Planetenparade

Wenn Sie heute Nacht nicht in den Himmel gucken, verpassen Sie dieses Astro-Spektakel

Am Samstagabend liefert das All eine Mega-Show. Um die mitzubekommen, brauchen Sie nicht mal unbedingt ein Teleskop.

Author - Jana Hollstein
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Dass Planeten von der Erde aus gesehen so nah zusammenstehen, passiert selten.
Dass Planeten von der Erde aus gesehen so nah zusammenstehen, passiert selten.BSIP/imago

Astronomie-Fans aufgepasst, Neugierige ebenso: Der Februar bringt ein echtes Show-Event am Nachthimmel. In der Nacht von Samstag auf Sonntag bildet sich eine Parade von sechs Planeten, die sich sogar von der Erde aus sehen lässt.

Sechs Planeten stehen am Samstag in einer Reihe

Fachleute sprechen nüchtern von einer Konstellation, doch umgangssprachlich kennen viele das Ereignis als „Planetenparade“. Gemeint ist der Moment, in dem mindestens drei Planeten scheinbar dicht nebeneinander in einer Reihe am Firmament auftauchen. Der Begriff „Planetenparade“ ist eine sehr anschauliche Bezeichnung für das visuelle Schauspiel. Freiäugig sichtbare Planeten sind Himmelskörper, die ohne Teleskop oder andere Hilfsmittel erkannt werden können.

Astronomen unterscheiden verschiedene Größenordnungen solcher Treffen am Himmel, von Mini- bis hin zur vollständigen Konstellation. Letztere würde sogar sieben Planeten und Pluto umfassen. Doch schon das aktuelle Ereignis hat es in sich. Am Samstagabend stehen gleich sechs Planeten scheinbar in einer Linie. Vier davon lassen sich sogar ohne Geräte entdecken.

Freie Sicht auf Planetenparade sogar ohne Teleskop

Für Jupiter, Saturn, Venus und Merkur reichen gute Augen und ein klarer Himmel. Wer auch Uranus und Neptun erspähen möchte, benötigt allerdings zumindest ein Fernglas, besser noch ein Teleskop. Als Bonus leuchtet in derselben Nacht der Mond hell neben Jupiter.

Berlin bietet gleich mehrere Sternwarten für die Planetenparade, hier das Riesenfernrohr der Archenhold-Sternwarte.
Berlin bietet gleich mehrere Sternwarten für die Planetenparade, hier das Riesenfernrohr der Archenhold-Sternwarte.Frank-Michael Arndt/SPD

Um die Planetenparade beobachten zu können, suchen Sie am besten etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang einen Platz mit freier Sicht aufs Firmament auf. Besonders günstig sind Orte fern der Stadtlichter, denn geringe Lichtverschmutzung erhöht die Chancen erheblich. Ein paar Wolken stehen der Beobachtung mit Teleskop zwar nicht im Weg, eine dicke Wolkendecke allerdings schon. Den klarsten Durchblick haben Sie im Planetarium: So bietet die Stiftung Planetarium Berlin wie jede Nacht Beobachtungen auf der Wilhelm-Foerster-Sternwarte an.

Planetenparade hat keine Auswirkungen auf die Erde

Immer wieder kursieren Gerüchte, solche Planetentreffen könnten Katastrophen auf der Erde auslösen, wie etwa Erdbeben oder Tsunamis durch eine erhöhte Schwerkraft. Astronomie-Quellen wie „starwalk“ betonen jedoch, dass diese Annahmen längst widerlegt sind. Die Planeten stehen nur aus Perspektive der Erde scheinbar in einer Linie, tatsächlich sind sie im All weit voneinander entfernt. Selbst wenn sie geometrisch genauer ausgerichtet wären, hätte das keine spürbaren Auswirkungen auf die Erde.

Bleibt also nur eines: entspannt nach oben blicken und auf wolkenfreien Himmel hoffen. Dieses kosmische Schauspiel dürfte zu den eindrucksvollsten Nächten des Jahres gehören.

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