Heute blickt ganz Deutschland in Richtung Ostsee: In der Wismarer Bucht laufen noch immer Rettungsversuche für den gestrandeten Wal Timmy. Die Meldungen, die von dort kommen, sind sehr unterschiedlich – mal wird verkündet, dass der Wal in sehr schlechtem Zustand sei. Dann macht wieder die Meldung vielen Hoffnung, dass der Wasserpegel in der Bucht steigt und sich Timmy vielleicht noch freischwimmen kann. Im verzweifelten Kampf um das Leben des Tiers gibt es nun einen „Wal-O-Maten“, der das Tier-Drama an der Ostsee auf die Schippe nimmt.
Soll Wal Timmy gerettet oder gesprengt werden?
Bei jeder Wahl gibt es vorher den „Wahl-O-Maten“ – damit können alle, die sich noch nicht sicher sind, was sie auf dem Wahlzettel ankreuzen wollen, den Test machen. Abgefragt werden bei dem Test verschiedene politische Positionen, die dann wiederum stärker oder schwächer gewichtet werden können. Am Ende gibt’s ein Fazit – der „Wahl-O-Mat“ verrät, welche Partei den eigenen Positionen am ehesten entspricht.
Genau dieses Testverfahren gibt es nun auch beim „Wal-O-Mat“. Dass hier ein kleines „h“ fehlt, ist Absicht – hier geht es nämlich nicht um die nächste Bundestagswahl, sondern um Wal Timmy an der Ostsee. Dahinter steckt Politikberater Mattheus Berg, der sonst unter anderem Parteien bei ihren Wahlkampagnen unterstützt. „Seid ihr Team SPRENGEN? Team LIEGEN LASSEN? Oder Team RETTEN?“, fragte er beim Kurznachrichtendienst X. „Ich habe den Wal-O-Mat gebaut, damit ihr es herausfinden könnt.“
Seid ihr Team SPRENGEN? Team LIEGEN LASSEN? Oder Team RETTEN?
— Mattheus Berg (@MattheusBerg) April 18, 2026
Ich habe den https://t.co/ybq4yaxhu9 gebaut, damit ihr es herausfinden könnt. pic.twitter.com/V1XKY590gf
Und was kann das Tool? Wie beim echten Wahl-O-Maten werden auch hier Positionen abgefragt, die allerdings alles andere als ernst gemeint sind. „Der Wal-O-Mat ist keine Walempfehlung, sondern eine Parodie über Wale und Politik“, heißt es auf der Seite.
„Vergleichen Sie Ihre Standpunkte mit denen von Team Sprengen, Team Retten und Team Liegen lassen.“ Der Nutzer muss beispielsweise darüber abstimmen, ob „Stirb langsam“ ein gutes Lebensmotto ist oder eher nicht – und angeben, ob Spinnen zu Hause mit einem Glas vor die Tür gesetzt werden.

Außerdem wird gefragt, ob man blutrünstige Horrorfilme für familiengerechte Unterhaltung hält – und ob man schon immer mal einen Wal von innen sehen wollte. Bei der Auswertung können drei der Thesen dann noch einmal stärker gewichtet werden, sie fließen dann gleich doppelt in die Auswertung ein. Das Ergebnis: Die Nutzer werden in die Kategorien „Sprengen“, „Liegen lassen“ und „Retten“ eingeteilt und mit Auswertungssprüchen bedacht.
Wie sollte man mit Wal Timmy umgehen?
Wer zum Team „Liegen lassen“ gehört, bekommt etwa angezeigt: „Du vertraust auf Schicksal, Trägheit und die stille Autorität des Unveränderlichen. Für dich ist nicht jede Katastrophe ein Handlungsauftrag.“ Bei Team „Sprengen“ heißt es: „Du glaubst an Konsequenz, Dynamik und die befreiende Kraft endgültiger Lösungen. Wo andere noch hadern, fragst du längst, wo eigentlich der Knopf ist.“


