Ein gewaltiger Wintersturm hat große Teile der USA fest im Griff. Von New Mexico bis nach North Carolina kämpfen Millionen Menschen gegen Schnee, Eisregen und klirrende Kälte. Besonders dramatisch ist die Lage im Zentrum und Osten des Landes. Behörden sprechen bereits von einem historischen Ereignis.
Schnee und Eis rollen durch das Herz der USA
Der Sturm wälzte sich über den Südwesten in Richtung Osten und erreichte am Wochenende die dicht besiedelten Mittelatlantik-Staaten. In Kansas, Oklahoma und Missouri türmte sich der Schnee mancherorts bereits bis zu 20 Zentimeter hoch. Der Nationale Wetterdienst warnt, dass die gefährliche Mischung aus Schnee und Eis noch Tage anhalten könnte.
Besonders angespannt ist die Lage im Süden. Dort sorgt Eisregen für massive Probleme. Bäume knicken um, Stromleitungen brechen. Nach aktuellen Daten von poweroutage.us sind bereits rund 250.000 Haushalte ohne Strom. Allein in Mississippi, Louisiana und Texas sitzen zehntausende Familien im Kalten und Dunkeln.

In Louisiana wurde nach Messungen des Nationalen Wetterdienstes laut CNN stellenweise fast zwei Zentimeter Eis registriert. Experten warnen, dass diese Eislast ausreicht, um selbst dicke Strommasten zu zerstören.
Angst vor Blackouts wächst in Texas
Besonders in Texas ist die Sorge groß. Vor fünf Jahren hatte ein ähnlicher Wintereinbruch das Stromnetz kollabieren lassen. Millionen Menschen waren tagelang ohne Strom, hunderte starben. Gouverneur Greg Abbott versicherte nun, man sei besser vorbereitet. Zehntausende Einsatzkräfte der Energieversorger stehen bereit, um größere Blackouts zu verhindern.

Auch der Nordosten steht vor einem Ausnahmezustand. In New York gilt seit Sonntagmorgen eine Warnung vor extremem Schneefall. Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee sind möglich. Schneepflüge stehen in Dauereinsatz, Behörden raten dringend davon ab, ohne Not mit dem Auto unterwegs zu sein. Die Kälte soll laut Prognosen die gesamte kommende Woche anhalten.
Tausende Flüge gestrichen
Der Sturm legt auch den Flugverkehr lahm. Tausende Flüge wurden gestrichen, darunter auch zahlreiche Verbindungen über den Atlantik. Selbst große Airlines wie Lufthansa mussten Flüge an die US-Ostküste absagen. Passagiere wurden aufgefordert, ihre Reisepläne zu überprüfen.

In vielen Städten öffnen Notunterkünfte und Wärmestuben für Obdachlose. Gleichzeitig kommt es zu Hamsterkäufen. Vor Supermärkten bilden sich lange Schlangen, Regale mit Fleisch, Wasser und Konserven sind teils leer.


