Einkaufs-Knigge

Die schlimmsten Kundenfehler an der Kasse

Kunden machen durch ihr Verhalten Kassierern oft das Leben schwer. Das sind die größten Fehltritte an der Supermarkt-Kasse.

Author - Stefan Doerr
Teilen
Kunden an der Supermarkt-Kasse: Manches Verhalten nervt gewaltig.
Kunden an der Supermarkt-Kasse: Manches Verhalten nervt gewaltig.Jochen Tack/imago

Der Kassenbereich im Supermarkt: Hunderte Menschen treffen hier täglich aufeinander. Und während Kunden oft nur schnell durch wollen, müssen Kassiererinnen und Kassierer den ganzen Tag lang Geduld beweisen. Doch manche Kunden treiben selbst die freundlichsten Mitarbeitenden an den Rand des Wahnsinns. Was mögen Kassierer überhaupt nicht? Und wie wird man zum Lieblingskunden?

Flaschen richtig aufs Kassenband legen

Der Klassiker auf der Hass-Liste von Kassierern fängt schon beim Auflegen der Waren auf das Kassenband an. Denn viele Kunden halten die Warentrenner für überflüssig. Kassierer sehen das anders. Ohne Trenner verschwimmen Einkäufe, es kommt zu Rückbuchungen, Diskussionen und unnötigem Stress für Personal und wartende Kunden.

Auch falsch platzierte Waren nerven. Glasflaschen, die aufrecht stehen und beim Anfahren des Bandes umkippen, gehören zu den täglichen Ärgernissen. Deshalb sollten Kunden Glasflaschen immer hinlegen, und zwar am besten in Laufrichtung des Bandes. Das verhindert, dass sie wegrollen oder zu Schaden kommen.

Die Warentrenner erleichtern Kassierern die Arbeit.
Die Warentrenner erleichtern Kassierern die Arbeit.mix1/Imago

Außerdem sollten Kunden Flaschen nicht nach dem Abkassieren ruppig in den Einkaufswagen zurückwerfen, sondern sorgsam mit der Ware umgehen. Denn sonst platzen besonders bei Getränken mit Kohlensäure die Plastikflaschen gerne mal auf. „Schwere Artikel kann man im Einkaufswagen belassen“, empfiehlt der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH). „Dann einfach an der Kasse fragen, ob sie dort gescannt werden können.“

Der Einkauf ist gescannt, die Summe steht und erst jetzt beginnt der Kunde, in aller Ruhe nach dem Geldbeutel zu suchen. Dieses unvorbereitete Bezahlen bringt Kassierer regelmäßig innerlich auf die Palme. „Man sollte nicht erst beim Kassieren überlegen, wie man bezahlen möchte“, rät der BVLH. Während der Kunde kramt, wächst die Schlange, und die Stimmung sinkt. Wer seine Karte, App oder Bargeld vorher bereitlegt, macht allen das Leben leichter.

Falsch! Stehende Glasflaschen auf dem Band bringen Kassierer auf die Palme.
Falsch! Stehende Glasflaschen auf dem Band bringen Kassierer auf die Palme.Bihlmayerfotografie/Imago

Mühseliges Kleingeld-Puzzle vermeiden

Kleingeld ist kein Problem, solange es nicht in Form eines fünfminütigen Sortierrituals auf dem Kassentisch landet. „Solange das Geld ausreicht“, sagt der BVLH, sei Kleingeld völlig okay. Aber wer erst an der Kasse entscheidet, welche Münzen er loswerden möchte, strapaziert die Nerven aller Beteiligten.

Ein absolutes rotes Tuch beim Bezahlen für Kassierer ist Unaufmerksamkeit! Wer am Handy telefoniert oder gerade Textnachrichten schreibt, ist nicht ansprechbar und verzögert Rückfragen. Kunden sorgen für Missverständnisse und Telefonieren wirkt schlicht unhöflich und respektlos. Ein kurzer Plausch mit den Mitarbeitern ist dagegen durchaus willkommen, solange die Abläufe nicht gestört werden.

Kartenzahlung geht nicht, die App hängt, das Handy friert ein. Auch technische Probleme gehören leider zum Alltag. „Für Kassierer ist so eine Situation oft stressiger als für den Kunden. Das sollte man nicht vergessen“, erklärt der BVLH dazu. Wer ruhig bleibt und alternative Zahlungsmethoden akzeptiert, macht es allen leichter.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com