Kaum ein Duo ist so eng mit „The Voice of Germany“ verbunden wie The BossHoss. Sascha Vollmer und Alec Völkel saßen schon 2011 als Coaches auf den roten Stühlen der deutschen Gesangs-Castingshow. Heute touren sie als Band mit ihren Acts zwischen Country, Rock und Pop durch die Welt. Die große Frage bleibt. Kommen die Cowboys zurück auf die roten Stühle?
The BossHoss: „Wir waren in der Geburtsstunde dabei“
2007 startete die Show als frischer Gegenentwurf zu DSDS und Popstars. Blind Auditions statt Show-Eklat, Musik statt Drama. Für BossHoss ein Volltreffer, denn der Effekt war gewaltig. Die Band wurde zum TV-Liebling. „Das hat uns natürlich unfassbare Türen geöffnet. Wir wurden von einem Geheimtipp zu einem absoluten Mainstream-Act“, erinnert sich Alec im Gespräch mit dem KURIER. In der Spitze schauten rund 3,5 Millionen Menschen pro Abend zu. Für die Musiker ein echter Karriereschub.

Aber Coach sein ist mehr als nur im Sessel sitzen. Monate voller Drehs, Proben und Liveshows. „Das ist schon viel Arbeit. Man kann nicht viel parallel und gleichzeitig machen“, erzählt Sascha. Alec ergänzt:
„Also es ist schon sehr intensiv.“
Der Aufwand hat sich gelohnt. Viele Künstler schafften durch die Show den Durchbruch. Alec erinnert sich: „Es sind unfassbare Karrieren entstanden. Das war echt ein Sprungbrett.“ Bis heute treffen sie ehemalige Teilnehmer immer mal wieder. „Die Jungs von Fastboy zum Beispiel“, erzählt Alec.

Das Berliner Electronic-Dance-Pop-Duo schrieb mehrere Hits und arbeitet heute mit Künstlern wie Robin Schulz, MEDUZA und Nico Santos zusammen. Und wenn The BossHoss alten Talenten plötzlich backstage begegnet? Dann wird erst mal überlegt: „Ach warte, wie heißt du nochmal?“, lacht Sascha.
Das BossHoss-Duo war insgesamt sechsmal als Coaches im „The Voice“-Kosmos zu sehen: drei Staffeln bei „The Voice of Germany“ von 2011 bis 2013, dazu zwei Staffeln bei „The Voice Senior“ und dann zuletzt 2019 bei „The Voice Kids“. Damit gehören sie zu den prägenden Gesichtern der Show, die schon mehrmals wieder zurückkehren konnten.
BossHoss-Comeback bei „The Voice“?
Sascha bleibt vorsichtig optimistisch: „Laut den Verantwortlichen gehören wir nach wie vor zur Coach-Familie.“ Klar ist aber auch:
„In erster Linie muss die Anfrage wieder kommen von The Voice.“ Heißt: Ohne Anruf kein Comeback. Ein fester Platz ist also nie garantiert und die Entscheidung liegt nicht bei den Musikern selbst.


