Unglück mit Wingsuit

Drama in den Alpen: Brandenburger stürzt in den Tod

47-jähriger Wingsuit-Pilot aus Kremmen stürzte kurz nach dem Start im Schweizer Kanton St. Gallen ab.

Author - Stefan Doerr
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Aufnahme eines Wingsuit-Piloten in der Schweiz von 2016
Aufnahme eines Wingsuit-Piloten in der Schweiz von 2016Connect Images/Imago

Ein Extremsport-Abenteuer, das tödlich endet: Ein 47-jähriger Mann aus Kremmen in Brandenburg ist beim Wingsuit-Flug in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen.

Erfahrener Wingsuit-Pilot sprang als Erster

Der erfahrene Flieger war am Freitag zusammen mit einem 37-jährigen Deutschen im Gebiet Vättis oberhalb von Bad Ragaz gegen 17 Uhr  gestartet auf rund 2080 Metern Höhe.

Oberhalb des Ortes Bad Ragaz im Kanton St. Gallen waren die deutschen Extremsportler unterwegs.
Oberhalb des Ortes Bad Ragaz im Kanton St. Gallen waren die deutschen Extremsportler unterwegs.Steinsiek.ch/Imago

Flugrettung konnte Brandenburger nicht mehr retten

Er sprang zuerst. Doch nur wenige Sekunden nach dem Start kam es zur Tragödie. Der Mann stürzte ab, wie die Polizei im Kanton St. Gallen berichtet. Die Flugrettung rückte sofort an, konnte aber nur noch den Tod des Brandenburger Extremsportlers feststellen und den Leichnam bergen. Warum der Brandenburger Extremsportler abstürzte, ist völlig unklar. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

Wingsuits sind fledermausartige Anzüge mit Stoffbahnen zwischen Armen, Beinen und Rumpf. Sie sollen Sportlern das Gefühl des freien Fliegens ermöglichen. Doch der Sport gilt als extrem riskant. Und der aktuelle Fall ist nicht der einzige: Erst am Donnerstag war ein 29-jähriger Mann in der Schweiz bei einem Wingsuit-Flugversuch tödlich verunglückt.

Er war zusammen mit einem zweiten Wingsuit-Pilot im Gebiet La Suche aus rund 1540 Metern Höhe abgesprungen. Die beiden flogen gemeinsam in Richtung Les Evouettes, wo die Landung vorgesehen war. Doch nur einer der beiden Sportler landete dort wie geplant, der Begleiter blieb verschwunden.

Daraufhin wurde eine Suchaktion gestartet. Schließlich wurde der Leichnam des abgestürzten Schweizers in der Nähe des Kraftwerks Chavalon aufgefunden. Auch in diesem Fall ist die Unglücksursache unklar.

Würden auch Sie mit einem Extremsport Ihr Leben riskieren? Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com