Immer wieder werden in ganz Deutschland Gewinner bejubelt, die bei der Lotterie Omaze abräumen – erst kürzlich machte ein Dachdecker aus Bayern Schlagzeilen, nachdem er ein 2,8 Millionen Euro teures Penthouse in Berlin gewonnen hatte. Da fragen sich viele: Was macht man mit so einer Bleibe, wenn man sie gar nicht will? Ein Paar, das im vergangenen Jahr gewann, macht es jetzt vor: Sie verkaufen die Villa, die ihnen per Losglück zugeteilt wurde, auf Immobilienscout.
Traumhaus von Omaze wird bei Immoscout verkauft
Die Traumhaus-Lotterie Omaze macht immer wieder Schlagzeilen. Und wohl jeder hat sich schon einmal gefragt: Was macht man eigentlich mit einem gewonnenen Haus, wenn man es gar nicht haben möchte? Die Frage wird jetzt endlich beantwortet!
Dank Jürgen Möllenhoff (59) und seiner Lebensgefährtin Meike (67). Die beiden Bochumer räumten im vergangenen Jahr bei der Lotterie ab, gewannen ein Traumhaus im Wert von 2,7 Millionen Euro und dazu 100.000 Euro pures Geld. Es kam für die beiden wie gerufen: Ihr altes Landhaus bröckelte, doch das Geld für die Sanierung fehlte, deshalb wurden die Baumaßnahmen immer wieder aufgeschoben.
Das alte Haus gegen ein neues tauschen? Scheinbar war das nicht der Wunsch der beiden. Denn aktuell steht die Villa, die die beiden bei Omaze gewannen, wieder zum Verkauf. Als „Traumdomizil in beeindruckender Lage“ wird es bei Immobilienscout betitelt, das „bildschöne Landhaus mit stilvoller Ausstattung und Weitblick“.
Weitblick haben scheinbar vor allem die glücklichen Hausgewinner: Mit den 2,75 Millionen Euro, die das Häuschen kosten soll, können sie ihr altes Haus sanieren und müssen nicht einmal umziehen.

Wer Interesse hat, muss das nötige Kleingeld haben, bekommt dafür aber auch ein echtes Traumhaus. Es sei 1978 gebaut und 2019 kernsaniert worden, heißt es zu der Villa in Fischbachau.
Das Haus steht auf einem 1231 Quadratmeter großen Grundstück, hat acht Zimmer, vier Schlafzimmer und drei Bäder auf einer Wohnfläche von insgesamt 296 Quadratmetern. Dazu kommen eine hochwertige Schreinerküche, ein Freizeitbereich mit eigenem Heimkino, eine Bar, eine Sauna und ein Fitnessraum.
Gewinner waren eigentlich angetan von Omaze-Haus
Seltsam aber: Eigentlich zeigten sich die Möllenhoffs ganz angetan von ihrem neuen Häuschen, auch aufgrund der verbauten Technik. Das Haus sei „wie ein riesiger Technik-Spielplatz“, sagten sie. „Das fühlt sich ein bisschen an wie auf der Enterprise.“
Es passte zu Jürgen Möllenhoff, der als IT-Administrator arbeitet. Im Heimkino wollten sie eigentlich Star-Wars-Filme gucken und Freunde, die zu Besuch kommen, in der riesigen offenen Küche verwöhnen.

Gewinner wollen im Omaze-Traumhaus nicht einziehen
Vielleicht hat aber auch ein ganz anderes Problem den Ausschlag gegeben? Möllenhoffs Frau Meike kommt nämlich aus einer Karnevals-Familie. Mindestens einmal im Jahr wollten sie also ins Rheinland, gaben die Häuslegewinner an. „Oder wir schaffen es, die Oberbayern in unserem neuen Zuhause zu Jecken zu machen.“
Vielleicht war ihnen der Abstand zwischen den Narrenhochburgen und dem beschaulichen Fischbachau in Oberbayern ja also doch zu groß …


