Astronomie-Fans aufgepasst, Neugierige ebenso: Der Februar bringt ein echtes Show-Event am Nachthimmel. In der Nacht von Samstag auf Sonntag bildet sich eine Parade von sechs Planeten, die sich sogar von der Erde aus sehen lässt.
Sechs Planeten stehen am Samstag in einer Reihe
Fachleute sprechen nüchtern von einer Konstellation, doch umgangssprachlich kennen viele das Ereignis als „Planetenparade“. Gemeint ist der Moment, in dem mindestens drei Planeten scheinbar dicht nebeneinander in einer Reihe am Firmament auftauchen. Der Begriff „Planetenparade“ ist eine sehr anschauliche Bezeichnung für das visuelle Schauspiel. Freiäugig sichtbare Planeten sind Himmelskörper, die ohne Teleskop oder andere Hilfsmittel erkannt werden können.
Astronomen unterscheiden verschiedene Größenordnungen solcher Treffen am Himmel, von Mini- bis hin zur vollständigen Konstellation. Letztere würde sogar sieben Planeten und Pluto umfassen. Doch schon das aktuelle Ereignis hat es in sich. Am Samstagabend stehen gleich sechs Planeten scheinbar in einer Linie. Vier davon lassen sich sogar ohne Geräte entdecken.
Freie Sicht auf Planetenparade sogar ohne Teleskop
Für Jupiter, Saturn, Venus und Merkur reichen gute Augen und ein klarer Himmel. Wer auch Uranus und Neptun erspähen möchte, benötigt allerdings zumindest ein Fernglas, besser noch ein Teleskop. Als Bonus leuchtet in derselben Nacht der Mond hell neben Jupiter.

Um die Planetenparade beobachten zu können, suchen Sie am besten etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang einen Platz mit freier Sicht aufs Firmament auf. Besonders günstig sind Orte fern der Stadtlichter, denn geringe Lichtverschmutzung erhöht die Chancen erheblich. Ein paar Wolken stehen der Beobachtung mit Teleskop zwar nicht im Weg, eine dicke Wolkendecke allerdings schon. Den klarsten Durchblick haben Sie im Planetarium: So bietet die Stiftung Planetarium Berlin wie jede Nacht Beobachtungen auf der Wilhelm-Foerster-Sternwarte an.


