Frankensteins Monster: eine Bestie, die es mit Fackeln und Mistgabeln durch die Straßen zu jagen gilt? Oder doch ein zusammengeflickter Mensch mit Gefühlen wie jeder andere? Wem die Verfilmung von Guillermo del Toro im letzten Herbst zu schmalzig war, den könnte dieser Film vielleicht ins Kino locken. Denn in „The Bride! – Es lebe die Braut“ nimmt Frankenstein richtig Fahrt auf.
„The Bride!“ ist eine neue Frankenstein-Verfilmung mit Oscar-Kandidatin
Diese Verfilmung der wohl inzwischen tausendmal adaptierten Erzählung von Mary Shelley kommt mit großem Staraufgebot daher. Hauptdarstellerin Jessie Buckley ist gerade Hollywoods heißester Name. Für ihre Rolle im Shakespeare-Drama „Hamnet“ räumte die Irin zuletzt einen Preis nach dem anderen ab – von den Golden Globes bis zu den BAFTAs. Und bei den Academy Awards Mitte März gilt sie sogar als Topfavoritin auf den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Neben ihr spielen Christian Bale („Batman Begins“) Frankensteins Monster und Jake Gyllenhaal („Donnie Darko“) den selbstverliebten Filmstar.
Wer jetzt denkt: „Ach, schon wieder Frankenstein“, dürfte sich allerdings wundern. Zwar taucht auch hier das berühmte Monster auf – doch die Story schlägt völlig neue Haken. „Frank“, gespielt von Bale, ist nämlich kein blutrünstiger Killer. Vielmehr ist er ein einsamer Musical-Fan, der für Filme seines Idols Ronnie Reed schwärmt (verkörpert von Jake Gyllenhaal).

In seiner Einsamkeit lässt er sich schließlich, nach mehr als hundert Jahren ohne menschlichen Kontakt, in den 1930er-Jahren von der Wissenschaftlerin Dr. Euphronious (Annette Bening) in Chicago eine Gefährtin bauen. Oder besser gesagt: Sie graben gemeinsam eine Leiche aus, die sie zusammen wiederbeleben. Ach so, und diese Leiche wurde übrigens kurz vor ihrem Tod von Mary Shelleys Geist besessen und hat darum nicht mehr so ganz alle Tassen im Schrank. Genau das bringt die beiden in Teufels Küche mit der Polizei, vor der sie jetzt durch die ganzen USA fliehen müssen.


