Es ist eine traurige Nachricht für Musikfans weltweit: Bonnie Tyler, deren Karriere sich über fünf Jahrzehnte erstreckte, ist verstorben. Die Familie meldete sich mit einem kurzen, bewegenden Statement zu Wort.
Das sagt die Familie zum Tod der Sängerin
„Bonnies Familie und ihr Team geben mit tiefem Bedauern bekannt, dass Bonnie gestern Abend unerwartet in einem Krankenhaus in Portugal an den Folgen der Krankheit, wegen der sie behandelt wurde, verstorben ist", heißt es in einem ersten Statement auf der Website der Sängerin.
Bereits im Mai hatte sich Tyler einer Not-Operation am Darm unterziehen müssen. Sie wurde in ein Krankenhaus im portugiesischen Faro eingeliefert und zur Unterstützung ihrer Genesung in ein künstliches Koma versetzt. Ein Sprecher teilte im Juni mit, dass sie zwar wieder aus dem Koma erwacht sei, sich aber weiterhin in kritischem Zustand auf der Intensivstation befinde. Die Familie teile mit: „Wir werden in Kürze eine weitere Erklärung abgeben, bitten aber bis dahin um Wahrung der Privatsphäre, um diese Tragödie verarbeiten zu können."

Tyler stammte aus einer musikalischen Familie in der walisischen Kleinstadt Skewen. Entdeckt wurde sie Mitte der 70er-Jahre durch den Irrtum eines Talentsuchers, der ursprünglich einen anderen Sänger beobachten wollte. „Er kam im falschen Stockwerk rein und hat mich singen gehört", erzählte Tyler demnach 2021 im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Auch im Osten Deutschlands war Bonnie Tyler keine Unbekannte: Die Sängerin besuchte die DDR dreimal zwischen dem Ende der 70er und Mitte der 80er-Jahre. Bereits 1977 trat sie bei der Sendung „Rund" in Magdeburg auf. 1980 folgte ein Auftritt in der beliebten Fernsehshow „Ein Kessel Buntes" in Karl-Marx-Stadt, gemeinsam mit Künstlern wie Dunja Rajter.
Mitte der 80er-Jahre war Tyler schließlich erneut bei „Ein Kessel Buntes" zu Gast, diesmal in Ost-Berlin im Friedrichstadtpalast, unter anderem an der Seite von Dean Reed und den Gibson Brothers.

