Touristenfall

„Das schlechteste Eis“: 44-Euro-Rechnung empört US-Paar in Rom

Ein US-Touristenpaar zahlte in Rom verblüffende 44 Euro für zwei Eisportionen, was eine hitzige Debatte über Transparenz und Preisgestaltung auslöste.

Author - Sebastian Krause
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Ein Touristenpaar aus den USA zahlt in Rom für zwei Eis 44 Euro.
Ein Touristenpaar aus den USA zahlt in Rom für zwei Eis 44 Euro.Screenshot/Facebook

Ein schneller Stopp auf ein Eis – dann der Schock an der Kasse: Für zwei Gelati zum Mitnehmen hat ein US-Touristenpaar im historischen Zentrum von Rom nach eigenen Angaben 44 Euro bezahlt. Die Amerikanerin Nicole Ann aus Florida machte ihrem Ärger danach in einer Facebook-Gruppe für Italien-Urlauber Luft und sprach von einer „Touristenfalle“.

Touristen fällt knallhartes Urteil zum Eis aus Rom

Noch härter fiel ihr Urteil über das Produkt selbst aus: Es sei „das schlechteste Eis, das ich je hatte“. Der Fall schlug in Italien am Sonntag hohe Wellen, nachdem mehrere Medien den Kassenbon und den Post der Touristin aufgegriffen hatten.

Das steht alles auf dem Kassenbon

Demnach spielte sich die Szene am 3. Juni in einer Gelateria nahe der Piazza Navona ab – mitten in einem Viertel, in dem täglich Tausende Besucher unterwegs sind.

Nach Darstellung der Touristin wollten sie und ihr Partner eigentlich nur schnell zwei Eis mit jeweils zwei Kugeln mitnehmen. Heraus kamen laut Kassenbon jedoch zwei größere Portionen zu je 12 Euro – dazu Sahne für 2 Euro, ein Macaron für 3 Euro und ein kleiner Cannolo für 5 Euro pro Eis. Macht 22 Euro pro Person, insgesamt also 44 Euro – und das ohne Tischservice.

US-Amerikaner weiß erst gar nicht, was sie bestellt hat

Nicole Ann schrieb, sie habe zunächst verstanden, dass die beiden Eis umgerechnet nur rund 14 US-Dollar kosten sollten: „Ich habe das erst kapiert, als ich auf den Kassenzettel sah.“ Besonders geärgert habe sie, dass der Laden aus ihrer Sicht den Eindruck erweckt habe, die Extras seien ein Gratis-Zusatz. Genau dieser Punkt zieht sich auch durch viele Reaktionen im Netz: Nicht nur der hohe Preis sorgt für Empörung, sondern vor allem der Vorwurf, Zusatzprodukte seien ohne klare Preisansage auf dem Eis gelandet.

Der Fall passt in ein Muster, das Rom seit Jahren begleitet. In der italienischen Hauptstadt landen immer wieder Kassenbons im Netz, die Touristen sprachlos machen – vor allem rund um die großen Sehenswürdigkeiten. Mehrere Berichte verweisen darauf, dass sich der Ärger oft nicht allein an den Preisen entzündet, sondern an der Frage, ob Kunden vorab überhaupt verstanden haben, was sie da gerade bestellen und bezahlen.

Rom verzeichnet 2025 Rekordandrang bei Touristen

Das ist in einer Stadt mit Rekordtourismus besonders heikel: Rom verzeichnete 2025 nach offiziellen Angaben 22,9 Millionen Besucher und 52,9 Millionen Übernachtungen – mehr denn je. Wenn dann aus dem historischen Zentrum wieder ein „Wucher-Bon“ viral geht, trifft das nicht nur einen Laden, sondern schnell das Image der ganzen Stadt.

Hinzu kommt: Selbst Medien, die den Fall zugunsten des Geschäfts einordnen wollten, räumen ein, dass der Betrag für ein Eis im Zentrum Roms zwar höher ausfallen kann – 44 Euro für zwei Portionen im Stehen aber selbst dort für Kopfschütteln sorgt.

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