Vom Reality-TV direkt hinter den Tresen: Chris Broy („Sommerhaus der Stars“) überrascht mit einem radikalen Neuanfang. Gemeinsam mit seiner Mutter Elli betreibt er jetzt einen eigenen Kiosk. Das Überraschendste daran: Dem Trash-TV will er künftig weitgehend den Rücken kehren und sich stattdessen auf sein neues Standbein konzentrieren.
Der Kiosk ist nach seiner Mama benannt
Familie ist eben doch langlebiger als jeder Reality-Zirkus. Seit sechs Jahren ist Chris Broy im Reality-TV zu sehen. Von Couple-Shows mit seiner Ex-Freundin Eva Benetatou über Dating-Formate bis zu Spielshows hat der TV-Casanova alles gesehen und gemacht. Für die große Liebe hat es bislang zwar noch nicht gereicht, dafür orientiert er sich beruflich neu.

Wie Chris dem KURIER verrät, hat seine Mutter Elisabeth, genannt Elli, 2018 den Laden „Ellis Kiosk“ in Longerich in Köln eröffnet. Zum KURIER sagt er: „Ich betreibe den Kiosk gemeinsam mit meiner Mama, sie ist die Chefin. Der Kiosk ist ein Familienbetrieb und ich bin stolz, sagen zu können: Das ist unser Laden. Wir versuchen, so oft wie möglich selbst vor Ort zu sein.“
Auf das Fernsehgeschäft hat der Frauenheld aktuell keine Lust. Weiter sagt er: „Das soll auch mein Ausstieg aus der Reality-Szene werden. Mittlerweile sehe ich mich da nicht mehr so mit 37, dann lieber ein schöner kölscher Kiosk.“ Chris schließt zwar nicht aus, irgendwann wieder an einem Format teilzunehmen, sein Hauptfokus und seine einzige Einnahmequelle soll das aber auch nicht mehr sein.

2020 startete seine Karriere im „Sommerhaus der Stars“, damals arbeitete er noch als Fuhrparkleiter bei einer großen Transportbetonfirma. Dann kam der Fernsehdurchbruch: „Ich glaube, ich habe die goldene Zeit des Reality-TV noch miterlebt. Heute sind die Gagen niedriger, Kooperationen seltener und vieles wirkt weniger authentisch. Mir war immer klar, dass Reality keine Garantie für die Zukunft ist. Bevor andere entscheiden, wann meine Zeit vorbei ist, wollte ich selbst handeln. Mit dem Kiosk habe ich mir ein geregeltes Einkommen aufgebaut.“
Das Gebäude wurde von Chris‘ Reality-Gagen bezahlt
In seiner Kindheit gehörte ein Kiosk-Besuch immer dazu. Ob eine gemischte Tüte, ein Stangeneis oder ein Lolli, die kleinen Einkäufe machten den kleinen Chris immer glücklich. Dieses Gefühl möchte er auch den Kindern heute weitergeben. Neben normalen Getränken, Zigaretten, Zeitungen, Snacks und Alkohol gibt es in dem Geschäft auch ein Süßigkeiten-Regal, das vermutlich jeder aus seiner Kindheit kennt.

„Das gesamte Gebäude hat meine Mutter von meinen Reality-Gagen gekauft. Sie hat ein bisschen auf das Geld aufgepasst und mir eine Zukunft aufgebaut, bevor ich es für andere Dinge ausgebe“, verrät Chris im KURIER-Gespräch. Aktiv arbeitet der TV-Star seit Anfang des Jahres mit im Kiosk.
„Die meisten, die mich sehen, sind überrascht. Aber viele kommen auch extra vorbei, um zu sehen, ob ich wirklich da bin. Für Fotos oder ein kurzes Gespräch nehme ich mir gerne Zeit. Unsere Stammkunden sehen mich einfach als Chris, einen kölschen Jung“, freut sich Chris.



