Auf dem Weg in den Urlaub ist die Vorfreude groß, die Fahrt auf der Autobahn kann aber auch ziemlich stressig werden. Passiert dann noch eine Panne, liegen die Nerven blank. Umso wichtiger ist es, jetzt umsichtig zu handeln. Vor allem die Sicherheit aller Insassen ist lebenswichtig– manche Autofahrer unterschätzen die Gefahr und bleiben zu nahe bei ihrem Wagen. Der TÜV gibt Tipps für den Ernstfall.
Das muss man bei einer Panne auf der Autobahn tun
Kommt es auf der Autobahn zu einer Panne, sollte zunächst die Warnblinkanlage eingeschaltet werden. Anschließend sollte das Fahrzeug möglichst weit rechts oder auf dem Standstreifen angehalten werden.
Danach sollten alle Insassen Warnwesten anziehen. Der TÜV rät, Warnwesten, Warndreieck und Verbandskasten so zu verstauen, dass sie jederzeit schnell erreichbar sind. Und nicht unter dem Reisegepäck.
Wichtig ist anschließend, das Fahrzeug möglichst über die rechte Seite zu verlassen und sich unverzüglich hinter die Leitplanke zu begeben.
„Bei einer Panne hat die Sicherheit aller Insassen oberste Priorität“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband. „Auf Autobahnen geht die größte Gefahr vom fließenden Verkehr aus. Deshalb müssen sich alle Insassen so schnell wie möglich hinter die Leitplanke in Sicherheit bringen.“
Erst Sicherheit, dann das Warndreieck
Sind alle Fahrzeuginsassen in Sicherheit, sollte die Pannenstelle abgesichert werden – allerdings nur dann, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Darauf weist der TÜV ausdrücklich hin.
Dazu gehört auch das Aufstellen des Warndreiecks. Als Orientierung gelten auf Landstraßen etwa 100 Meter Abstand zum liegengebliebenen Fahrzeug. Auf Autobahnen sollte das Warndreieck – abhängig von Sicht, Straßenverlauf und Geschwindigkeit – etwa 150 bis 200 Meter vor dem Fahrzeug aufgestellt werden. Vor Kurven und Kuppen muss der Abstand so gewählt werden, dass die Gefahrenstelle rechtzeitig erkennbar ist.

Kinder und Hunde besonders im Blick behalten
Bei Familien kommt eine weitere Herausforderung hinzu. Kinder dürfen in einer solchen Situation nicht unbeaufsichtigt im Gefahrenbereich bleiben und sollten niemals zwischen Fahrzeug und Leitplanke warten.
Der TÜV empfiehlt Eltern, einfache Verhaltensregeln bereits vor Reisebeginn mit ihren Kindern zu besprechen. Dazu gehört beispielsweise, nur auf Anweisung auszusteigen, immer auf der verkehrsabgewandten Seite auszusteigen, an der Hand zu bleiben und hinter der Leitplanke zu warten.
Auch Hunde können in einer Stresssituation unberechenbar reagieren. Deshalb sollten sie noch im Fahrzeug angeleint werden, bevor Türen oder Heckklappe geöffnet werden. Andernfalls könnten sie auf die Fahrbahn laufen oder Helfende behindern.
Notruf 112 gilt für ganz Europa
Bei Verletzten, Feuer oder einer anderen unmittelbaren Gefahr muss unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden. Die Notrufnummer funktioniert europaweit und ist kostenlos erreichbar.
Wichtig sind möglichst genaue Angaben zum Unfall- oder Pannenort sowie Informationen über Verletzte und mögliche Gefahren. Der TÜV empfiehlt, für eine genaue Standortbestimmung gegebenenfalls die Kartenfunktion des Smartphones zu nutzen.



