prägen
Wie gefährlich die Lage für ihn wirkte, zeigt Moss’ Fluchtverhalten während der jüngsten iranischen Angriffe.
Er und seine aus dem Iran stammende Partnerin verließen ihr Apartment in Ras Al Khaimah – und zogen sich für Tage in die Region Hatta zurück, die als sicherer galt. Dort lebten sie zeitweise sogar im Zelt.





