Die Zahl der Wölfe in Deutschland steigt seit Jahren. Bis zu 3000 Wölfe und rund 220 Rudel sollen es inzwischen sein – vor allen Dingen in Brandenburg und Niedersachsen. Die steigende Anzahl an Wölfen weckt auch Ängste. Während Naturschützer immer wieder betonen, dass Wölfe Menschen in der Regel meiden, sorgt ein dramatischer Vorfall aus Italien (3000 bis 3500 Wölfe) jetzt für neue Diskussionen.
In Italien: Ein Wolf greift Zweijährigen bei Grillparty an
Im italienischen Camaiore in der Toskana wurde ein gemütlicher Grillabend innerhalb weniger Sekunden zum Albtraum. Ein ausgewachsener Wolf drang am Samstagabend gegen 20.30 Uhr auf ein Privatgrundstück im Ortsteil Orbicciano ein – und steuerte direkt auf einen zweijährigen Jungen zu, der im Garten spielte, wie suedtirolnews berichtet.
Nur der mutige Einsatz der Familienhündin Destiny verhinderte offenbar Schlimmeres. Die sieben Jahre alte Mischlingshündin stellte sich ohne Zögern schützend vor das Kleinkind. Der Wolf griff den Hund jedoch an und verletzte ihn mit tödlichen Bissen an der Kehle.
Auch die Mutter des Jungen handelte geistesgegenwärtig. Sie brachte ihr Kind in Sicherheit und versuchte gleichzeitig, ihrer Hündin zu helfen. Dabei wurde sie selbst verletzt und musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben der italienischen Zeitung Corriere waren ihre Verletzungen glücklicherweise nicht lebensbedrohlich.
Die Hilfeschreie der Familie alarmierten die Nachbarn. Mehrere Anwohner eilten sofort herbei, um zu helfen. Der zweijährige Junge blieb dank des beherzten Eingreifens seiner Mutter und des Hundes körperlich unverletzt.
In Italien wird jetzt ein Ende des Wolfschutzes gefordert
Der Vorfall erschüttert die Bewohner der Region. Orbicciano liegt auf lediglich 235 Metern Höhe und ist von ausgedehnten Waldgebieten umgeben, die regelmäßig von Wanderern und Ausflüglern genutzt werden. Dass ein Wolf in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern so offensiv auftritt, sorgt dort für große Verunsicherung.



