Tragödie bei Badeausflug

Ein Schwimmer kämpft im Wasser um sein Leben – am Ende sind fünf Menschen tot

Fünf Menschen sterben am Ende in Ohio bei einem Rettungs-Versuch. Ein Kind alarmiert die Rettungskräfte – doch jede Hilfe kommt zu spät.

Author - Sebastian Karkos
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Beamte stehen fassungslos am Scioto River im Columbus-Vorort Powell.
Beamte stehen fassungslos am Scioto River im Columbus-Vorort Powell.Patrick Aftoora-Orsagos/AP/dpa

Dramatisches Ereignis in den USA. Eine Rettungsaktion im Bundesstaat Ohio hat fünf Menschen das Leben gekostet. Die Opfer ertranken im Scioto River nahe der Kleinstadt Powell, einem Vorort der Millionenstadt Columbus.

Retter geraten selbst in Lebensgefahr

Was als Badeausflug begann, entwickelte sich innerhalb weniger Minuten zu einer tödlichen Kettenreaktion. Nach Angaben von Sheriff Jeffrey Balzer ging zunächst eine Person zum Schwimmen in den Fluss. Doch plötzlich geriet diese in Schwierigkeiten.

Zwei weitere Menschen sprangen sofort ins Wasser, um zu helfen. Doch auch sie wurden von der starken Strömung erfasst. Als die Lage immer dramatischer wurde, eilten zwei weitere Personen zur Hilfe – und gerieten ebenfalls in Lebensgefahr.

Der Scioto River in Powell wurde für fünf Menschen zur Todesfalle.
Der Scioto River in Powell wurde für fünf Menschen zur Todesfalle.Patrick Aftoora-Orsagos/AP/dpa

„Da begann die Tragödie“, so Sheriff Balzer bei einer Pressekonferenz. Die verzweifelten Rettungsversuche endeten tödlich. Am Ende verloren fünf Menschen ihr Leben.

Erschütternd: Erst durch ein Kind wurde die Katastrophe überhaupt bekannt. Es lief panisch von der Gruppe weg zu einer nahegelegenen Straße und suchte Hilfe. Ein Autofahrer bemerkte das völlig aufgelöste Kind und alarmierte sofort den Notruf.

Als Polizei und Feuerwehr am Sonntagabend eintrafen, begann eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion. Zwei Frauen konnten zunächst aus dem Wasser geborgen werden. Sie wurden umgehend in Krankenhäuser gebracht, erlagen dort jedoch ihren Verletzungen beziehungsweise den Folgen des Unglücks.

Große Suchaktion endet tragisch

Am Montag setzte sich die Suche fort. Einsatzkräfte entdeckten schließlich die Leichen von drei Männern im Fluss. Warum die Menschen in Not gerieten, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Nach Angaben des Sheriffs befand sich am Unglücksort kein Boot. Auch andere mögliche Ursachen werden untersucht.

Autos fahren über die Fred-L.-Stults-Brücke über den Scioto River in der Nähe der Stelle, an der in Powell mehrere Menschen ums Leben kamen.
Autos fahren über die Fred-L.-Stults-Brücke über den Scioto River in der Nähe der Stelle, an der in Powell mehrere Menschen ums Leben kamen.Jay LaPrete/AP/dpa

Eine Rolle könnte die starke Strömung gespielt haben. Daten des U.S. Geological Survey zeigen, dass der Scioto River am Unglückstag deutlich mehr Wasser führte als gewöhnlich. Die Durchflussmenge lag erheblich über dem Durchschnitt. Dadurch könnten selbst geübte Schwimmer schnell an ihre Grenzen geraten sein.

Der rund 370 Kilometer lange Scioto River zählt zu den beliebtesten Freizeit- und Angelrevieren in Ohio. Viele Einheimische nutzen den Fluss zum Schwimmen, Angeln oder für Ausflüge am Wasser.

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