Sie ist der neue Star im „Havelland-Krimi – Hinter der Fassade“: Dennenesch Zoudé (59) startet als Staatsanwältin Dena Paulos voll durch. Was die Schauspielerin mit ihrer Filmrolle verbindet: die Liebe zu Ostdeutschland.
Dennenesch Zoudé fand ihre Jugendliebe im Osten
„Ich habe früher immer schon gesagt, ich mag den Zusammenhalt in Ostdeutschland. Aber das Land ist glücklicherweise auch gut zusammengewachsen. Ich fand meine Jugendliebe in Ostberlin und habe sie auch geheiratet“, schwärmt der TV-Star im Interview mit dem Berliner KURIER.
Besonders bewundert sie den Zusammenhalt und das Hand-in-Hand-Gehen im Osten. „Es fehlte mal an allen Ecken und Enden und somit stand man einfach parat und hat sich gegenseitig geholfen. Es war alles ein bisschen tiefer, noch nicht ganz so konsumorientiert.“
Für ihre neue Rolle lernte der Krimi-Star jetzt auch das Havelland richtig kennen. Vor allem freute sie sich, abends in ihrem eigenen Bett schlafen zu dürfen, denn Dennenesch Zoudé lebt schon seit vielen Jahren in Berlin.

Gerade die ostdeutsche Stadt Leipzig hat es der Schauspielerin angetan. „Ich habe nie in Leipzig gelebt, aber ich habe in Leipzig gedreht und ich fand Leipzig fantastisch. Es ist eine offene, freundliche Stadt gewesen. Sie ist natürlich auch viel kleiner als Berlin. Ich fand das toll.“
Der Havelland-Krimi wird sich mit Fällen aus dem Osten beschäftigen. Ein Herzenswunsch hat sich durch das Projekt auch endlich erfüllt: „Dass ich als Leading-Lady in einer Reihe spielen darf, ist ein wahrer Glücksfall, ein wahres Geschenk. Ich habe mir diese Arbeit so lange gewünscht“, freut sich der TV-Star.
Ein Freund half Zoudé beim Lernen
Aber die Rolle als Staatsanwältin brachte auch Herausforderungen mit sich. Denn der Inhalt des Drehbuchs war für sie gar nicht so einfach zu greifen. „Es waren wirklich viele analytische Gedanken und Sätze, die man ja so selbstverständlich, wie wir unser Gespräch führen, rüberbringen muss“, erklärt Zoudé dem KURIER.

Unterstützung beim Textlernen erhielt sie zudem von einem Freund mit juristischem Hintergrund. Er habe sich „das ganze Drehbuch vorgenommen und gesagt hat: ‚Das stimmt, das stimmt, das stimmt und das stimmt wieder nicht. Da müsst ihr aufpassen.‘“
Es muss einen Balance zwischen Ost- und Westkrimis geben
Dennenesch Zoudé findet, dass es immer eine Balance zwischen Ost- und Westkrimis geben soll. Vor allem findet sie es spannend, dass sie nicht den nächsten Berlin-Krimi dreht, sondern, dass tief im Havelland gedreht wurde. „Wir nehmen diese ganze Region einfach mal auf und erzählen aus der Region“, erzählt sie.

Die Arbeit am Set hat der Schauspielerin großen Spaß gemacht. „So wie wir letztendlich im Film agieren, war es auch hinter der Kamera“, schwärmt sie. Von der Regie und Produktion wurde Zoudé an die Hand genommen. Der Krimi-Star wurde abgeholt, wurde immer von jemandem über das Set geführt und hat einen genauen Plan für ihren Tagesablauf bekommen.
Noch in diesem Sommer werden zwei weitere Havelland-Krimis gedreht. Dennenesch Zoudé: „Ich kann gar nicht abwarten, bis wir diese Drehbücher haben und wo sie stattfinden werden und welche Ecken wir da nochmal erkennen werden.“



