Der Schock sitzt immer noch tief. Einen Tag nach dem brutalen Überfall in seiner Stuttgarter Villa zeigt sich Ex-Schumacher-Manager Willi Weber (83) schwer gezeichnet. Ein blau geschlagenes Auge, rote Hämatome auf der Stirn – Spuren einer Nacht, die ihn an seine Grenzen brachte.
Zwischen 19 und 20.50 Uhr drangen insgesamt drei maskierte Täter in das Anwesen im Stuttgarter Nobelviertel ein. Nach BILD-Informationen nutzten sie einen kurzen Moment, in dem eine Tür nur wenige Sekunden offen stand. Mit Sturmhauben und Waffen bedrohten sie Weber, seine Ehefrau und auch eine Haushälterin, fesselten alle drei an Stühle. Vor allem für Weber begann ein stundenlanger Horror.
Faustschläge für den Tresor-Code
Weber schildert, wie die Männer ihn unter Druck setzten, um an den Code für seine Tresore zu gelangen. Als er den Code zunächst nicht preisgab, hagelte es Faustschläge ins Gesicht. „Die waren zu dritt, ich war gerade beim Abendessen. Den Tresor-Code wollte ich nicht sagen – dann haben sie zugeschlagen“, sagte er gegenüber der BILD. Seine Tochter ist derzeit bei ihm und unterstützt ihn.

Mit dem dann doch erpressten Tresor-Code erbeuteten die Räuber Bargeld, Schmuck und Uhren im Wert von mehreren Hunderttausend Euro und flüchteten anschließend.
Weber befreit sich selbst
Nach mehr als zwei Stunden gelang es Weber, sich selbst von seinen Fesseln zu befreien und die Polizei zu alarmieren. Rettungskräfte versorgten ihn vor Ort, ein Klinikaufenthalt war nicht nötig. Inzwischen wird der 83-Jährige von Leibwächtern geschützt. Die beiden Frauen erlitten durch die Fesselung leichte Quetschungen.




