Es ist Samstag – und damit der letzte Tag vor den Ostertagen, an dem noch einmal nach Herzenslust eingekauft werden kann. Viele laufen jetzt auch in die Supermärkte, um sich mit Ostersüßigkeiten einzudecken, die letzten Schokohasen zu besorgen und Kleinkram zum Befüllen der Osternester einzukaufen. Doch vielen bleibt beim Blick auf die Preisschilder in diesem Jahr das Eierlikör-Ei im Halse stecken: Für die Süßwaren werden teils freche Preise aufgerufen. Haben die sie eigentlich noch alle?
Süßwaren zu Ostern stapeln sich noch in den Regalen
Ich bin schon vor Wochen in die Supermärkte gelaufen, denn in den vergangenen Jahren gab es kurz vor dem Fest nur noch wenig zu holen. Die Regale waren teilweise geplündert, die Auswahl nicht mehr so schön. Doch in diesem Jahr hätte ich mir den frühen Einkauf sparen können, denn auch in den vergangenen Tagen stapelten sich Süßigkeiten noch in den Aufstellern der Supermärkte.
Die Regale quellen förmlich über. Und das ist auch kein Wunder: Die Preise für Osterhasen und Eier aus Schokolade sorgen dafür, dass mir auch ohne zu viel Schokolade im Bauch einfach übel wird.
Ich gebe zu, dass ich die Schokolade einer bekannten Schweizer Marke sehr gern esse – und auch wenn sie immer teuer ist, gönne ich sie mir und meinen Lieben gern zu Weihnachten oder zu Ostern. Doch in diesem Jahr erschrak ich beim Blick in die Regale: Für winzige Tütchen mit Mini-Figuren aus Schokolade werden Preise fällig, die ich so gar nicht mehr mit dem Produkt in Verbindung bringen kann.
Beispiel gefällig? Ich liebe Blätterkrokant-Eier mit Schokolade. Eine kleine Tüte mit fünf Stück kostet aktuell 4,99 Euro. Bei einem Kilopreis von knapp 60 Euro ist das so teuer wie Rinderfilet. Pro Blätterkrokant-Ei soll ich also einen Euro zahlen. Wohlbemerkt: Wir reden hier nicht vo einem 50-Gramm-Riegel, sondern von einem 17 Gramm schweren Ei! Und auch bei den anderen Süßigkeiten ist es nicht besser. Schon der kleinste Schokohase mit läppischen 50 Gramm verschlingt 3,29 Euro.

Der Hammer sind auch die kleinen, gefüllten Eier in einer achteckigen Schachtel, die ich in der Vergangenheit zu gern gekauft habe. Zehn Euro soll sie kosten. Wie viele Eier darin sind, kann ich Ihnen leider nicht sagen, denn ich habe die Finger davon gelassen. Da steht man kopfschüttelnd vor den Regalen. Und wünscht sich, dass es bei anderen Herstellern anders wäre. Nein, leider nicht: Die Preise sind überall hoch, der Trend zieht sich durch die meisten Regale.
Preise für Schokolade hinterlassen bitteren Beigeschmack
In den vergangenen Wochen wurde schon viel über die Schokoladenpreise berichtet – doch ich will die Begründungen eigentlich gar nicht mehr hören. Vom Schweizer Schokoladenhersteller hieß es etwa in Statements, dass man vorausschauen einkaufe, auch beim Kakao. Sinkende Rohstoffpreise machen sich deshalb erst später bemerkbar. Frühestens 2027 erst würde sich das auf die Kalkulation des Schoko-Unternehmens auswirken.
Im kommenden Jahr dürfen wir uns also über sinkende Schoko-Preise freuen? Ich bin mir sicher, dass die Verbraucher das ganz genau im Blick behalten werden. Doch dass Ostersüßigkeiten weniger kosten werden – dafür fehlt mir ehrlich gesagt etwas die Vorstellungskraft.

In den vergangenen Tagen machte ich dann aber eine spannende Beobachtung: In vielen Supermärkten purzelten plötzlich die Preise. Erst ging es um 25 Prozent runter, dann teilweise um 50 Prozent. Ist man sich etwa bewusst geworden, dass man die Schokolade zu den Preisen nicht loswird? Auch auf Facebook sehe ich, dass für die Rabattaktion geworben wird – und entnehme den Kommentaren, dass einige die Süßwaren trotz Rabatten boykottieren wollen.
Kunden schimpfen über hohe PReise für Schokolade
Und auch beim Kurznachrichtendienst X war die teure Schokolade schon Thema. „Hier im Supermarkt liegt der Goldhase wie Blei in den Regalen“, schrieb eine Nutzerin. Ein anderer: „Mini Hasen in die Hand genommen. 4.99 Euro, Kilopreis angeschaut. Mit dem Kopf geschüttelt, müde gelächelt und zurückgestellt.“
Ein Nutzer formuliert es drastisch: „Die können ihren überteuerten Scheiß selbst fressen. Das Limit ist deutlich überschritten. Ich könnte mir das Zeug leisten, aber ich WILL zu dem Preis einfach nicht.“ Und in einem Kommentar heißt es: „Ich boykottiere schon länger Lindt, Milka und Co. Was da abgeht ist jenseits von Gut und Böse.“ Doch nicht jeder versteht die Wut. „Niemand hat ein Recht auf Schokolade und niemand ist gezwungen, einen Schokohasen zu kaufen“, schreibt ein Nutzer.


