Der Klartext aus Berlin ist deutlich. In der gesamten Türkei besteht terroristische Bedrohung. Immer wieder kam es zu Anschlägen – zuletzt besonders schockierend 2022 auf der Istiklal-Straße in Istanbul. Verantwortlich gemacht werden unter anderem die verbotene PKK und Splittergruppen. Die Folgen sind eine bewaffnete Polizei, Kontrollen, höchste Alarmstufe, landesweit.
Finger weg von diesen Regionen!
Von Reisen in die Grenzgebiete zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten. Konkret betroffen sind die Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Şırnak und Hakkâri. Offiziell keine Reisewarnung – aber die Nähe zu bewaffneten Konflikten macht die Lage hochgefährlich. Wer hier Urlaub plant, spielt mit dem Feuer.

Demos, Chaos, gesperrte Metro
In Metropolen wie Istanbul und Ankara häufen sich Demonstrationen. Immer wieder werden zentrale Plätze und Metrostationen spontan gesperrt. Das Auswärtige Amt rät Urlaubern:
große Menschenmengen meiden
touristische Hotspots nur mit Vorsicht besuchen
Abstand zu Regierungs- und Militäreinrichtungen halten
Kurz gesagt: entspanntes Sightseeing war schon mal einfacher.
Festnahme aus dem Nichts? Deutsche im Visier
Besonders alarmierend: Deutsche Staatsbürger werden weiterhin willkürlich festgenommen, mit Ausreisesperren belegt oder schon an der Grenze abgewiesen. Und das oft ohne Vorwarnung! Selbst wer jahrelang problemlos eingereist ist, kann plötzlich betroffen sein.
Der Grund? Häufig reichen schon:
frühere Teilnahme an Demos in Deutschland
Likes, Kommentare oder Shares in sozialen Medien
Unterschriften unter Petitionen
Vereinsmitgliedschaften mit kurdischem Bezug
Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass türkische Behörden umfangreiche Listen von Personen in Deutschland führen. Der Terrorismusbegriff ist extrem weit gefasst. Schon ein falscher Klick kann reichen.
Kritik am Präsidenten kann Knast bedeuten
Auch regierungskritische Äußerungen sind brandgefährlich. Vorwürfe wie „Präsidentenbeleidigung“ oder angebliche Terrorunterstützung führen teils zu mehrjährigen Haftstrafen. Besonders betroffen: Menschen mit familiären Wurzeln in der Türkei – aber auch rein deutsche Staatsangehörige sind nicht sicher. Selbst private Aussagen können durch Denunziation bei Behörden landen.


