Blutentnahmeröhrchen mit der Aufschrift Covid-19 und einer Spritze (Symbolfoto). Foto:  imago images
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Der Berliner Senat betreibt unter (030)-9028-2828 zwischen 8 und 20 Uhr eine Hotline für Bürger, die den Verdacht haben, sie könnten infiziert sein. Alternativ können Sie auch die Nummer des Patientenservice anrufen 116117. Bei beiden Nummern ist mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Schutz gegen Corona- und andere Viren

Hände waschen: Eine wichtige Maßnahme, um Virusinfektionen zu vermeiden, ist es, die Hände regelmäßig und gründlich mit Seife zu waschen. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden. In öffentlichen Toiletten ist es ratsam, den Wasserhahn mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen zu schließen.

Hygiene: Mit ungewaschenen Händen sollte man sich nicht an Mund, Augen oder Nase fassen. Wer krank ist, sollte Abstand zu anderen halten, sich zu Hause auskurieren und enge Körperkontakte zu seinen Mitmenschen vermeiden. Geschlossene Räume sollten mehrmals täglich für einige Minuten gelüftet werden.

Husten und Niesen: Dabei wird geraten, Abstand von anderen zu halten und sich wegzudrehen. Am besten ist es, ein Taschentuch zu benutzen oder sich die Armbeuge vor Mund und Nase halten.

+++ 26. Februar +++

Corona in Berlin: Inzidenz steigt weiter, fast 500 Neuinfektionen

In Berlin sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden 497 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Im gleichen Zeitraum kamen neun weitere Todesfälle hinzu. Insgesamt sind 2814 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung hervorgeht, der am Freitag veröffentlicht wurde. 120.638 Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus angesteckt haben, gelten als genesen – 374 mehr als am Vortag. 5491 Berliner sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Die meisten Neuinfektionen wurden im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf registriert (+79), gefolgt von Steglitz-Zehlendorf (+56) und Mitte (+51).

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 63,8. Am Donnerstag lag der Wert noch bei 61,6. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin steigt also weiter. Die Corona-Ampel steht weiter auf Rot, erst bei einem Wert von 30 springt sie auf Gelb zurück.

Die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung steht weiter auf Gelb. Der Wert sinkt aber und liegt momentan bei 18,1 Prozent Auslastung. Erst bei einem Wert unter 15 Prozent springt die Ampel zurück auf Grün. Derzeit liegen 217 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon müssen 158 beatmet werden. Insgesamt werden aktuell 794 Menschen in Berlin wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt.

Die Ampel für die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, steht weiter auf Grün. Der Wert liegt bei 0,92. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen mit dem Coronavirus anstecken.

278.242 Impfungen wurden in Berlin schon durchgeführt. 4,46 Prozent der Berliner sind damit erstgeimpft. 2,92 Prozent haben die Zweitimpfung gegen Corona erhalten.

Ohne Priorisierung: Söder erwägt freie Verimpfung des Astrazeneca-Vakzins

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betrachtet die Debatte über die Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffs mit Sorge. Angesichts der Vorbehalte gegen das Vakzin in Teilen der Bevölkerung sieht der CSU-Chef politischen Handlungsbedarf. Falls weiter zahlreiche Impfdosen liegen blieben, müsse man „die Priorisierung völlig neu überlegen, gerade für diesen Impfstoff Astrazeneca“, wird Söder vom Bayerischen Rundfunk (BR24) zitiert. Dies könne, so der Bericht weiter, auf eine ganz neue Verteilung des Astrazeneca-Vakzins hinauslaufen.

Nach Ansicht Söders müsse die Politik nicht nur überlegen, wie mehr Impfstoff beschafft werden könne. Es müsse ebenso geklärt werden, „wie wir es auch schaffen, Impfstoff, der da ist, überhaupt zu verimpfen“. Zunächst sei es eine richtige Entscheidung gewesen, für Lehrer und Erzieher eine höhere Impfpriorität einzuführen, so Söder. Bayerns Staatsregierung wolle zudem mit Astrazeneca-Impfstoff Corona-Hotspots unterstützen, „um da mehr zu impfen“. Wenn das Interesse an Astrazeneca aber weiter verhalten bleibe, könnten Impfdosen womöglich sogar Arztpraxen zur Verfügung gestellt werden, um eine „schnelle Verimpfung“ zu gewährleisten.

Jede Impfung schaffe, unabhängig vom Alter des Geimpften, ein Stück mehr Freiheit, sagte Söder dem BR24-Bericht zufolge. Überlegungen zu einer zeitnahen Änderung der Impfreihenfolge hatte der Ministerpräsident bereits in einem Online-Gespräch der Bild-Zeitung mit Kindern angestellt. „Es ist ja echt absurd, dass wir Impfstoff haben, den keiner will“, sagte er. „Das ist ziemlich ätzend, diese Geschichte mit Astrazeneca. Dieser Eindruck, dass der nicht wirksam sei, und dann liegt er rum.“

Auch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte Söder: „Sinnvoll wäre es dann, Astrazeneca gleich über die Ärzteschaft zu verimpfen. Denn wir sollten so rasch wie möglich alles verimpfen, was geht.“ Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden bis Dienstag lediglich 239.000 Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca verabreicht. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium wurden aber bereits mehr als 1,4 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert.

+++ 21. Februar +++

Neue RKI-Zahlen: Inzidenzwerte steigen erneut an

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7676 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 145 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus innerhalb 24 Stunden registriert, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI innerhalb eines Tages 6114 Neuinfektionen und 218 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahlen sind also gesunken. Kritisch aber: Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 60,2 - und damit höher als am Vortag (57,8). Der bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI 2 386 559 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67 841.

+++ 20. Februar +++

Brandenburg ändert kurzfristig Impfreihenfolge

Während andere Bundesländer noch diskutieren, wagt Brandenburg den Alleingang und zieht bestimmte Berufsgruppen beim Impfen gegen das Coronavirus vor. In Brandenburg können sich bis kommenden Freitag auch Feuerwehrleute, Polizisten und Mitarbeiter von Ordnungsämtern mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen lassen. Eigentlich sind momentan noch die über 80-Jährigen und medizinisches Personal an der Reihe. Doch weil der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca übrig ist, kommen sie jetzt früher dran – bis zum 26. Februar.

Dies geht aus einem Bericht des RBB hervor. Der RBB bezieht sich auf ein Schreiben von Gesundheits-Staatsekretär Michael Ranft an Landräte und Oberbürgermeister. Demnach richte sich das Angebot an „Personen, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in sozialen kommunalen Einrichtungen tätig sind.“

Ranft freue sich, dass er nunmehr einem Teil der Angestellten kurzfristig ein zunächst bis zum 26. Februar befristetes Impfangebot unterbreiten könne, heißt es in dem Brief. In Brandenburg sind laut RBB bereits rund 500 Polizisten mit dem Astranzeneca-Vakzin geimpft worden. Der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, teilte mit, dass unter zehn Prozent der Geimpften Nebenwirkungen wie leichte Übelkeit, Fieber oder Schüttelfrost verspürt hätten.

+++ 17. Februar +++

Lagebericht: Mehr Corona-Fälle, Inzidenz steigt in Berlin wieder an, mehr Tote

Es läuft in die falsche Richtung: Angepeilt ist eine Inzidenz unterhalb der Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Genau dieser Wert ist in Berlin gerade wieder leicht angestiegen und liegt nun bei 53,7. Die entsprechende Warnampel leuchtet weiter rot. Leicht gesunken sind der R-Wert mit 0,66 (grün) und die Belegung der Intensivbetten mit Covid-Patienten mit 20,5 (gelb). Leicht angestiegen sind die Neuinfektionen mit 475 Fällen. 32 Menschen starben nach einer Corona-Infektion, sieben mehr als am Vortag. Mindestens eine Covid-Impfung haben nunmehr 3,71 Prozent aller Berliner erhalten. (BK)

Cannabis mit sieben Personen in Wohnung geraucht: Polizei hebt Corona-Party aus

Durch Lärm in der Nacht zu Donnerstag sind Polizisten auf eine Zusammenkunft von sieben Personen in einer Wohnung in Perleberg (Prignitz) aufmerksam geworden. Die Frauen und Männer im Alter von 16 bis 32 Jahre hatten sich in der Wohnung eines 25-Jährigen getroffen, teilte die Polizeidirektion Nord mit. Sie stammten alle aus verschiedenen Haushalten. Die Beamten nahmen zudem Cannabisgeruch wahr und entdeckten in der Wohnung mehrere Behältnisse mit Betäubungsmitteln. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Das Gesundheitsamt wurde wegen Verstoßes gegen die Eindämmungsverordnung informiert. (dpa)

Mehr 500 000 Corona-Todesfälle in der EU, Deutschland viertmeiste Corona-Fälle

Mehr als eine halbe Million Menschen in der Europäischen Union sind mittlerweile in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Wie aus den am Donnerstag aktualisierten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorging, sind bislang rund 515 500 Menschen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) im Zusammenhang mit einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 verstorben. Zieht man die drei EWR-Länder Norwegen, Island und Liechtenstein davon ab, kommt man für die EU auf knapp 514 850 Todesfälle. Eine Woche zuvor hatte die EU-Zahl bei rund 495 000 gelegen.

Aus den 27 EU-Staaten sind den Angaben zufolge insgesamt bislang rund 21 Millionen Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet worden. Das ist ein Anstieg im Vergleich zur Vorwoche um etwa 635 000 Neuinfektionen. Deutschland als bevölkerungsreichster EU-Staat hat bislang weiterhin die viertmeisten Corona-Fälle nach Frankreich, Spanien und Italien verzeichnet. Bei den gemeldeten Todesfällen liegt die Bundesrepublik knapp hinter Spanien ebenfalls auf Rang vier. (dpa)

Erneut Impfschwindel im Pflegeheim - 20 Angehörige geimpft

In der Oberpfalz haben nach Angaben des Landratsamtes Schwandorf in einem Pflegeheim mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten. Wie der Sprecher der Kreisbehörde, Hans Prechtl, am Donnerstag berichtete, habe das Heim die Impf-Kandidaten als Mitarbeiter ausgegeben, damit die Betroffenen eine Dosis erhielten. Tatsächlich habe es sich nur um Angehörige von Mitarbeitern des Heims gehandelt. Zuvor hatten mehrere Medien über den Impfschwindel berichtet.

Seit einiger Zeit gibt es aus ganz Deutschland Berichte über Vordrängler bei den Impfungen. Insbesondere Kommunalpolitiker hatten sich bereits impfen lassen, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. In zwei Augsburger Pflegeheimen ließen die Heimleiter ihre Lebenspartner impfen. Auch dort sollen diese fälschlich als Mitarbeiter ausgegeben worden sein. Augsburgs Bischof Bertram Meier hatte sich erst am Mittwoch öffentlich dafür entschuldigt, dass auch er sich eine frühe Impfung gesichert hatte. (dpa)

Polizei beendet Feier mit elf Erwachsenen und sieben Kindern

Die Polizei hat in Gelsenkirchen in einer Wohnung eine Party mit elf Erwachsenen und sieben Kindern gestoppt. Um 22.05 Uhr hatten Nachbarn sich am Mittwoch über Lärm beschwert. „Schon beim Eintreffen nahmen die Beamten die laute Musik aus einer der Wohnungen wahr“, so die Polizei am Donnerstag. Insgesamt habe man dann 18 Personen angetroffen - und das mitten in der Pandemie. „Die Polizeibeamten erteilten allen nicht dort wohnhaften Gästen einen Platzverweis und schrieben Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung.“ (dpa)

Lauterbach lässt sich kommende Woche mit Astrazeneca impfen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach arbeitet Ende kommender Woche als Impfarzt in einem Leverkusener Impfzentrum und bekommt dabei den Impfstoff von Astrazeneca verabreicht. «Ich werde mich dort, wie alle Mitglieder des Impfzentrums, natürlich mit Astrazeneca impfen lassen», sagte der Mediziner und Bundestagsabgeordnete dem «Tagesspiegel» (Freitag). «Wir wollen ein klares Bekenntnis zu Astrazeneca abgeben, das ist ein sicherer und guter Impfstoff.»

Lauterbach sprach sich trotz der verbreiteten Skepsis im Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Impfstoff dagegen aus, die Impfreihenfolge zu ändern oder nicht sofort verwendete Dosen nur Freiwilligen zu spritzen. «Das würde bedeuten, dass die größten Risikogruppen, also auch Ärzte und Pfleger unter 65 Jahren, länger gefährdet sind.»

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, diesen Impfstoff nur für unter 65-Jährige einzusetzen, «hat offenkundig dem Impfstoff geschadet, viele sehen ihn unberechtigterweise als Impfstoff zweiter Klasse», kritisierte Lauterbach. (dpa)

Biontech-Impfstoff neutralisiert südafrikanische Virusvariante

Der Biontech-Impfstoff schützt einer aktuellen Untersuchung zufolge wahrscheinlich auch vor der südafrikanischen Virusvariante - allerdings ist die Zahl der dagegen gebildeten Antikörper wohl geringer. Das berichten Wissenschaftler im «The New England Journal of Medicine». Sie hatten im Labor überprüft, inwieweit sich mit dem Blutserum geimpfter Personen Viren mit verschiedenen Mutationen neutralisieren lassen. Bei der südafrikanischen Variante war die Zahl der neutralisierenden Antikörper geringer, die Neutralisierungsrate des Impfstoffs um etwa zwei Drittel reduziert.

Es sei noch unklar, welchen Effekt dies genau für die Wirkung der Impfung gegen die südafrikanische Virusvariante habe, schreiben die Wissenschaftler von der University of Texas Medical Branch. Für die Schutzwirkung eines Impfstoffes ist nicht allein die Menge der gebildeten Antikörper wichtig, das Immunsystem zeigt nach einer Impfung weitere schützende Reaktionen, etwa die Bildung von T-Zellen.

«Bisher gibt es keinerlei klinischen Daten, die darauf hinweisen, dass die südafrikanische Virusmutante nicht von dem Impfstoff-induzierten Schutz gegen Covid-19 abgedeckt wird», heißt es in einer Mitteilung von Biontech und Pfizer zu den Studienergebnissen. Man beobachte aber die Entwicklung und bereite sich darauf vor, einen angepassten Impfstoff oder einen Booster-Impfstoff zu entwickeln, sollte eine Variante auftauchen, vor der der Impfstoff nicht ausreichend schützt. (dpa)

Tausende Impftermine in Sachsen frei - wohl Probleme mit Einladungen

In Sachsen sind mehr als 2500 Impftermine in dieser Woche noch frei. Probleme bereiten die Impfungen mit dem Produkt von Astrazeneca, das für über 65-Jährige nicht geeignet ist und daher für medizinisches Personal und ambulant tätige Pfleger und Pflegerinnen vorgesehen ist, wie Kai Kranich vom Deutschen Roten-Kreuz Sachsen am Donnerstag sagte. «Wir vermuten, dass diese Zielgruppe noch nicht ausreichend darüber informiert ist, dass es für sie freie Termine gibt.» Es sei eine Herausforderung, diejenigen zu finden, die jetzt an der Reihe seien und noch kein Angebot erhalten hätten, betonte Kranich. Zuvor hatte die «Sächsische Zeitung» berichtet.

Das DRK Sachsen schließt nicht aus, dass es außerdem eine Verunsicherung wegen der geringeren Wirksamkeit des Impfstoffes von Astrazeneca gibt. Das Astrazeneca-Präparat hat eine geringere Wirksamkeit als die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna - bezogen darauf, wie viele Geimpfte in Studien im Vergleich zu Nicht-Geimpften erkranken. In 50 von 1000 Fällen in Sachsen wurde dieser Impfstoff abgelehnt, wie Kranich erklärte. (dpa)

Rückgang der Corona-Neuinfektionen stagniert

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 10.207 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 534 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 66.698.

Nach einem mit den Lockdown-Maßnahmen erreichten spürbaren Rückgang der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen stagniert die Zahl nun. Im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche gab es nur 30 Fälle weniger.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag bei 57,1 und damit minimal höher als am Mittwoch mit 57. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken. (AFP)

+++ 17. Februar +++

25 weitere Corona-Tote in Berlin, Inzidenz nähert sich der 50

Die Corona-Welle verliert in Berlin an Dramatik. Laut aktuellem Lagebericht sind innerhalb von 24 Stunden weitere 25 Personen an oder mit dem Coronavirus gestorben – insgesamt zählt die Hauptstadt 2670 Corona-Tote. 445 neue Coronafälle wurden registriert. Bereits 219.549 Corona-Impfungen wurden in Berlin bisher verabreicht. 3,65% aller Berliner haben zumindest eine Impfdosis erhalten. Mit einer Inzidenz von 53,7 steht die entsprechende Warnampel weiterhin auf Rot. Erst ab einem Wert von 30 schaltet diese auf Gelb. Grün leuchtet die Warnampel des R-Wertes. Dieser liegt mit 0,68 nun deutlich unter 1. Auch auf den Intensivstationen entspannt sich die Lage: 21,2% der Intensivbetten sind mit Covid-Patienten belegt. Die entsprechende Warnampel steht auf Gelb. (BK)

Spahn: Britische Virus-Mutation in Deutschland bei über 20 Prozent

Der Anteil der britischen Virus-Variante an den Corona-Infektionen in Deutschland ist rasant angestiegen. Er liegt inzwischen bei über 20 Prozent, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin sagte. Vor zwei Wochen habe er noch bei knapp sechs Prozent gelegen.

Damit verdoppele sich der Anteil dieser Virus-Variante etwa jede Woche, wie es auch schon in anderen Ländern zu beobachten sei.

„Wir müssen damit rechnen, dass die Variante bald auch bei uns die dominierende werden könnte“, fügte Spahn hinzu. Die britische Variante des Coronavirus gilt als deutlich ansteckender als die bisherige Form. Die befürchtete Ausbreitung ist ein wichtiger Grund dafür, dass der Lockdown trotz insgesamt rückläufiger Infektionszahlen bislang beibehalten wird.

Der Anteil der südafrikanischen Variante liege auf deutlich niedrigerem Niveau bei etwa eineinhalb Prozent, sagte Spahn weiter. Das Robert-Koch-Institut werde im Laufe des Tages einen Bericht dazu veröffentlichen. (AFP/ctu

„Alles nicht schön“ IW-Chef: Müssen Corona-Tote in gewissem Maße hinnehmen

Der Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Michael Hüther hat empfohlen, die Corona-Todesfälle in gewissem Maße hinzunehmen. Dies sagte er dem Nachrichtensender n-tv am Mittwoch. Dies sei „alles nicht schön“, doch in der Realität sei es „nun einmal so“, betonte Hüther.

Man müsse sich gesellschaftlich darauf einrichten, dass es mit Impfung und allen anderen Maßnahmen auch künftig eine Virus-Bedrohung sowie Virus-Sterblichkeit gebe, so Hüther gegenüber n-tv. Man würde auch andere Gefährdungen in der Gesellschaft hinnehmen. (ctu)

Strategie gescheitert: Schweden bereitet möglichen Lockdown vor

Die schwedische Regierung will mit einer neuen Verordnung die Möglichkeit schaffen, größere Teile des öffentlichen Lebens zu beschränken. «Es gibt weiterhin Bedarf, mehrere Maßnahmen zu ergreifen, und es kann aktuell werden, Teile der schwedischen Gesellschaft zu schließen», sagte Sozialministerin Lena Hallengren am Mittwochmorgen auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Stockholm. Insgesamt fünf Vorschläge zu verschärften Corona-Maßnahmen werden nun zur Prüfung an die Behörden geschickt. Darunter sind die Möglichkeiten, unter anderem Geschäfte, Einkaufspassagen, Restaurants und Fitnessstudios schließen zu können.

Es sei beunruhigend, dass der Rückgang der Neuinfektionszahlen abgenommen habe, sagte Hallengren. Es bestehe damit ein konkretes Risiko für eine dritte Infektionswelle. Zu den Vorschlägen zählt auch, den Zugang zu gewissen Plätzen zu beschränken. Freizeit- und Tierparks sollen ebenso wie Museen und Kunsthallen unter die Verordnung fallen, mit der die Anzahl der Besucher begrenzt wird. (dpa)

WHO: Weltweit immer weniger gemeldete Corona-Infektionen und Todesfälle

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen geht weltweit weiter zurück. In der vergangenen Woche (bis 14. Februar) waren es noch 2,7 Millionen Neuinfektionen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf berichtete. Das war ein Rückgang um 16 Prozent zur Vorwoche. Anfang Januar wurden der WHO noch mehr als fünf Millionen neue Infektionen pro Woche gemeldet.

Die WHO geht davon aus, dass die Entwicklung auf die strikten Maßnahmen in vielen Ländern zurückzuführen ist, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vergangene Woche sagte. Er verband dies mit einer Warnung: «Jetzt ist für kein Land der richtige Zeitpunkt, um Maßnahmen zu lockern, ebenso nicht für einzelne Menschen, in ihrer Wachsamkeit nachzulassen», sagte er vergangenen Freitag.

Auch die Zahl der gemeldeten Todesfälle geht weiter zurück: Vergangene Woche waren es weltweit noch 81 000, zehn Prozent weniger als in der Woche davor. Mitte Januar waren der WHO noch fast 100 000 neue Todesfälle pro Woche gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 wurden der WHO bis zum 16. Februar dieses Jahres 108,8 Millionen Sars-CoV-2-Infektionen und 2,4 Millionen Todesfälle gemeldet. Vielfach wird eine hohe Dunkelziffer nicht erfasster Fälle angenommen. (dpa)

Mehr als 7500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 7500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 7556 Ansteckungsfälle registriert. Im Vergleich zum Mittwoch vor einer Woche waren dies zwar 516 Neuinfektionen weniger. Allerdings gab es vor einer Woche rund 600 Nachmeldungen, so dass es im Wochenvergleich tatsächlich einen leichten Anstieg gab.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.350.399. Nach Angaben des RKI wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 560 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 66.164. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 2,15 Millionen.

+++ 16. Februar +++

EMA: Johnson & Johnson beantragt Zulassung für Corona-Impfstoff

Nun hat auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die europäische Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Dies teilte die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Behörde will das Vakzin bis Mitte März begutachten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Schritt des Herstellers. Die EU-Kommission werde eine Zulassung gewähren, sobald die EMA eine positive wissenschaftliche Bewertung abgegeben habe, erklärte von der Leyen.

Es wäre dann der vierte Corona-Impfstoff mit einer bedingten Marktzulassung für die Europäische Union. Genutzt werden können derzeit bereits die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Doch ist der Impfstoff noch überall in der EU knapp. Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Die Besonderheit: Voraussichtlich reicht eine Dosis zur Immunisierung. Alle übrigen derzeit genutzten Vakzine müssen zweimal gespritzt werden.

Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben. Voraussetzung sei, dass die Daten der Firma zur Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität des Impfstoffs umfassend und robust seien. Eine so kurze Prüfung sei nur möglich, weil die EMA bereits einige Daten im sogenannten Rolling-Review-Verfahren vorab begutachtet habe. (dpa)

Bis zu 40 Menschen bei Corona-Spaziergang in Leipzig ohne Masken

Eine Gruppe von bis zu 40 Menschen hat sich am Montagabend in Leipzig zu einem sogenannten Spaziergang gegen die Corona-Maßnahmen versammelt. Die Teilnehmer hatte zum großen Teil keinen Mund-Nasen-Schutz getragen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Beim Eintreffen der Beamten zerstreute sich die Gruppe in verschiedene Richtungen. Sechs Personen konnten festgestellt werden und gegen diese wurden Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gestellt. (dpa)

Spahn: Ab 1. März kostenlose Corona-Schnelltests, bald 1-Euro-Selbsttests für alle

Der Einsatz von Corona-Schnelltests soll ab 1. März weiter ausgedehnt werden. Mittlerweile seien deutlich mehr Tests am Markt verfügbar, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). «Daher sollen alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können.» Demnach sollen Kommunen vor Ort Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen können, die Kosten dafür soll der Bund übernehmen.

Die Pläne sollen zudem den Weg für den Einsatz von Laien-Selbsttests ebnen, die derzeit für eine demnächst erwartete Zulassung geprüft werden. Im Gespräch ist, sie gegen einen «geringen Eigenanteil» von einem Euro abzugeben. «Diese Tests können zu einem sicheren Alltag beitragen, gerade auch in Schulen und Kitas», sagte Spahn. Sie würden «schnellstmöglich geprüft und zugelassen». (dpa)

Schwedische Region nach Impfstopp: Keine Anzeichen für Probleme trotz Fieber

Nach dem vorübergehenden Stopp der Verabreichung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca an Krankenhausmitarbeiter im schwedischen Sörmland sieht die zuständige Region keinen Grund zur Sorge. Man habe Gespräche mit der nationalen Arzneimittelbehörde und dem Hersteller geführt und es gebe nichts, was darauf hindeute, dass etwas mit dem gelieferten Impfmittel nicht stimme, teilte die Region Sörmland auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Impfungen werden demnach im Laufe der Woche wieder aufgenommen.

Die Region südwestlich von Stockholm hatte die Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin Ende vergangener Woche vorübergehend ausgesetzt, weil mehr Geimpfte als erwartet im Anschluss angegeben hatten, Fieber zu haben. Der Schritt wurde nach Angaben der Region ergriffen, um die Häufung zu prüfen. Die Impfungen mit den Mitteln von Biontech/Pfizer und Moderna waren von dem Stopp nicht betroffen. Generell ist Fieber eine gewöhnliche Nebenwirkung von Impfungen.

Am Donnerstag waren rund 400 Impfdosen an Mitarbeiter zweier Krankenhäuser in Nyköping und Katrineholm verabreicht worden. Am Folgetag hatten etwa 100 Personen angegeben, Nebenwirkungen zu haben, wie der Sender SVT berichtet hatte. (dpa)

Wieder mehr Fälle: 3856 Corona-Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3856 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 528 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI von 00.00 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3379 Neuinfektionen und 481 neue Todesfälle verzeichnet, wobei rund 600 Infektionsfälle aus Nordrhein-Westfalen fehlten, die erst am Tag darauf in die Statistik einflossen. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 59 und damit ähnlich hoch wie am Montagmorgen. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen. (dpa)

Bericht: Spahn will Einreisebeschränkungen aus Mutationsgebieten verlängern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will laut einem Bericht des "Spiegel" die geltenden Beschränkungen für Einreisen aus Coronavirus-Mutationsgebieten zunächst bis Anfang März verlängern. Demnach verschickte Spahn am Montagabend eine entsprechende Kabinettsvorlage an die übrigen Regierungsmitglieder. Darin schreibe Spahn, die Beschränkungen seien für weitere 14 Tage erforderlich.

Die strengen Regeln betreffen seit dem Wochenende Deutschlands Nachbarregionen Tschechien und das österreichische Bundesland Tirol. Zuvor waren sie bereits für Großbritannien, Südafrika und Brasilien eingeführt worden, wo jeweils unterschiedliche Mutationen zuerst entdeckt worden waren. Ebenfalls betroffen sind unter anderem Portugal und Irland. (AFP)

+++ 15. Februar +++

Corona: Mehr als 4400 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind binnen eines Tages 4426 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt worden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.338.987.

Nach Angaben des RKI wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 116 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 65.076. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 2,128 Millionen.

Die montags und sonntags vom RKI veröffentlichten Corona-Zahl fallen in der Regel niedriger aus als an den anderen Wochentagen, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen am Wochenende an das RKI übermitteln und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht auf 58,9. Am Vortag hatte sie bei 57,4 gelegen. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken.

+++ 14. Februar +++

Corona in Berlin: 71 Neuinfektionen, aber vier Bezirke melden keine Zahlen

In Berlin sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden 71 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das sind 133 Neuinfektionen weniger als am Vortag, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Sonntag hervorgeht. Am Wochenende melden die Gesundheitsämter allerdings nicht ihre kompletten Daten. Vier Bezirke lieferten am Sonntag gar keine Zahlen, nämlich Lichtenberg, Neukölln, Spandau und Treptow-Köpenick.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Hauptstadt insgesamt 124.790 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Mittlerweile sind 115.319 Patienten wieder genesen – 195 mehr als am Vortag. 6862 Berliner sind aktuell mit Corona infiziert.

6114 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 6114 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mit. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.334.561. 

Nach Angaben des RKI wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 218 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 64.960. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 2,119 Millionen.

Am Wochenende fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI melden und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter zurück und lag bei 57,4. Am Vortag hatte sie bei 60,1 gelegen. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken.

+++ 13. Februar +++

Corona in Deutschland: 8354 Neuinfektionen und 551 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8354 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 551 neue Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Sonnabend hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Am Sonnabend vergangener Woche waren das RKI binnen eines Tages 10.485 Neuinfektionen und 689 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 60,1. Vor vier Wochen, am 16. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 139 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

+++ 12. Februar +++

Corona in Berlin: 24 weitere Tote, 384 Neuinfektionen

In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 384 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Freitag hervor. Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Hauptstadt 124.515 Menschen mit dem Virus angesteckt, von denen allerdings mittlerweile 114.823 genesen sind – 672 Menschen mehr als am Vortag.

Die meisten Neuinfektionen wurden im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf registriert (+64), gefolgt von Mitte (+46) und Lichtenberg (+45).

Berlin verzeichnete am Freitag 24 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 2597 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. 7095 Berliner sind aktuell mit Corona infiziert.

Corona in Berlin: Sieben-Tage-Inzidenz bei 61,3

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 61,3 und ist damit im Vergleich zum Vortag etwas gesunken. Am Donnerstag betrug der Wert noch 62,9. Die Corona-Ampel steht weiter auf Rot. Erst bei einem Wert von 30 springt die Ampel auf Gelb zurück.

Die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung steht weiter auf Gelb. Der Wert liegt momentan bei 24,1 Prozent, knapp unter dem Warnwert von 25. Derzeit liegen 298 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon werden 215 beatmet. Insgesamt befinden sich 998 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus.

Die Ampel für die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, steht weiter auf Grün. Der Wert liegt bei 0,77. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 77 weitere Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Bei 1,1 würde die Ampel auf Gelb springen.

Berlin: Gericht kippt Verbot von planbaren Operationen in Kliniken

Die Krankenhäuser der Hauptstadt dürfen nach dem Erfolg zweier Eilanträge vor dem Verwaltungsgericht künftig auch wieder medizinisch nicht dringliche Behandlungen vornehmen. Das Behandlungsverbot in der Infektionsschutzverordnung der Landesregierung werde sich im Hauptsacheverfahren mit großer Wahrscheinlichkeit als rechtswidrig erweisen, erklärte das Verwaltungsgericht zur Urteilsbegründung am Freitag. Die Berliner Infektionsschutzverordnung schreibt vor, dass nur noch medizinisch dringliche planbare Operationen und Eingriffe vorgenommen werden dürfen.

Laut der Entscheidung des Verwaltungsgerichts hat die Berliner Landesregierung allerdings keine „ausreichende Ermächtigungsgrundlage“ für eine solche Verordnung. Zwar dürften Landesregierungen Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie erlassen. Der Versuch, mit dem Behandlungsverbot ausreichend Kapazitäten für eventuelle Corona-Patienten freizuhalten, sei aber durch die Gesetzgebung auf Bundesebene nicht gedeckt, befand das Gericht.

Aufnahmestopp wegen Corona im Vivantes-Klinikum Spandau

Nach einer Häufung von Nachweisen einer besonders ansteckenden Corona-Variante gilt am Vivantes-Klinikum Spandau ein Aufnahmestopp. Bis 25. Februar würden keine stationären Patienten mehr aufgenommen, teilte der landeseigene Klinikkonzern auf seiner Website mit. Eine Ausnahme gilt für psychiatrische Patienten. Die Rettungsstelle bleibe nur für die Erstversorgung von Schlaganfallpatienten geöffnet.55 Infektionen mit der zunächst in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 sind nach Vivantes-Angaben bisher in dem Haus mit seinen rund 600 Betten nachgewiesen. Unter den Betroffenen seien 17 Mitarbeiter. Die Nachweise kämen aus verschiedenen Fachbereichen. Bisher geht die Klinik davon aus, dass die Mutante von einem Patienten eingeschleppt wurde, der sich zuvor im Ausland aufgehalten hatte.

Im Unterschied zu einem kürzlich festgestellten Varianten-Ausbruch am Vivantes Humboldt-Klinikum in Reinickendorf wurde das Spandauer Krankenhaus nicht unter Quarantäne gestellt, wie Vivantes erklärte. Dabei hatten Mitarbeiter nur noch zwischen ihrem Zuhause und der Klinik pendeln dürfen. Mitarbeiter der Spandauer Klinik würden nun täglich per Schnelltest getestet, hieß es. „Zudem erhalten sowohl Mitarbeitende wie Patientinnen und Patienten zweimal wöchentlich einen PCR-Test.“

Nach den ansteckenderen Corona-Varianten wird seit einigen Wochen verstärkt gesucht, sie kursieren bereits in vielen Ländern verstärkt. Wie verbreitet Mutanten in Deutschland sind, wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) untersucht. Das RKI geht davon aus, dass der Anteil der Infektionen wächst, die von Varianten ausgelöst werden.

Spahn sagt Impf-Vordränglern den Kampf an 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Sanktionen gegen Menschen prüfen, die sich bei Impfungen gegen das neue Coronavirus unrechtmäßig vordrängeln. Es gehe darum, ob Sanktionen Sinn machen könnten, sagte Spahn am Freitag in Berlin. Das sei im Bundestag im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zu prüfen. Das Infektionsschutzgesetz kenne bereits Sanktionen, angefangen bei Bußgeldern.

In mindestens neun Bundesländern sind bereits Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden, die noch gar nicht an der Reihe waren. Dabei kamen etwa Kommunalpolitiker, Geistliche sowie Feuerwehrleute und Polizisten zum Zuge, obwohl sie nicht der ersten Prioritätsgruppe angehören. Solche Fälle seien kein gutes Beispiel von Solidarität, sagte Spahn.

Biontech entwickelt Impfmanagementsystem

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech entwickelt einem Bericht zufolge eine Software für das bundesweite Impfmanagement, um die Impfungen besser zu organisieren. Die Software werde zunächst als Pilotprojekt gemeinsam mit dem Land Bayern erprobt und sei bereits weitgehend fertig, berichtete der Spiegel laut Vorabmeldung vom Freitag. Demnach will das Unternehmen die Software schnellstens einsatzbereit haben.

Das System soll nicht nur die Biontech-Lieferungen umfassen, sondern alle zugelassenen Vakzine. Es soll steuern, wie viele Dosen in welches Impfzentrum geliefert werden, wann und wo Nachlieferungen erforderlich sind und wie trotz knapper Dosen möglichst viele Menschen geimpft werden können.

Auch die in den Impfzentren benötigte Zahl von Mitarbeitern ließe sich berechnen. Diese Planungssicherheit könne unter anderem verhindern, dass Impftermine ausfallen und kurzfristig hunderttausende Impfdosen zusätzlich verfügbar machen, weil die Dosen für die zweite Impfung nicht mehr zurückgehalten werden müssten.

Deutlich weniger Coronafälle: 9800 Neuinfektionen, 556 Todesfälle in Deutschland

In Deutschland sind binnen eines Tages etwas mehr als 9800 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden, dies sind rund 3000 weniger als am Freitag der Vorwoche gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 9860 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.320.093.

Nach Angaben des RKI wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 556 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen gezählt, rund 300 weniger als am Freitag der Vorwoche. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 64.191. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 2,101 Millionen.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter zurück und lag bei 62,2. Am Vortag hatte sie bei 64,2 gelegen. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken. (BK/AFP)

Brasilianische Corona-Variante laut Regierung dreimal ansteckender

Die im Amazonas-Gebiet nachgewiesene Coronavirus-Variante ist laut brasilianischen Regierungsangaben dreimal ansteckender als das ursprüngliche Virus. Dies sagte Gesundheitsminister Eduardo Pazuello am Donnerstag (Ortszeit) im Senat in Brasília. Die Impfstoffe würden bei dieser Variante aber auch wirksam sein. „Aber sie ist ansteckender, dreimal ansteckender.“ (dpa)

+++ 11. Februar +++

Corona-Lagebericht: 396 Neuinfektionen und 17 Tote in Berlin, Inzidenz sinkt weiter

In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 396 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Donnerstag hervor. Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Hauptstadt 124.131 Menschen mit dem Virus angesteckt, von denen allerdings mittlerweile 114.151 genesen sind – 675 Menschen mehr als am Vortag. Die meisten Neuinfektionen wurden im Bezirk Neukölln registriert (+49), gefolgt von Mitte (+44) und Pankow (+40).

Berlin verzeichnete am Donnerstag 17 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 2573 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. 7407 Berliner sind aktuell mit Corona infiziert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 62,9 und ist damit im Vergleich zum Vortag etwas gesunken. Am Mittwoch betrug der Wert noch 64,4. Die Corona-Ampel steht weiter auf Rot. Erst bei einem Wert von 30 springt die Ampel auf Gelb zurück.

Die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung steht weiter auf Gelb. Der Wert liegt momentan bei 24,7 Prozent, knapp unter dem Warnwert von 25. Derzeit liegen 304 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon werden 219 beatmet. Insgesamt befinden sich 1031 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus. Die Ampel für die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, steht weiter auf Grün. Der Wert liegt bei 0,70. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 70 weitere Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Bei 1,1 würde die Ampel auf Gelb springen. (kmi)

BER: Fehlende Maske führt direkt in den Strafvollzug

Artikel anhören Foto: dpa Bundespolizisten kontrollieren in einem ICE die Einhaltung der Hygieneregeln, insbesondere das Tragen einer Nase-Mund-Bedeckung. (Symbolbild)

Berlin - Auf dem Bahnhof Flughafen Berlin Brandenburg hat die Bundespolizei Mittwochmorgen einen mit Haftbefehl gesuchten Mann am BER festgenommen. Das teilten die Beamten am Donnerstag mit.

Gegen halb sieben kontrollierten Bundespolizisten einen 29-Jährigen in einer S-Bahn, weil er keine Mund-Nasen-Bedeckung trug. Dabei stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag; und zwar hatte das Amtsgericht Mannheim den Deutschen bereits im Oktober 2020 zu einer Geldstrafe von 2250 Euro wegen Erschleichens von Leistungen verurteilt. Da er die Summe nicht bezahlte, erließ die zuständige Staatsanwaltschaft im Januar einen Haftbefehl.

Auch während der Kontrolle am Mittwoch konnte der 29-Jährige die Geldstrafe nicht zahlen, so dass ihn sein weiterer Weg direkt in eine Zelle einer Brandenburger Justizvollzugsanstalt führte, wo er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 150 Tagen antrat. (BK)

Corona-Zahlen: RKI meldet 10.237 Neuinfektionen und 666 Todesfälle

In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 10.200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 10.237 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.310.233.

Nach Angaben des RKI wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 666 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 63.635. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 2,087 Millionen.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter zurück und lag bei 64,2. Am Vortag hatte sie bei 68,0 gelegen. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken. Experten raten sogar dazu, sie auf unter 10 zu drücken und dann ein Ampel-System einzuführen. Die Initiative Zero-Covid fordert sogar die Inzidenz in Richtung Null zu bringen und will das mit einem solidarischen Komplett-Lockdown erreichen. 

+++ 10. Februar +++

Bund und Länder wollen Impfung für Kita- und Grundschulkräfte vorziehen

Bund und Länder fassen eine frühere Impfung von Kita- und Grundschulkräften ins Auge. Das Bundesgesundheitsministerium solle prüfen, ob diese Beschäftigten künftig in der Impfpriorität zwei eingruppiert werden sollten, beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder in ihren Beratungen am Mittwoch. Damit wären Kita- und Grundschulkräfte früher mit der Impfung an der Reihe als bislang vorgesehen.

Merkel sprach sich für eine solche Priorisierung aus. Dies wäre ein "Signal, dass uns Kitas und Schulen wichtig sind", sagte sie. Sie verwies zudem darauf, "dass wir eine besondere Schutzpflicht für diese Beschäftigten haben". Sie gehe davon aus, "dass diese Berufsgruppen nicht die Chance haben, in ihrer Berufsausübung die notwendigen Abstände einzuhalten", sagte Merkel.

Um Kita- und Grundschulkräfte bei der Impfung vorzuziehen, müsste das Bundesgesundheitsministerium die Impfverordnung entsprechend ändern. Merkel sagte, es sei davon auszugehen, dass die Angehörigen der Priorisierungsgruppe zwei zumindest die erste Impfung noch vor den Sommerferien bekommen könnten. (AFP)

Corona in Berlin: 50 weitere Todesfälle, Inzidenz jetzt bei 64,4

In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 546 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Mittwoch hervor. Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Hauptstadt 123.735 Menschen mit dem Virus angesteckt, von denen mittlerweile 113.476 genesen sind – 666 Menschen mehr als am Vortag.

Die meisten Neuinfektionen wurden im Bezirk Neukölln registriert (+116), gefolgt von Mitte (+71) und Lichtenberg (+63). Berlin verzeichnete am Mittwoch 50 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 2556 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. 7 703 Berliner sind aktuell mit Corona infiziert.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 64,4 und ist damit im Vergleich zum Vortag etwas gesunken. Am Dienstag betrug der Wert noch 64,9. Die Corona-Ampel steht weiter auf Rot. Erst bei einem Wert von 30 springt die Ampel auf Gelb zurück.

Die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung ist seit Dienstag wieder auf Gelb. Der Wert liegt momentan bei 24,6 Prozent, knapp unter dem Warnwert von 25. Derzeit liegen 306 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon werden 220 beatmet. Insgesamt befinden sich 1060 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus. (mbz)

Schwarzfahrer zieht Kontrolleur Maske vom Gesicht und spuckt ihn an

Grober Corona-Verstoß im Kölner Hauptbahnhof: Ein Schwarzfahrer hat im Kölner Hauptbahnhof einen Fahrkartenkontrolleur geschlagen und bespuckt. Wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte, waren der 23-Jährige und seine 20 Jahre alte Freundin ohne Ticket in eine S-Bahn gestiegen. Als der Mitarbeiter der Deutschen Bahn nach der Fahrkarte fragte, versuchte das Paar zu fliehen. Der Kontrolleur hielt den jungen Mann fest, der sofort um sich schlug, so dass beide zu Boden fielen. Dann zerrte der 23-Jährige den Angaben zufolge dem Bahn-Mitarbeiter die Schutzmaske herunter und spuckte ihm ins Gesicht.

Die Frau schlug dem 39-Jährigen auf den Kopf. Alarmierte Polizeibeamte nahmen das Paar mit zur Wache. Den beiden droht nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und des Erschleichens von Leistungen. (dpa)

Virologin: Corona-Impfung auch bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft

Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch müssen der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek zufolge keine Angst vor einer Corona-Impfung haben. Der „Mythos“, dass die Impfung unfruchtbar mache, mache vielen Frauen Angst, sagte Ciesek im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“. Solche „Fehlinformationskampagnen“ würden das Vertrauen in die Impfstoffe untergraben. Es handle sich um „ein Gerücht“.

„Es macht biologisch keinen Sinn und es gibt medinisch keine Hinweise, dass dieses Gerücht wirklich stimmt und dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird durch die Impfung und die Antikörper, die gegen das Spike-Protein gebildet werden“, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Seit Beginn der Pandemie habe es weltweit Millionen Infektionen gegeben. „Es gibt keinerlei Hinweise oder Berichte, dass das zu einer Unfruchtbarkeit bei Frauen geführt hätte - da werden ja auch Antikörper gebildet.“

Auch Schwangere könnten sich impfen lassen. Zwar würden Impfstoffe in frühen Studienphasen nicht an Schwangeren getestet. „Das heißt aber nicht, dass das Unternehmen hier eine spezielle Gefahr sehen würde“, sagte Ciesek. Es sei vielmehr „das normale Vorgehen“, dass man neue Präparate nicht an sensiblen Gruppen wie Kleinkindern oder Schwangeren teste. „Die Erkrankung ist prinzipiell gefährlicher für Schwangere als die Impfung.“ (dpa)

Ehemaliger Flughafen Tegel: Viertes Berliner Impfzentrum ist seit Mittwoch in Betrieb

In Berlin ist das vierte Impfzentrum eröffnet worden. Es ist im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel untergebracht, der seit Anfang November nicht mehr genutzt wird. „Wir starten heute mit den Impfungen“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Mittwochmorgen beim Besuch in Tegel. In dem Impfzentrum soll der neue Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca zum Einsatz kommen.

Anders als die Präparate der Hersteller Biontech-Pfizer und Moderna wird das neue Mittel nur Menschen unter 65 Jahren gespritzt. Das Impfzentrum kommt deshalb für ältere Berlinerinnen und Berliner nicht infrage. Stattdessen solle sich dort medizinisches und Pflegepersonal impfen lassen, sagte Kalayci, die ausdrücklich dafür warb, diese Gelegenheit zu nutzen. Das gelte etwa für die Mitarbeiter in Pflegeheimen. (dpa)

Hunderte Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik

Die Brandenburger Polizei hat im vergangenen Jahr rund 520 Versammlungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie registriert. Etwa 200 Kundgebungen ereigneten sich zwischen September und Dezember, wie das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der Linksfraktion mitteilte. Die Teilnehmerzahl schwankte zwischen fünf und 900, blieb aber in den meisten Fällen unter 50. Die ganz überwiegende Zahl der Versammlungen, die in allen Landesteilen Brandenburgs stattfanden, richtete sich gegen die Corona-Politik von Bundes- und Landesregierung.

Zu etlichen Veranstaltungen hatten nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes rechtsextremistische Organisationen, wie die NPD, der Dritte Weg, die Identitäre Bewegung sowie die AfD zur Teilnahme aufgerufen. Zu den Anmeldern der Veranstaltungen machte das Ministerium keine detaillierten Angaben. Es seien jedoch auch Landtagsabgeordnete darunter gewesen. (dpa)

Corona in Deutschland: 8072 Neuinfektionen und 813 Tote

Die Zahlen gehen weiter ganz langsam nach unten. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8072 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 813 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. In diesen aktuellen Zahlen sollten auch 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten sein, die laut RKI am Vortag gefehlt hatten. Vor genau einer Woche hatte das RKI 9705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 68. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen. Dennoch liegt der Wert noch immer höher als zu jedem Zeitpunkt der ersten Welle im Frühjahr 2020.

+++ 9. Februar +++

Bei Symptomen: Korea testet Haustiere auf Corona

Nachdem Südkorea seinen ersten Corona-Fall unter Haustieren verzeichnet hat, sollen nun auch Haustiere auf das Virus getestet werden. Wie der britische Sender BBC berichtet, sollen Hauskatzen und Hunde getestet werden, wenn sie Symptome wie Fieber oder Atembeschwerden aufweisen, nachdem sie einer positiv getesteten Person ausgesetzt waren.

Da es keine Beweise dafür gebe, dass sich der Erreger vom Tier auf den Menschen übertragen ließe, sollen Tiere nicht in spezielle Isolationseinrichtungen gebracht werden. Park Yoo-mi, Beamter der Seuchenkontrolle in Seoul, sagte bei einer virtuellen Pressekonferenz, dass es ausreiche, das betroffene Tier zu Hause unter Quarantäne zu stellen.

Zudem mahnte Park die Bevölkerung, einen Mindestabstand von mindestens zwei Metern beim Spaziergang mit dem Haustier zu anderen Menschen und Tieren einzuhalten. (mbz)

3379 Corona-Neuinfektionen und 481 Todesfälle

Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. So wurden binnen einer Woche 72,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete. Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100 000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Binnen eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3379 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Leichte Entspannung bei Corona-Lage in Brandenburg, Inzidenz weiter hoch

Die Corona-Lage in Brandenburg hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche leicht entspannt. Der Wert neuer Corona-Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Dienstag landesweit bei etwa 87, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam berichtete. Vor einer Woche betrug er noch 123.

Im Vergleich zum Vortag mit etwa 88 ging die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz aber nur geringfügig zurück. Die meisten zusätzlichen Infektionen kamen in Potsdam mit 71 hinzu. Während am Montag die Daten neuer Fälle aus acht Landkreisen oder kreisfreien Städten fehlten, stand am Dienstag nur die Zahl aus dem Kreis Spree-Neiße aus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in einigen Landkreisen weiter relativ hoch. Schwerpunkt ist nach wie vor der Kreis Oberspreewald-Lausitz mit knapp 183, gefolgt von der Prignitz mit etwa 156. Derzeit sind 774 Corona-Patienten im Krankenhaus, davon 147 auf Intensivstationen. Seit Ende Dezember wurden mehr als 109.000 Menschen in Brandenburg geimpft, davon mehr als 30.000 sogar schon zwei Mal. (dpa)

Norwegen rät bis Mitte April von Reisen in alle Welt ab

Den Menschen in Norwegen wird aus Corona-Sorgen auch über Ostern hinaus von Reisen außerhalb des Landes abgeraten. Das Außenministerium in Oslo hat beschlossen, seine Empfehlung gegen nicht dringend notwendige Reisen in alle Länder der Erde vorzeitig zu verlängern. Wie das Ministerium am Dienstag mitteilte, gilt der ursprünglich bis zum 1. März vorgesehene globale Reiserat nun bis zum 15. April.

In diesen Entschluss spielten verschiedene Faktoren hinein, darunter die weltweite Infektionslage, neue Maßnahmen gegen mutierte Virus-Varianten, Reisebeschränkungen und die Kapazitäten des jeweiligen Gesundheitswesens in den Ländern, hieß es aus Oslo. Ausnahmen von dem Rat gibt es nur für Länder und Regionen im Schengen- und Europäischen Wirtschaftsraum mit geringen Infektionszahlen - das sind demnach lediglich Island, die Färöer-Inseln, Grönland und einige wenige Gebiete in Finnland. Diese Ausnahmen sollen von den Norwegern allerdings nicht als Aufforderung zum Reisen betrachtet werden.

Auch in umgekehrte Richtung ist die Grenze weitgehend geschlossen: Ausländische Staatsbürger können seit dem 29. Januar nicht mehr nach Norwegen einreisen, sofern sie keinen festen Wohnsitz im Land haben. Diese Maßnahme sollte nach 14 Tagen von der Regierung geprüft werden - ob sie dann verlängert wird, ist noch unklar. (dpa)

+++ 8. Februar +++

Studie: Biontech-Impfstoff wirkt auch gegen zwei Corona-Mutanten

Eine Studie belegt, dass der Impfstoff der Firma Biontech auch gegen die britische und südafrikanische Variante wirkt. Dies geht aus einem Bericht der Bild-Zeitung hervor. Demnach zeigt die im Fachmagazin Nature Medicine veröffentliche Studie, dass „das Blut von 20 mit dem Impfstoff geimpften Menschen die Schlüsselmutationen der Coronavirus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika neutralisiere, in dem Blut also ausreichend neutralisierende Antikörper waren. “

Die Frage, ob die bislang hergestellten Anti-Corona-Impfstoffe auch gegen die deutlich ansteckenderen Varianten aus Großbritannien und Südafrika wurde in den vergangenen Wochen eingehend untersucht. Biontech hatte bereits im Januar mitgeteilt, dass das Unternehmen von einer Wirksamkeit auch gegen weitere Varianten ausgehe. Die Laborstudie bestätigt die Aussagen nun. (ctu)

Brandenburg will Impftermine für Pflegepersonal anbieten

Brandenburg hat am Sonntag 9600 Dosen des neu zugelassenen Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erhalten. Dieser Impfstoff ist für unter 65-jährige Menschen vorgesehen, wie Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft, der auch Leiter des Krisenstabs ist, am Montag im RBB-Inforadio sagte. Voraussichtlich in dieser Woche sollen Termine für das Personal in Krankenhäusern, Altenheimen und in den ambulanten Pflegediensten angeboten werden.

Insgesamt sollen ab dieser Woche bis Anfang März knapp 170.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca nach Brandenburg geliefert werden, sagte Ranft. In Zukunft sollen Anmeldungen nicht wie bisher über eine Telefon-Hotline möglich sein. Man wolle zielgerichtet die Menschen im Alter von über 80 Jahren anschreiben, so wie Berlin das bereits mache.

Baden-Württemberg: Gericht kippt nächtliche Ausgangssperre

Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof hat die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen im Südwesten mit Wirkung ab Donnerstag aufgehoben. In einem am Montag in Mannheim verkündeten unanfechtbaren Beschluss gaben die Richter dem Eilantrag einer Frau aus Tübingen statt. Dem Beschluss zufolge ist die bisher landesweit von 20 Uhr bis 5 Uhr geltende pauschale Ausgangssperre wegen der erheblich verbesserten Pandemielage nicht mehr angemessen.

Die Mannheimer Verwaltungsrichter wiesen die Argumentation der Landesregierung zurück, dass eine verfrühte Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen die Gefahr eines erneuten exponentiellen Wachstums des Infektionsgeschehens berge. Diese Darstellung sei zu pauschal und undifferenziert. So setze sie sich nicht damit auseinander, dass gezielte kommunale nächtliche Ausgangssperren in Kreisen mit einem starken Infektionsgeschehen möglich seien. (AFP/kmi)

Söder plädiert für Verlängerung des Lockdowns

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich vor dem Bund-Länder-Gipfel in der kommenden Woche für eine Verlängerung des Lockdowns ausgesprochen. "Grundsätzlich wird der Lockdown erstmal verlängert werden müssen. Es hat ja keinen Sinn, jetzt abzubrechen einfach", sagte Söder am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

"Ja, wir haben eine Priorität, was Erleichterungen begrifft, wenn die Zahlen weiter sinken." Dies gelte vor allem für Schulen und Kitas. Auf der anderen Seite sei insbesondere wegen der neuen und hochansteckenden Coronavirus-Varianten weiter Vorsicht geboten. "Ich rate dringend dazu, dass wir jetzt nichts überstürzen, dass wir nichts verstolpern", betonte Söder. Es müsse eine Perspektive für stufenweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen entwickelt werden, dabei müsse aber die Sicherheit der "oberste Maßstab" sein.

Söder plädierte in der Debatte über Lockerungen für eine regionale Differenzierung, warnte zugleich aber vor einem "Flickenteppich". Es sei weiterhin Geduld nötig, um dann "wirklich guten Gewissens freiheitliche Entscheidungen zu treffen", sagte der CSU-Politiker.

Der derzeitige harte Corona-Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Bei einer Konferenz am kommenden Mittwoch wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland gehen seit Wochen zurück, allerdings ist die Furcht vor einer Ausbreitung hochansteckender Virus-Varianten in Deutschland groß. (AFP)

RKI meldet 4535 Corona-Neuinfektionen und 158 weitere Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 4535 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 158 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Montag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 5608 Neuinfektionen und 175 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die erfassten Fallzahlen sind an Montagen in der Regel niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 76. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2 288 545 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 08.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 61 675. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 041 300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,94 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Lehrerverband warnt vor zu rascher Öffnung der Schulen

Der Deutsche Lehrerverband hat vor einer schnellen Wiedereröffnung der Schulen gewarnt. Eine Öffnung sei nur "sehr behutsam und vorsichtig" und "auf keinen Fall flächendeckend in allen Regionen möglich", sagte Verbandspräsident Hans-Peter Meidinger der Zeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). Auch in Städten und Landkreisen mit geringem Infektionsgeschehen sollten Bildungseinrichtungen nur stufenweise in den Wechselbetrieb zwischen Präsenz- und Fernunterricht zurückkehren und in halbierten Gruppen mit Mindestabstand unterrichten, forderte er.

Meidinger plädierte zudem dafür, eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken für Lehrkräfte und mindestens von Operationsmasken für Schüler einzuführen. Diese Arten von Masken bieten effektiveren Schutz vor dem Coronavirus als die Alltagsmasken. Der Deutsche Lehrerverband tritt zudem für die frühestmögliche Impfung von Lehrkräften sowie regelmäßige Schnelltests im Wochentakt bei Schülern und Lehrkräften ein.

Der derzeitige harte Lockdown in Deutschland einschließlich weitgehender Schließung der Schulen und Kitas ist bis kommenden Sonntag befristet. Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer darüber beraten, wie es mit den Corona-Maßnahmen weitergeht. Zuletzt haben sich die Forderungen nach einer baldigen stufenweisen Öffnung von Kitas und Schulen gemehrt.

Die Infektionszahlen in Deutschland gehen seit Wochen zurück. Das Ziel von Bund und Ländern, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auf unter 50 zu drücken, ist aber noch nicht erreicht. Zudem ist die Lage in den vergangenen Wochen durch das Auftreten neuer und als besonders ansteckend geltender Formen des Virus komplizierter geworden. (AFP)

+++ 7. Februar +++

RKI meldet 8.616 Corona-Neuinfektionen und 231 weitere Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8616 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 231 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 11.192 Neuinfektionen und 399 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 75,6. Am Samstag lag sie bei 77, 3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

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Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.284 010 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 07.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 61.517. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.029.200 an.

+++ 6. Februar +++

10.485 Corona-Neuinfektionen und 689 Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.485 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 689 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI noch 12.321 Neuinfektionen und 794 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bei 77,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

+++ 5. Februar +++

Corona in Deutschland: 12.908 Neuinfektionen und 855 Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.908 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 855 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 14.022 Neuinfektionen und 839 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 79,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

+++ 4. Februar +++

Corona in Berlin: 44 weitere Tote, 484 Neuinfektionen

In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 484 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Donnerstag hervor. Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Hauptstadt 121.873 Menschen mit dem Virus angesteckt, von denen mittlerweile 109.612 genesen sind – 947 Menschen mehr als am Vortag. Die meisten Neuinfektionen wurden im Bezirk Spandau registriert (+64), gefolgt von Neukölln (+60) und Tempelhof-Schöneberg (+54).

Die meisten Neuinfektionen wurden im Bezirk Spandau registriert (+64), gefolgt von Neukölln (+60) und Tempelhof-Schöneberg (+54). Berlin verzeichnete am Donnerstag 44 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 2418 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. 9843 Berliner sind aktuell mit Corona infiziert.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 76,5 und ist damit im Vergleich zum Vortag etwas gesunken. Am Mittwoch betrug der Wert noch 80,6. Die Corona-Ampel steht weiter auf Rot. Erst bei einem Wert von 30 springt die Ampel auf Gelb zurück.

Ebenfalls Rot zeigt weiterhin die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung an. Sie liegt momentan bei 28 Prozent. Als Warnwert gelten 25 Prozent. Derzeit liegen 350 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon werden 250 beatmet. Insgesamt befinden sich 1228 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus.

Lediglich die Ampel für die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, steht weiter auf Grün. Der Wert liegt bei 0,69. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 69 weitere Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Bei 1,1 würde die Ampel auf Gelb springen.

Berliner Pflegeheime: Tägliche Corona-Pflichttests für Beschäftigte

Die Beschäftigten in den Pflegeheimen der Hauptstadt müssen sich ab sofort täglich auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Der Schnelltest soll in der Regel vor Dienstbeginn erfolgen, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mit. Bisher erfolgten die Pflichttests alle zwei Tage.

Für Bewohner ändert sich offiziellen Angaben zufolge nichts. Sie werden demnach weiterhin mindestens einmal im Monat getestet, Menschen mit bestimmten Erkrankungen mehrmals pro Monat. Besucher dürfen nur dann in die Einrichtungen, wenn sie ein Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Ein Schnelltest soll zudem direkt vor Ort möglich sein.

Eine Neuerung gibt es für den Fall von Corona-Ausbrüchen: Die Mitte Januar eingeführte berlinweite Vorgabe, dass in den Heimen bereits bei einem Infektionsfall ein generelles Besuchsverbot gilt, wurde gestrichen. In Zukunft sollen die Einrichtungen laut Gesundheitsverwaltung in Eigenverantwortung je nach Situation bestimmte Teilbereiche schließen.

Über ein Besuchsverbot für das ganze Heim soll demnach erst nach Absprache mit dem Gesundheitsamt entschieden werden. Die bisherige Regelung hatte für Kritik etwa von Linken und Grünen gesorgt. In Berliner Pflegeheimen kam es in der Vergangenheit mehrfach zu größeren Corona-Ausbrüchen. Die häufigeren Tests für das Personal sollen in Verbindung mit den Impfungen für mehr Gesundheitsschutz sorgen.

Corona-Impfungen: Landkreis zog heimlich 320 Polizisten vor

Ein Landkreis in Sachsen-Anhalt hat entgegen offizieller Vorgaben 320 Polizisten bei der Corona-Schutzimpfung bevorzugt. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bestätigte den Vorgang im Landtag auf Anfrage des Linke-Politikers Wulf Gallert. Sie zeigte sich verärgert und kündigte an, den Landkreis für die nach ihren Angaben nicht abgesprochene Aktion zu ermahnen.

Polizisten gehören, sofern sie nicht schwer krank oder sehr alt sind, nicht zur ersten, sondern zur zweiten Prioritätsgruppe im Impfplan. Die Impfverordnung und die darin festgelegte Reihenfolge sei „keine Empfehlung“, so Grimm-Benne. Auch der Landkreis Stendal bestätigte den Vorgang. Es habe sich um einen Test für das Szenario gehandelt, dass plötzlich jenseits von Impfzentren und Pflegeheimen viele Menschen geimpft werden müssten, sagte ein Sprecher.

So etwas könne man „nicht am Schreibtisch“ planen, sagte er. Ein Testlauf, in dem nur die Abläufe vor und nach dem Pieks, nicht aber die Impfung selbst geprobt werden, wäre nicht realistisch genug gewesen, hieß es. Den Impfstoff nahm der Landkreis den Angaben zufolge aus einer Reserve ab, die für die Zweitimpfungen bereits geimpfter Menschen gedacht ist. Der Stoff solle wieder aufgefüllt werden, sobald die Polizisten im Impfplan an der Reihe sind, so der Sprecher.

Der Kreis habe für den Probelauf Polizisten ausgewählt, da diese kurzfristig in ausreichender Anzahl zur Verfügung gestanden hätten. Außerdem, sagte der Sprecher weiter, habe man sich gedacht: Wenn man schon einen solchen Test mache, könnten auch diejenigen davon profitieren, „die uns schützen“. Viele Pflegekräfte und weiteres medizinisches Personal, die der Landkreis laut Impfverordnung vorher hätte impfen müssen, warten in Sachsen-Anhalt laut der Deutschen Presse-Agentur noch auf einen entsprechenden Termin.

Schweden will bis zum Sommer digitalen Impfpass einführen

Schweden will bis zum Sommer einen digitalen Impfpass einführen, mit dem man unter anderem seine Corona-Impfungen nachweisen kann. Mehrere Behörden seien mit der Umsetzung beauftragt worden, teilte die schwedische Regierung am Donnerstag mit. Ziel sei es, dass die digitale Infrastruktur für die Nachweise bis zum 1. Juni steht.

„Mit einer digitalen Impfbescheinigung wird es schnell und einfach, durchgeführte Impfungen vorzuweisen“, sagte Digitalisierungsminister Anders Ygeman am Donnerstag. Seine Regierung wies darauf hin, dass solche Impfnachweise künftig von manchen Ländern bei der Einreise oder auch in anderem Zusammenhang - etwa bei Kultur- und Sportveranstaltungen - gefordert werden könnten.

Die schwedische Gesundheitsbehörde wird in dem Zuge auch damit beauftragt, sich an der Arbeit der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Aufbau digitaler Corona-Impfnachweise zu beteiligen. Auch auf EU-Ebene wollen sich die Schweden für einen koordinierten Ansatz beim Impfnachweis einsetzen.

Erst am Mittwoch hatte Schwedens südlicher Nachbar Dänemark angekündigt, einen digitalen Corona-Pass mit Impfdaten auf den Weg zu bringen. Dieser soll zunächst vor allem Dienstreisenden das Leben erleichtern. Die Regierung in Kopenhagen hatte den Nachweis als eine Art Extra-Pass beschrieben, den man künftig auf seinem Smartphone bei sich haben könne.

Corona-Verstoß: Polizei löst Kindergeburtstag auf

Die Polizei hat eine Geburtstagsfeier in Baden-Württemberg wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen aufgelöst. Knapp zehn Erwachsene feierten mit mehreren Kindern in der Gemeinde Mittelbiberach im Südosten des Bundeslands.

Beamte forderten die Erwachsenen, die nicht zum Hausstand gehörten, dazu auf, die Veranstaltung zu verlassen. Das teilte die Polizei mit. Die Gäste seien nur unter Protest gegangen, hieß es. Vier der Erwachsenen müssen wegen des Festes mit einer Anzeige rechnen.

Australien will bis Oktober gesamte Bevölkerung gegen Corona impfen

Die australischen Behörden wollen bis Oktober die gesamte Bevölkerung gegen das Coronavirus impfen. Das Land mit seinen 25 Millionen Einwohnern habe sich insgesamt 150 Millionen Impfdosen gesichert, nachdem weitere 10 Millionen Dosen der Hersteller Biontech/Pfizer eingekauft worden seien, sagte Premierminister Scott Morrison am Donnerstag.

„Wir beginnen Ende des Monats mit Pfizer und machen dann mit Astrazeneca im März weiter“, erklärte der Chefmediziner der australischen Regierung, Brendan Murphy. Auch mehr als 50 Millionen Dosen des Impfstoffs des US-Herstellers Novavax sollen nach Australien gehen.

Morrison hatte im vergangenen Sommer eine Impfpflicht für die Bevölkerung angekündigt, sobald es einen Wirkstoff gegen das Virus gebe. Die Impfung solle für alle Menschen im Land „so obligatorisch wie möglich sein“. Später ruderte er aber wieder zurück. Allerdings hatte die Regierung betont, dass es möglicherweise in Zukunft eine Impfpflicht für Menschen geben könnte, die nach Australien reisen wollen.

Australien ist bisher wegen extrem strikter Maßnahmen extrem glimpflich durch die Pandemie gekommen. Insgesamt wurden etwa 28 800 Fälle verzeichnet, rund 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

14.000 neue Corona-Fälle in Deutschland, 786 Tote

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.211 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 786 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 17.553 Neuinfektionen und 941 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bei 80,7. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

+++ 3. Februar +++

48 weitere Corona-Tote in Berlin, Inzidenz sinkt weiter

In Berlin sind laut Lagebericht 48 weitere Menschen infolge einer Corona-Erkrankung gestorben. Seit Beginn der Pandemie starben in der Hauptstadt somit 2374 Personen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Die Pandemie findet sich in Berlin derzeit auf dem Rückzug: 644 gemeldete Neuinfektionen stehen 921 Genesenen gegenüber. Der R-Wert steht mit 0,76 deutlich unter 1. Rot bleiben die beiden Warnampeln für die Belegung der Intensivstationen mit Covid-Patienten (27,2%) sowie die 7-Tage-Inzidenz, die stadtweit nunmehr bei 80,6 steht. Die niedrigste Inzidenz meldet Marzahn-Hellersdorf mit 62,2, die höchste Mitte mit 101,6. (BK)

Spahn hält Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V für denkbar

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält eine Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in der Europäischen Union für denkbar. "Ich freue mich über jeden Impfstoff, der Wirksamkeit zeigt und sicher ist", sagte Spahn am Mittwoch einer Mitteilung zufolge bei der Konferenz "Europe 2021" von "Zeit", "Tagesspiegel", "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche".

In welchem Umfang das beim russischen Vektorimpfstoff Sputnik V der Fall sei, müsse sich jetzt die europäische Zulassungsbehörde EMA anschauen. Die nun veröffentlichten Daten seien "ermutigend", müssten aber noch bei der Behörde eingereicht werden. "Das Verfahren beginnt bei der EMA", sagte Spahn. (AFP)

Studie: Coronavirus kann auch die Bauchspeicheldrüse befallen

Forscher der Uniklinik Ulm haben in einer Studie nachgewiesen, dass bei einer Covid-19-Erkrankung auch die Bauchspeicheldrüse angegriffen werden kann. Die Studienautoren fanden heraus, dass bei «gravierenden Krankheitsverläufen» die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse infiziert werden, wie eine Sprecherin der Universität Ulm am Mittwoch mitteilte. Die Untersuchung wurde im Fachblatt «Nature Metabolism» veröffentlicht.

Der Befund der Studie könnte den Autoren zufolge möglicherweise auch eine Erklärung für das Auftreten von Diabetes-ähnlichen Symptomen bei Covid-19-Patienten sein und für die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei an Covid-19 erkrankten Diabetikern.

Ebenfalls im Fachjournal «Nature Metabolism» hatten Forscher der Kieler Universität zuvor über den Einzelfall eines 19-Jährigen berichtet, der nach einer Corona-Infektion an Diabetes erkrankt war. (dpa)

Schweden führt Nachweis von negativem Corona-Test bei Einreise ein

Erwachsene Ausländer müssen bei der Einreise nach Schweden ab Samstag an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser dürfe nicht älter als 48 Stunden sein, sagte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Grund dafür seien die neu aufgetretenen Varianten des Coronavirus. Bislang sei schwer einzuschätzen, welche Länder wie stark von den Virus-Varianten betroffen seien. Die Maßnahme gilt vorläufig bis zum 31. März.

Wer ab Samstag keinen negativen Test vorweisen könne, komme nicht ins Land, machte Innenminister Mikael Damberg klar. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, etwa bei familiären Angelegenheiten oder für Ausländer, die ihren Wohnsitz in Schweden haben. Auch Kinder und Jugendliche sind von der Anforderung ausgenommen. (dpa)

Brandenburg: Mehr als 90.000 Corona-Impfungen

In Brandenburg sind bisher 93.755 Impfungen erfolgt. Darunter sind 76.354 Erstimpfungen und 17.401 Zweitimpfungen. Was die registrierten Corona-Fälle betrifft, stieg die Zahl auf 69.220. 58.518 Menschen gelten als genesen. Das Landesgesundheitsministerium meldete, innerhalb eines Tages seien 540 neue Fälle gemeldet worden. Gleichzeitig wurden 90 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion registriert.

Die meisten Neuinfektionen wurden aus dem Landkreis Spree-Neiße (plus 96) und Cottbus (plus 71) gemeldet. Inzwischen liegen fast alle Landkreise unter dem als kritisch geltenden Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Nur im Landkreis Ostprignitz-Ruppin lag dieser Wert mit 202,3 noch leicht darüber. Für ganz Brandenburg sank die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auf durchschnittlich 112,1.

Wie der RBB berichtete, teilte Landesgesundheitsministerin Ursula Nonnenmacher (Grüne) mit, es gebe für das Bundesland nur bis Mitte Februar konkrete Lieferankündigungen für die drei bisher zugelassenen Impfstoffe. Bisher wurden zehn Impfzentren in Brandenburg geöffnet. Sobald mehr Impfstoff verfügbar ist, sollen es mehr werden.

"Jab and Go": Ryanair muss geschmacklose Corona-Werbung zurückziehen

Ryanair muss eine umstrittene Werbung mit dem Slogan «Jab and Go» zurückziehen, mit dem die Billig-Airline für unbeschwerten Urlaub nach einer Corona-Impfung im kommenden Sommer geworben hatte. Ryanair müsse den Werbe-Slogan, der in etwa mit «Impfen und los» übersetzt werden kann, entfernen, da Verbraucher in die Irre geführt werden könnten, hieß es von der britischen Aufsichtsbehörde Advertising Standards Authority am Mittwoch.

Die im Dezember und Januar im Fernsehen geschaltete Werbung, in der 20- bis 30-Jährige im Sommerurlaub zu sehen sind, hatte mehr als 2300 Beschwerden provoziert - und damit der Behörde zufolge die drittmeisten Beschwerden über eine Werbung jemals. Mehrere Zuschauer hatten den Clip als «geschmacklos» bezeichnet. Andere hatten kritisiert, Ryanair verharmlose die Pandemie oder deute an, dass im Sommer alle unbeschwert in den Sommerurlaub reisen könnten. (dpa)

Drosten: Bis Ostern kaum Bevölkerungsschutz durch Impfungen

Eine Woche vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie hat der Virologe Christian Drosten erneut eindringlich vor zu frühen Lockerungen der Beschränkungen gewarnt. «Für die Zeit bis Ostern können wir noch nicht viel an Bevölkerungsschutz durch die Impfung erwarten», sagte der Charité-Wissenschaftler im Podcast «Coronavirus-Update» bei NDR-Info vom Dienstag. Am Mittwoch kommender Woche wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten darüber entscheiden, ob der zunächst bis 14. Februar befristete Lockdown verlängert wird.

Kanzlerin Merkel lehnt eine Lockerung des Lockdowns ab. Sie bitte alle Menschen, «noch eine Weile durchzuhalten», sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in der ARD-Sendung «Farbe bekennen». Zwar gebe es jetzt bundesweit eine Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. «Das ist eine gute Leistung, da waren wir lange nicht. Aber damit haben wir noch nicht wieder die Kontrolle über das Virus durch die Gesundheitsämter.»

Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) dämpfte Hoffnungen auf eine schnelle Lockerung. Es gebe zwar einen erfreulichen Rückgang bei den Infektionen, sagte er am Dienstag im Landtag in Wiesbaden. Es dürfe jedoch nicht durch unbesonnenes Verhalten ein möglicher dritter Lockdown riskiert werden. Die Corona-Pandemie sei noch längst nicht überwunden, mahnte er. (dpa)

Curevac will mit Glaxosmithkline Impfstoff gegen Varianten entwickeln

Der deutsche Impfstoffhersteller Curevac will gemeinsam mit dem britischen Pharmakonzern Glaxosmithkline weitere mRNA-Impfstoffe entwickeln, die vor mutierten Varianten des Coronavirus schützen. «Diese neue Kooperation baut auf unseren bestehenden Verbindungen mit Curevac auf», sagte Glaxosmithkline (GSK)-Chefin Emma Walmsley laut einer Mitteilung von Mittwoch. «Sie steht dafür, dass wir unsere wissenschaftliche Expertise in mRNA und der Impfstoffentwicklung vereinen, um die Entwicklung von neuen Covid-19-Impfstoffen zu beschleunigen.»

Außerdem will der britische Konzern noch in diesem Jahr 100 Millionen Dosen des ersten Curevac-Impfstoffs CVnCoV herstellen, der sich aktuell in klinischen Tests der Phase-2b/3 befindet und in den nächsten Monaten zugelassen werden könnte.

Um einen breiteren Schutz gegen mehrere Corona-Varianten zu bieten und gegebenenfalls auch für künftige vorzusorgen, wollen Curevac und GSK auf Basis des ersten Vakzins weitere Impfstoffkandidaten entwickeln. Der britische Pharmakonzern leistete im Rahmen der Kooperation eine Vorauszahlung von 75 Millionen Euro - und weitere 75 Millionen Euro, die von bestimmten Meilensteinen abhängen. (dpa)

Fast 3400 Tote und mehr als 110 000 neue Corona-Fälle an einem Tag in den USA

In den USA geht die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Mit 110 679 neuen Fällen am Dienstag meldeten die Behörden rund 36 000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 300 282 neuen Fällen gemeldet.

Angesichts der Ausbreitung von mutierten Varianten des Coronavirus im Land warnen einige Experten wie der Epidemiologe Michael Osterholm jedoch vor einer möglichen neuen Welle.

Am Dienstag verzeichneten die Behörden zudem 3389 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit 4466 Toten registriert. (dpa)

+++ 28. Januar +++

Corona-Patient haut aus Wiesbadener Klinik ab und geht in Mainz einkaufen

Was war das denn für eine vollkommen verantwortungslose Aktion? Ein Covid-19-Patient ist trotz seiner Erkrankung mit dem öffentlichen Nahverkehr von Wiesbaden nach Mainz gefahren und dort im Supermarkt einkaufen gegangen. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, habe sich der 21-Jährige am späten Dienstagabend am Mainzer Hauptbahnhof an Sicherheitskräfte gewandt und erklärt, er habe Corona und benötige medizinische Hilfe. Ein Rettungswagen brachte ihn dann in die Mainzer Uniklinik.

Ermittlungen ergaben, dass der Covid-Patient stationär behandelt worden war und sich verbotenerweise von einem Wiesbadener Krankenhaus aus auf den Weg nach Mainz gemacht hatte. Der Supermarkt, den der Mann besucht hatte, wurde von Beamten abgesperrt, wie die Bundespolizei mitteilte. Gegen den 21-Jährigen wurde ein Straf- und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

+++ 27. Januar +++ 

Über Corona-Symptome gelogen: Ein Jahr Haft

In China ist eine Frau zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie vor einem Flug Corona-Symptome verschwiegen hatte. Wie die staatliche Zeitung «Global Times» am Mittwoch berichtete, hatte die 37-Jährige Chinesin im vergangenen Frühjahr vor einem Flug aus den USA nach China ein fiebersenkendes Medikament eingenommen.

Sie gab ihre Symptome demnach erst bekannt, nachdem sie in Peking gelandet war. Dort wurde sie später positiv auf das Coronavirus getestet. 63 enge Kontakte der Frau mussten sich danach in Quarantäne begeben.  

Ihre Handlungen hätten gegen Antiepidemie-Vorschriften verstoßen und stellten ein ernstes Risiko für die Ausbreitung des Virus dar, urteilte ein Pekinger Gericht bereits im vergangenen Oktober, wie die «Global Times» nun berichtete.

China gehört zu den Ländern mit den weltweit schärfsten Corona-Regeln. Bereits seit dem Frühsommer gilt die Pandemie als weitestgehend unter Kontrolle. Am Mittwoch wurden landesweit 75 neue Infektionen gemeldet.

13 202 Corona-Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 982 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Vergangenen Mittwoch hatte das RKI 15 974 Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 101,0. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. (dpa)

+++ 26. Januar +++

RKI meldet 6408 neue Corona-Fälle und 903 Tote

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6408 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 903 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Vergangenen Dienstag hatte das RKI 11.369 Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Damit sinkt die 7-Tage-Inzidenz auf 107,6 und liegt damit noch immer weit über dem Wert von 50, der im Sommer noch als Obergrenze galt. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Am niedrigsten ist der 7-Tage-Wert derzeit in Bremen, am höchsten in Sachsen-Anhalt. Berlin liegt knapp unter dem Bundesdurchschnitt.

+++ 25. Januar +++

UN-Chef warnt vor Corona-Mutation - Impfungen weltweit beschleunigen

UN-Generalsekretär António Guterres hat zur Eile bei der weltweiten Verteilung von Corona-Impfstoffen aufgerufen. «Wenn die Industrieländer glauben, dass sie in Sicherheit sind, wenn sie ihre eigenen Leute impfen und dabei die Entwicklungsländer vernachlässigen, liegen sie falsch», sagte Guterres am Montag in einer Videorede beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF). «Es besteht jetzt die klare, reale Gefahr von Mutationen, die das Virus übertragbarer oder tödlicher oder resistenter gegen vorhandene Impfstoffe machen. Wir müssen schnell handeln.»

Die weltweiten Produktionskapazitäten der Mittel zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie müssten massiv ausgebaut werden und Lizenzen zur Verfügung gestellt werden, forderte Guterres weiter. Unter anderem in Indien und Brasilien gäbe es große Möglichkeiten, Impfstoffe für alle Teile der Welt herzustellen, sofern die Lizenzen zu ihrer Produktion verfügbar gemacht würden. «Impfstoffe müssen als globale öffentliche Güter angesehen werden», sagte der UN-Chef und warb für eine bessere Finanzierung der internationalen Corona-Impfinitiative Covax. Zudem müsse sichergestellt werden, dass die Mittel für alle Menschen erschwinglich sind.

Bereits seit Dezember laufen in einer Reihe von Industriestaaten riesige Impf-Kampagnen zur Bekämpfung der Pandemie. Angesichts der hohen Nachfrage und Engpässen beim Nachschub wird erwartet, dass Entwicklungsländer im Schnitt deutlich länger brauchen werden, um ihre Bevölkerungen zu immunisieren. (dpa)

6729 Corona-Neuinfektionen und 217 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6729 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 217 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Vergangenen Montag hatte das RKI 7141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings waren die Daten aus Rheinland-Pfalz zu diesem Zeitpunkt nur unvollständig übermittelt worden. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen zudem meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 111,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. (dpa)

+++ 24. Januar +++ 

EU erhöht Druck auf Impfstoff-Hersteller

Die EU warnt die Hersteller von Corona-Impfstoffen angesichts von Lieferverzögerungen vor möglichen Konsequenzen. „Wir erwarten, dass die von den Pharmaunternehmen bestätigten Verträge eingehalten werden“, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Sonntag dem französischen Sender Europe 1. Um die Einhaltung der Verträge zu gewährleisten, könne die EU auch „juristische Mittel“ nutzen.

Corona-Ausbruch bei Airbus - Quarantäne für rund 500 Mitarbeiter

Beim Flugzeughersteller Airbus in Hamburg hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Insgesamt 21 Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Martin Helfrich, Pressesprecher der Gesundheitsbehörde, auf dpa-Anfrage. Für rund 500 Mitarbeiter wurde Quarantäne angeordnet. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.

Die Ursache der Fälle werde noch untersucht, teilte Airbus mit. Ob es sich um eine hochansteckende Mutation des Virus handelt, kann die Gesundheitsbehörde frühestens Mitte der Woche sagen. Mit mehr als 12 000 Mitarbeitern ist Airbus der größte industrielle Arbeitgeber Hamburgs. (dpa)

Trotz Corona: Zahl der Suchen nach Mallorca-Reisen gestiegen

Die Zahl der Suchen nach Mallorca Reisen auf Reiseportalen ist um 40 Prozent angestiegen. Dies meldet die Seite Mallorca ok. Demnach scheint die Reiselust der Deutschen insgesamt ungebrochen zu sein. So habe beispielsweise das Webportal Skyscanner seit Beginn des Jahres einen Anstieg von 25 Prozent für Suchanfragen für das Frühjahr verzeichnen können.

Besonders beliebt bei den Urlaubswilligen ist der Monat Mai. Rund um Pfingsten seien die Suchanfragen nach Flügen zu Reisezielen gestiegen. Zwar ist die spanische Insel den Suchanfragen nach zu urteilen die beliebteste Destination, jedoch seien laut Mallorca ok auch Städtetrips nach Tokio, New York oder Bangkok sehr gefragt.

12 257 Corona-Neuinfektionen und 349 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12 257 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 349 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Sonntagmorgen bekanntgab. Vergangenen Sonntag hatte das RKI 13 882 Neuinfektionen und 445 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 111,1. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. (dpa)

+++ 23. Januar +++

Corona in Brandenburg: Sieben-Tage-Wert sinkt auf unter 200

In Brandenburg ist der sogenannte Sieben-Tage-Wert bei den Neuansteckungen mit dem Coronavirus unter 200 gesunken. Der Wert neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag am Sonnabend bei 193,7, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Freitag lag der Wert noch bei 201,0 und vor einer Woche bei rund 235 Neuansteckungen.

724 Menschen infizierten sich innerhalb eines Tages nach Angaben des Ministeriums nachweislich mit dem Coronavirus. Am Freitag waren es nach Angaben des Ministeriums 673 Menschen. Die meisten Neuinfektionen wurden im Kreis Elbe-Elster mit 76 neuen Fällen registriert. Damit sind es in Brandenburg seit Frühjahr 2020 insgesamt 65.206 bestätigte Corona-Fälle. Am Wochenende können Zahlen teils verzögert gemeldet werden.

Hotspot sind weiterhin die beiden Kreise Spree-Neiße und Ostprignitz-Ruppin, allerdings sank die Sieben-Tage-Inzidenz auch hier. In Spree-Neiße lag der Wert bei 321,0 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, am Freitag waren es noch 364,9. In Ostprignitz-Ruppin waren es 337,8 neue Fälle, am Freitag wurden dort 389,4 Neuinfektionen gemeldet. Ebenfalls über der Schwelle von 300 liegt Cottbus mit 311,0 neu registrierten Fällen. In Brandenburg müssen Kitas schließen, wenn die Zahl neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche über 300 steigt. Ansonsten dürfen sie öffnen.

42 Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte dazu aufgerufen, von Freitagabend an ein Licht im Gedenken an die vielen Corona-Toten ins Fenster zu stellen.

Drei verletzte Polizisten nach Corona-Demo

Drei Polizisten sind bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in der fränkischen Stadt Lauf an der Pegnitz von einem aggressiven Teilnehmer angegriffen und verletzt worden. Der Angriff passierte dem Polizeipräsidium Mittelfranken zufolge am Freitagabend, nachdem die Polizisten das Attest einer Frau kontrollieren wollten, die keinen Mund-Nasen-Schutz getragen hatte.

In der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr hatten sich in Lauf an der Pegnitz laut Polizei bis zu 40 Menschen versammelt, um im Rahmen einer angemeldeten Versammlung gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Dabei war einer Streife der Polizeiinspektion eine Teilnehmerin aufgefallen, die den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz nicht trug. Das mitgeführte Attest der Frau erweckte bei den Beamten Zweifel an dessen Echtheit.

„Da sich die Frau bereits bei der ersten Ansprache unkooperativ verhielt, warteten die Beamten mit weiteren Maßnahmen bis zum Ende der Versammlung“, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. Während der anschließenden Kontrolle solidarisierten sich demnach etwa 20 vor Ort verbliebene Versammlungsteilnehmer mit der 52-Jährigen. Sie bedrängten die Polizeistreife und forderten die Kontrollierte auf, sich den Maßnahmen der Beamten zu widersetzen. Auch das Eintreffen einer weiteren Streife habe die Situation nicht entspannen können, hieß es aus dem Präsidium.

Nachdem die Beamten bereits Personen von sich wegschieben mussten, griff sie ein 39-jähriger Mann letztlich körperlich an. Den Polizisten gelang es nur unter erheblichem Kraftaufwand, den renitenten Mann zu überwältigen und ihm Handfesseln anzulegen. Bei seiner Festnahme trat er noch mit den Füßen nach den Polizisten.

Nach Angaben der Polizei erlitten drei Beamte der Polizeiinspektion bei dem Einsatz Verletzungen. Ein 38-jähriger Beamter konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen und musste in einem Krankenhaus ärztlich behandelt werden.

16.417 Corona-Neuinfektionen und 879 weitere Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 16.417 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 879 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 18.678 Neuinfektionen und 980 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1.244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bei 112,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.122.679 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 51 521. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.795.400 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,97 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

+++ 22. Januar +++ 

Berliner Apotheker-Verein: Keine Engpässe bei FFP2-Masken

Trotz der steigenden Nachfrage nach FFP2-Masken sehen die Berliner Apotheken derzeit keine Engpässe bei der Versorgung. „Die Liefersituation ist stabil“, sagte der Sprecher des Berliner Apotheker-Vereins, Stefan Schmidt, auf Anfrage. Die Apotheker hätten schon in den Wochen zuvor ausreichend Vorräte für die Versorgung von Risikogruppen angelegt. Seit Mitte Dezember können Angehörige solcher Gruppen in den Apotheken kostenlos FFP2-Masken bekommen. Bislang habe das ohne Probleme geklappt.

Mit der neuen Verordnung von dieser Woche sei indes die Nachfrage nach den günstigeren, aber einfacheren OP-Masken rasant gestiegen. Engpässe gebe es aber auch hier nicht, sagte Schmidt. Trotz der steigenden Nachfrage seien die Preise bislang stabil.

Am Dienstag hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass einfache Mund-Nase-Bedeckungen aus Stoff vielerorts nicht mehr ausreichen. Ab Sonntag sind auch in der Hauptstadt in Bussen, Bahnen und Geschäften medizinische Masken Pflicht.

Mit einem entsprechenden Bescheid ihrer Krankenkasse können Menschen im Alter von über 60 Jahren sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen noch bis Mitte April in mehreren Phasen insgesamt 15 Masken kostenlos in der Apotheke abholen.

+++ 21. Januar +++

Corona in Berlin: 39 weitere Tote, 901 Neuinfektionen

In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 901 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Donnerstag hervor. Demnach haben sich in der Hauptstadt seit Beginn der Pandemie 115.517 Menschen mit dem Virus angesteckt, von denen mittlerweile aber 99.213 genesen sind – 924 Menschen mehr als am Vortag.

Berlin verzeichnet am Donnerstag 39 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 1996 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. 14.308 Berliner sind aktuell mit Corona infiziert.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 128,0 und ist damit im Vergleich zum Vortag erneut etwas gesunken. Am Mittwoch lag diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 136,6, am Dienstag bei 144,2. Die Corona-Ampel für diesen Wert steht aber weiter auf Rot. Erst bei einem Wert von 30 springt die Ampel auf Gelb zurück.

Ebenfalls Rot zeigt weiterhin die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung an. Sie liegt momentan bei 30,3 Prozent. Als Warnwert gelten 25 Prozent. Derzeit liegen 393 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon werden 308 beatmet. Insgesamt befinden sich 1510 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus.

Lediglich die Ampel für die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, steht weiter auf Grün. Der Wert liegt bei 0,73. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Schnitt 73 weitere Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Liegt der Wert dreimal in Folge über 1,2 springt die Corona-Ampel auf Rot. (kmi)

Johnson: Mehr als 5 Millionen Impfdosen in Großbritannien verabreicht

Im Kampf gegen das Coronavirus sind in Großbritannien nach Angaben von Premierminister Boris Johnson bisher mehr als fünf Millionen Impfdosen verabreicht worden. «Stich für Stich schützen wir die Verletzlichsten und kommen dem Sieg über das Virus näher», twitterte Johnson am Donnerstag. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, das Pflegepersonal impfe 200 Menschen in der Minute. Die Regierung hatte angekündigt, bis Mitte Februar die am meisten gefährdeten Menschen wie über 70-Jährige, Pflegeheimbewohner und medizinisches Personal zu impfen, insgesamt etwa 15 Millionen Menschen.

Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Noch immer gibt es täglich Zehntausende Neuinfektionen, zuletzt wurden zudem jeden Tag deutlich mehr als 1000 Todesfälle gemeldet.

In Wales mussten Ensatzkräfte anrücken, um zu verhindern, dass Überschwemmungen einen Vorrat an Impfmitteln beschädigten, wie die BBC berichtete. In der Stadt Wrexham hatte Starkregen für Überflutungen gesorgt - das Wasser bedrohte ein Industriegebiet, in dem der Impfstoff hergestellt und gelagert wird. (dpa)

Feuer beim weltgrößten Impfstoffproduzenten in Indien – Fünf Tote

Bei einem Brand in einem Gebäude des weltgrößten Impfstoff-Herstellers Serum Institute of India im westindischen Pune sind nach Behördenangaben fünf Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte fanden die Leichen am Donnerstag, nachdem sie das Feuer gelöscht hatten. Die Produktion von Corona-Impfstoffen sei von dem Brand nicht betroffen, erklärte ein Sprecher von Serum Institute.

Fernsehbilder zeigten dichte Rauchwolken über dem Unternehmensgelände. Dort wird unter anderem der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca produziert. Nach Angaben von Serum Institute brach der Brand in einem noch im Bau befindlichen Gebäudekomplex aus. Die Baustelle auf dem Gelände ist demnach weit entfernt von der Impfstoffherstellung. Was das Feuer auslöste, war zunächst unklar. (dpa)

Baden-Württemberg: Patient stirbt nach zweiter Corona-Infektion

In Baden-Württemberg ist ein registrierter Corona-Patient nach einer zweiten Infektion mit dem Virus gestorben. Es ist der erste derartige Fall im Südwesten, der bekannt geworden ist, und womöglich auch in Deutschland. Der Mann habe im Landkreis Freudenstadt gelebt, teilte das Landesgesundheitsamt am Mittwochabend in Stuttgart mit. Im April 2020 sei erstmals eine Corona-Infektion bei ihm nachgewiesen worden. Ende Dezember 2020 habe sich der Mann erneut angesteckt, was Anfang Januar festgestellt worden sei. „Der Patient verstarb im weiteren Verlauf an einer Covid-19-Pneumonie (Lungenentzündung) und Sepsis mit Multiorganversagen.“ Zuerst hatte der Rechercheverbund von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung darüber berichtet.

Wie der Verbund weiter schreibt, handelt es sich um einen 73 Jahre alten Mann. Stefan Brockmann, der am Landesgesundheitsamt das Referat Gesundheitsschutz und Epidemiologie leitet, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei der erste bekannte Todesfall nach einer zweiten Infektion im Südwesten. „Es gibt keinen Hinweis darauf, dass er eine der neuen Virusvarianten hatte“, erklärte Brockmann.

Der Mann habe Vorerkrankungen gehabt, sagte Brockmann. Es sei wahrscheinlich, dass er bei der ersten Infektion keine starke Immunität ausgebildet habe. Die Chance, dass sich ein Mensch ein zweites Mal mit dem Coronavirus ansteckt, sei bisher sehr gering. Es gebe vereinzelte Fälle, bei denen die Patienten beim ersten Mal nicht genügend Antikörper ausgebildet hätten.

Nach dem Bericht von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung dürfte dies weltweit erst der dritte bekannt gewordene Todesfall nach einer Corona-Reinfektion sein. Im Oktober war eine 89-jährige Niederländerin gestorben, die allerdings immungeschwächt war. Im Dezember berichtete eine israelische Zeitung, dass dort ein 74-jähriger Bewohner eines Altenheims nach durchstandener Erstinfektion im August sich erneut infizierte und starb, obwohl er zwischendurch dreimal negativ getestet worden sei.

+++ 20. Januar +++

2,2 Millionen: Israel feiert Impfrekorde

In Israel sind erstmals mehr als 200.000 Corona-Impfungen am Tag verabreicht worden. Gleichzeitig verlängert das kleine Land am Mittelmeer seinen Lockdown angesichts eines Allzeithochs von Neuinfektionen um weitere zehn Tage. Die Beschränkungen sollen nun bis Ende des Monats gelten, wie die Regierung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Dienstagabend beschloss.

Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien insgesamt 201.000 Menschen geimpft worden. Von ihnen erhielten 129.000 bereits die zweite Impfdosis und 72.000 die erste. Insgesamt haben bereits mehr als 2,2 Millionen Menschen in Israel die erste und 550.000 Menschen die zweite Impfdosis bekommen. „In diesem Tempo besiegen wir die Mutation“, schrieb Edelstein bei Twitter.

Am Dienstag hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Land erstmals 10.000 überstiegen. Seit knapp zwei Wochen gilt in Israel ein Lockdown mit strikten Einschränkungen. Man darf das eigene Haus oder die eigene Wohnung nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen. Von der Regel gibt es aber zahlreiche Ausnahmen. Die Schulen bleiben weiter geschlossen, es gibt lediglich Fernunterricht.

Laut der neuen Entscheidung des Kabinetts müssen Reisende nach Israel vor dem Abflug einen höchstens 72 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen. Alternativ gelten auch eine nachgewiesene Corona-Impfung oder eine Bescheinigung, dass der Reisende in der Vergangenheit erkrankt und genesen ist. Diese Vorschrift soll am 23. Januar in Kraft treten.

+++ 19. Januar +++

Infektionszahlen: Mehr als 11.000 Neuinfektionen und 989 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 11.369 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Das waren rund 1000 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Damit stieg die Zahl der der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf 2.052.028 Fälle.  Die Zahl der Corona-Toten stieg um 989 auf 47.622 Fälle.

Von den mehr als zwei Millionen Menschen, bei denen in Deutschland eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, sind laut RKI inzwischen etwa 1.716.200 genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 131,5 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

+++ 18. Januar +++

RKI: Mehr als 6000 Menschen zweifach gegen Covid-19 geimpft

Rund drei Wochen nach dem Covid-19-Impfstart in Deutschland haben mindestens 6581 Menschen die nötige zweite Dosis erhalten. Das geht aus am Montag veröffentlichten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor, die auf den Meldungen der Länder basieren (Stand: 11.00 Uhr). Die erste Dosis haben demnach bislang insgesamt rund 1,1 Millionen Menschen gespritzt bekommen.

Die höchsten Quoten bezogen auf die erste Dosis weisen im Bundesländer-Vergleich Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf (je 2,3 Prozent), die niedrigste hat Baden-Württemberg (1 Prozent). Weil es bislang nur begrenzte Mengen an Impfstoff gibt, werden derzeit bevorzugt Pflegeheimbewohner sowie Berufsgruppen wie Mediziner und Pflegekräfte geimpft. (dpa9

Ungewisse Impfstoff-Lieferung: Brandenburg drosselt Impfzentren

Wegen Verzögerungen bei den Impfstofflieferungen müssen die Corona-Impfungen in den Brandenburger Krankenhäusern und Impfzentren deutlich gedrosselt werden. Daher können über die Hotline 116117 vorerst keine neuen Termine für die Impfzentren vereinbart werden, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Montag erklärte. Bereits vereinbarte Impfungen in den Zentren könnten vorerst jedoch durchgeführt werden. Dazu sollen wie geplant in dieser Woche neben den bereits bestehenden Zentren in Potsdam, Cottbus und Schönefeld (Dahme-Spreewald) weitere Impfzentren in Elsterwerda (Elbe-Elster) und Frankfurt (Oder) eröffnen.

«Alles hängt davon ab, wie viel Impfstoff in den kommenden Wochen verlässlich geliefert werden kann», betonte Hesse. Die Hersteller Biontech und Pfizer hatten erklärt, dass es in den kommenden Wochen zu Verzögerungen kommen könne. Brandenburg erwarte eine Lieferung von 19 500 Impfdosen nun am Dienstag, sagte der Sprecher. Wie es mit den geplanten wöchentlichen Lieferungen derselben Menge weitergehe, sei derzeit aber ungewiss.

Am Nachmittag würden dazu Informationen bei einer Schaltkonferenz mit dem Bundesgesundheitsministerium erwartet, sagte Hesse. «Vordringlich sind jetzt belastbare Zahlen zu Art und Höhe der Lieferausfälle durch Impfstoffhersteller und Bundesgesundheitsministerium.»

Da für den vollständigen Schutz zwei Impfungen notwendig sind, seien aber sämtliche Zweitimpfungen abgesichert, betonte Hesse. Auch die Impfungen in den Pflegeheimen sollen ungebremst fortgeführt werden. «Die Impfungen von Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen haben weiterhin die höchste Priorität, da diese Personen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus haben», sagte Hesse. (dpa)

Polizisten entdecken in Keller 20 Menschen und abgeschnittene Haare

In einem Geschäftshaus im nordrhein-westfälischen Schwerte haben Polizisten 20 Menschen, abgeschnittene Haare und Drogen entdeckt. Die Beamten hätten einen Hinweis auf das Haus erhalten und sich am Freitagnachmittag in dem Gebäude umgeschaut, teilte die Polizei am Montag in Unna mit. Im Keller stießen sie dann auf die 20 Menschen, die keine Schutzmasken trugen und auch den Corona-Sicherheitsabstand nicht einhielten.

Auf dem Boden lagen abgeschnittene Haare, auf den Tischen fanden die Polizisten Friseurbedarf vor. Außerdem stießen die Einsatzkräfte in dem Haus auf diverse Drogen. Drei Menschen wurden vorläufig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Beamten leiteten zudem gegen alle Angetroffenen Verfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung ein. (AFP)

Illegale Corona-Party: Frau flüchtet aufs Dach und stürzt ab

Eine Teilnehmerin einer wegen Corona illegalen Party in München ist bei Eintreffen der Polizei aufs Dach geflüchtet und abgestürzt. Die 24-Jährige fiel aus etwa vier Metern Höhe auf ein Kiesbett, wo sie stehend aufkam, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie war ansprechbar und wurde per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei war in der Nacht auf Sonntag per Notruf 110 über eine laute Party mit mehreren Teilnehmern in einer Wohnung in der Maxvorstadt informiert worden. Mehrere Streifen fuhren hin – und trafen in der Wohnung zwei Frauen und zwei Männer an, die den Angaben zufolge 23 bis 25 Jahre alt sind. Die Beamten stellten zudem fest, dass ein Fenster offen stand. Sie bemerkten, dass sich auf dem Dach eines Rückgebäudes zwei weitere Personen befanden: eine 24-Jährige und ein 32-Jähriger. Diese wurden aufgefordert, über eine Feuerleiter das Dach zu verlassen. Die 24-Jährige habe aber versucht, in die Wohnung zurück zu klettern – und sei dabei abgestürzt, hieß es.

Alle sechs Party-Teilnehmer wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Zudem gibt es eine Anzeige wegen Ruhestörung. (dpa)

+++ 17. Januar +++

Potsdamer Klinik plant Tests von Corona-Mutationen

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann will am Montag mit der Prüfung positiver Corona-Tests auf mögliche Mutationen beginnen. Die ersten Tests würden dann zur Sequenzierung an die Ripac-Labor GmbH in Potsdam und an die IIT Biotech GmbH in Bielefeld geschickt, teilte das größte Krankenhaus in Potsdam am Sonntag mit. Bisher könne das Klinikum Ernst von Bergmann solche Untersuchungen nicht selbst vornehmen. Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt erklärte jedoch: «Unser Ziel ist, schnellstmöglich eine Potsdamer Lösung zu finden - sei es über Kooperationen und/oder eigene Kapazitäten.»

Vom Coronavirus wurden dem Robert Koch-Institut zufolge inzwischen mehrere Varianten entdeckt. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Variante, die in Großbritannien bekannt wurde, noch leichter übertragbar sei. Von einer neuen Virusvariante werde auch aus Südafrika berichtet. Das RKI warnte vor der Gefahr einer Verschärfung der Lage für Deutschland. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte am Mittwoch erklärt, Corona-Mutationen könnten möglicherweise Anfang Februar im Land nachweisbar sein. Es gebe Gespräche unter anderem mit dem Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus. (dpa)

Bahn prüft offenbar Einführung von FFP2-Maskenpflicht

Die Deutsche Bahn prüft offenbar intern die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht in Regional- und Fernzügen. Wie die Bild am Sonntag berichtete, hat die Bahn deswegen bis April bereits vorsorglich zehn Millionen Masken bestellt. Bislang gilt in den Zügen der Deutschen Bahn nur die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

FFP2-Masken haben einen höheren Sicherheitsstandard und schützen anders als die sogenannten Alltagsmasken oder auch einfache OP-Masken nicht nur die Umgebung, sondern auch den Träger selbst. Laut der Bild am Sonntag rechnet die Bahn allein für die 40.000 Mitarbeiter mit Kundenkontakt mit einem täglichen Bedarf von 80.000 Masken. Dabei werde von einem Verbrauch von zwei Masken pro Tag und Person ausgegangen.

Sollten durch das Unternehmen auch FFP2-Masken an Reisende verkauft oder ausgegeben werden, wären dafür laut interner Planung täglich 6,6 Millionen Stück erforderlich, hieß es in der BamS weiter. Die Kosten für die Masken nur für das eigene Personal wurden demnach mit monatlich 2,2 Millionen Euro angegeben. Dazu kämen monatlich 1,7 Millionen Euro als Erschwerniszulage für die Betroffenen. (ctu, dpa)

Nach Einreise für Australian Open: 72 Tennisprofis in Quarantäne

Der Trainingsstart der Tennisprofis für die Australian Open in Melbourne verzögert sich nach weiteren positiven Corona-Tests bei Flug-Passagieren. Wie die Organisatoren des ersten Grand-Slam-Turniers der neuen Saison am Sonntag mitteilten, wurde nach einem Charterflug von Doha nach Melbourne eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. Damit erhöhte sich die Zahl der Corona-Fälle im Zusammenhang mit den Anreisen zu den Australian Open vorläufig auf fünf. Alle Mitreisenden müssen als Erstkontakt in ihren Hotels in eine strikte 14-tägige Quarantäne, darunter 72 Profis.

Zu ihnen gehört auch Angelique Kerber, die das Turnier 2016 gewann. Diese Profis dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen und auch nicht trainieren. Alle übrigen Spielerinnen und Spieler können erst am Montag ins Training einsteigen, weil noch nicht alle Test-Ergebnisse vorlägen, sagte die für Quarantäne-Angelegenheiten im Bundesstaat Victoria zuständige Behördenchefin Emma Cassar am Sonntag.

Profis, die zwei Wochen lang die normale Quarantäne absolvieren, dürfen für Training und Fitness fünf Stunden täglich aus dem Hotel. Die Australian Open sollen am 8. Februar beginnen. (dpa)

Mehrere Länder planen härteres Vorgehen gegen Quarantäne-Verweigerer

Mehrere Bundesländer wollen in der Corona-Pandemie härter gegen Quarantäne-Verweigerer vorgehen. Neben hohen Bußgeldern kommt es künftig im Extremfall zur Zwangseinweisung an zentralen Stellen, berichtete die «Welt am Sonntag» und verwies auf eigene Recherchen. Demnach wären Menschen betroffen, die die amtliche Anordnung missachten, sich wegen einer möglichen oder tatsächlichen Corona-Infektion für bestimmte Zeit zu isolieren. Mit einem Richterbeschluss können sie bei wiederholtem Verstoß oder Weigerung für bestimmte Zeit unter Aufsicht untergebracht werden.

Bereits bekannt war, dass Sachsen zeitnah eine Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen will. Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte allerdings schon im Frühjahr 2020 klargestellt, dass eine solche Zwangsmaßnahme nur ein allerletztes Mittel sei.

In Baden-Württemberg werden für uneinsichtige Quarantäne-Verweigerer derzeit Plätze in zwei Kliniken geschaffen. Diese Plätze würden dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll je eine Klinik im württembergischen und im badischen Landesteil liegen. «Die zwangsweise Unterbringung ist kein neues Instrument, sie konnte auch bisher schon angeordnet werden und wurde in Einzelfällen auch bisher schon angeordnet», sagte der Sprecher. Es handle sich dabei nicht um eine Strafmaßnahme, sondern um eine Maßnahme des Infektionsschutzes.

In Schleswig-Holstein ist nach Angaben der «Welt am Sonntag» eine Unterbringung auf dem Gelände der Jugendarrestanstalt Moltsfelde geplant. Dort entstehe eine vom Kreis Rendsburg-Eckernförde betriebene Einrichtung, hieß es unter Berufung auf den Landkreistag. Die anderen Länder haben laut Zeitung keine zentralen Einrichtungen. Bayerns Gesundheitsministerium habe mitgeteilt, meist gelinge es, Bürger durch den Hinweis auf «Zwangsabsonderung und Bußgeld» zum Einlenken zu bewegen. Als letztes Mittel blieben Zwangseinweisungen in Kommunen. (dpa)

+++ 16. Januar +++

Biontech-Impfstoff künftig einfacher einsetzbar

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Präparat der Hersteller Biontech und Pfizer künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Das hätten neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, dies sei eine gute Nachricht besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die Länder könnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. «Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie.»

Bisher wurde empfohlen, bereits verdünnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren - also zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und Impf-Einsätzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens. Nach Angaben von Biontech ist verdünnter Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar. Er könne also bei Bedarf schon im Impfzentrum verdünnt und dann als vorbereitete Dosis in der Spritze vorsichtig transportiert werden. Dafür sollten spezielle Kühlboxen verwendet werden. Spritzen oder Fläschchen sollten sicher verpackt sein, damit sie aufrecht stehen und nicht lose sind oder rollen.

Aus einer Ampulle können nun auch sechs statt fünf Impfdosen gezogen werden. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde Ende 2020 als erster in der EU zugelassen, inzwischen wird auch das Präparat des US-Herstellers Moderna in Deutschland eingesetzt. (dpa)

Schottland macht Arbeit im Homeoffice - wo möglich - verpflichtend

In Schottland ist das Arbeiten im Homeoffice - soweit die Tätigkeit es zulässt - seit Samstag verpflichtend. «Unter den aktuellen Regeln brauchen Sie eine ernsthafte Entschuldigung, Ihr Zuhause zu verlassen. Arbeit zählt nur dazu, wenn sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann», heißt es in einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen der schottischen Regierung, die am Samstag in Kraft getreten ist. Schottische Arbeitgeber sind demnach gesetzlich dazu verpflichtet, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Dazu gehöre es, Beschäftigte ins Homeoffice zu schicken, wenn ihre Tätigkeiten dies zuließen. Von zuhause aus zu arbeiten, müsse der Standard sein.

In Deutschland fordern unter anderem die Grünen, das Arbeiten im Homeoffice für Bürojobs verpflichtend in den Corona-Verordnungen festzuschreiben. Die Kritiker argumentieren, der Staat schränke private Treffen rigoros ein, lasse am Arbeitsplatz aber viele Kontakte zu und beschränke sich auf Appelle. Umfragen zufolge gehen trotz der extrem angespannten Infektionslage noch immer deutlich mehr Menschen täglich ins Büro als im ersten Lockdown im Frühjahr. ()dpa

Sachsen holt auf: Knapp 43.500 Menschen mit Schutzimpfung

Sachsen holt beim Impfen weiter auf, liegt aber im bundesweiten Vergleich immer noch im hinteren Bereich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag liegt die Impfquote inzwischen bei 10,7 pro 1000 Einwohner. Bis einschließlich Freitag bekamen demnach knapp 43 500 Menschen im Freistaat eine Schutzimpfung - mit rund 34 400 die meisten Beschäftigte aus dem medizinischen Bereich. Spitzenreiter in Deutschland ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Quote von 23,4, der bundesweite Durchschnitt liegt bei 12,6.

Zuletzt gab sich Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) zuversichtlich, dass Sachsen vom Lieferengpass des Impfstoffherstellers Pfizer/Biontech weniger stark betroffen sei als andere Bundesländer und garantierte die notwendige Wiederholungsimpfung. Der Freistaat habe die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen dafür zurückgehalten, hieß es. (dpa)

Inzidenzwert neuer Corona-Infektionen sinkt in Brandenburg

Der Wert der neuen Corona-Ansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche geht in Brandenburg zurück. Er lag am Samstag bei rund 235, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Am vergangenen Montag betrug der Wert noch knapp 300 und vor einer Woche 278. Das Ziel von Bund und Ländern ist jedoch, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz unter 50 neue Infektionen pro 100 000 Einwohner zu bringen.

Innerhalb eines Tages kamen in Brandenburg 916 neue bestätigte Infektionen hinzu. Eine Woche zuvor waren es 1173 neue Fälle. Die meisten zusätzlichen Ansteckungen meldete der Landkreis Spree-Neiße mit 102. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung blieb mit 48 am Samstag auf hohem Niveau.

Seit dem 27. Dezember haben 37 993 Menschen im Land eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sei ein Plus von 4195, berichtete das Ministerium. Die Impfungen waren zunächst schleppend angelaufen, dann holte Brandenburg im Vergleich auf.

Der Corona-Schwerpunkt bleibt der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der fast 408 neue Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche meldete. Noch zwölf Landkreise und kreisfreie Städte liegen über einem Wert von 200. Dann sind touristische Ausflüge und Sport im Radius von 15 Kilometer um die Landkreisgrenze sowie Versammlungen verboten. (dpa)

Piksen in der Kirche: Englische Kathedralen werden zu Impfzentren

In England sind die ersten Menschen in Kirchen gegen das Coronavirus geimpft worden. In der Kathedrale im nordenglischen Lichfield haben die Impfungen in der ungewöhnlichen Kulisse bereits am Freitag begonnen, in der berühmten Kathedrale in Salisbury in Südengland sollte ab Samstag zu den Klängen der Orgel gepikst werden. In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, sodass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

Der Abgeordnete von Lichfield, Michael Fabricant, bezeichnete die Kirche seiner Stadt, vor der am Freitag bereits viele Senioren Schlange standen, auf Twitter als «glamourösestes Impfzentrum Großbritanniens». Der Dekan der Kirche, Adrian Dorber, sagte der Nachrichtenagentur PA: «Ich hoffe, es ist ein Symbol dafür, wie Gemeinden gemeinsam helfen können, diesen großartigen Impfstoff zu verteilen.»

Der in Großbritannien bereits zugelassene Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca kann bei Kühlschranktemperaturen transportiert und gelagert werden und so einfacher auch außerhalb von Krankenhäusern und speziell ausgestatteten Impfzentren zum Einsatz kommen. Auch in Apotheken und Hausarztpraxen finden bereits Impfungen damit statt. (dpa)

3000 Impfzentren: Mega-Impfkampagne in Indien gestartet

In Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern ist am Samstag eine Mega-Impfkampagne gegen das Coronavirus angelaufen. In 3000 Impfzentren sollten allein am ersten Tag rund 300.000 Menschen geimpft werden, beteiligte Krankenhäuser waren mit Blumen und Luftballons geschmückt. Als erstes sollen in dem Schwellenland 30 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen und aus anderen Risikobereichen geimpft werden. Danach folgen bis Juli rund 270 Millionen Menschen über 50 Jahren und Risikopatienten.

Premierminister Narendra Modi sagte in einem Video zum Impfstart, normalerweise dauere es viele Jahre, um einen Impfstoff zu entwickeln. Nun seien in Indien binnen kurzer Zeit sogar zwei Vakzine verfügbar. "Die Welt hat immenses Vertrauen in die indischen Wissenschaftler und die Leistungsfähigkeit der Impfstoff-Produktion", fügte er hinzu.

Zugelassen sind in Indien bisher zwei Impfstoffe: Covishield vom britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca, das vom Serum Institute in Indien hergestellt wird, und Covaxin vom indischen Konzern Bharat Biotech. Um das einheimische Vakzin gibt es allerdings heftigen Streit, weil dieses schon vor Ende der klinischen Tests eine Notfallzulassung erhielt.

Angesichts maroder Infrastruktur und weit verbreiteter Skepsis in der Bevölkerung ist die Impfkampagne eine gewaltige Herausforderung. Indien kann bei der Mammutaufgabe allerdings auf Erfahrungen aus den Immunisierungsprogrammen gegen Polio und Tuberkulose sowie der aufwändigen Organisation mehrwöchiger Wahlen zurückgreifen.

Rund 150.000 Helfer wurden speziell geschult und es gab landesweit Probeläufe, bei denen der Transport von Impfstoffen und die Impfung mit Attrappen und Statisten geübt wurde.

In Indien starben schon mehr als 150.000 Menschen an Covid-19 und die Wirtschaft leidet schwer unter der Pandemie. Millionen Menschen, darunter zahlreiche arme Wanderarbeiter, haben ihren Lebensunterhalt verloren. (AFP)

Überdurchschnittlich viele Corona-Infizierte bei Berliner Feuerwehr

Die registrierte Corona-Infektionsquote bei der Berliner Feuerwehr liegt doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Bevölkerung. Bislang seien 259 Infektionsfälle erfasst worden, 35 davon seien aktuell, teilte die Feuerwehr mit. Betroffen waren und sind damit 5,8 Prozent der 4500 Mitarbeiter der Feuerwehr. Von den knapp 3,8 Millionen Berlinern wurden bisher etwa 2,9 Prozent (112 000) als infiziert erfasst. Für 621 Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter ordneten die Gesundheitsämter Quarantäne an. Aktuell sind 31 Beschäftigte davon betroffen.

Seit Mittwoch werden gezielt Sanitäter und Notärzte der Feuerwehr von mobilen Teams der Senatsgesundheitsverwaltung gegen das Coronavirus geimpft. Diese Berufsgruppe hat viel Kontakt zu anderen Menschen und kann das auch nicht vermeiden. Täglich sind eine zweistellige Zahl freiwilliger Impfungen geplant. Zunächst kommen die Mitarbeiter im Rettungsdienst dran, die sich vor allem um kranke und verletzte Menschen kümmern. Eine Impfung aller Angehörigen der Feuerwehr sei dann für später vorgesehen, hieß es. (dpa)

+++ 15. Januar +++

Deutschland überschreitet Schwelle von zwei Millionen Corona-Infektionen

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie hat die Marke von zwei Millionen Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 22.368 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen wuchs damit auf 2.000.958.

Laut RKI wurden zudem innerhalb eines Tages 1133 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 44.994. Am Donnerstag hatte das RKI mit 1244 Corona-Toten einen neuen Höchstwert bekanntgegeben. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstarben, als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich die genaue Todesursache nicht abschließend nachweisen lässt.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.641.200. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Freitag 146,1 und war damit etwas niedriger als am Vortag. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Wegen der hohen Infektionszahlen gilt seit Mitte Dezember in ganz Deutschland ein harter Lockdown, der vorerst bis zum 31. Januar befristet ist. (dpa)

Ausgangssperre vorgezogen: Franzosen müssen schon ab 18 Uhr zu Hause bleiben

m Kampf gegen das Coronavirus will Frankreich die abendliche und nächtliche Ausgangssperre auf dem gesamten Festland um zwei Stunden auf 18 Uhr vorziehen. Die Regelung solle ab Sonnabend für mindestens 15 Tage gelten, kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris an. „Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen“, sagte Castex. Auch Geschäfte sollen demnach ab 18 Uhr schließen.

Zuvor war das ursprünglich von 20 Uhr bis 6 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements vorverlegt worden. Den Menschen ist es während dieser Zeit nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen.

Die Situation habe sich in den letzten Tagen stabilisiert, bleibe aber besorgniserregend, sagte Castex. Im Schnitt gebe es etwa 16.000 nachgewiesene Fälle am Tag. Keines der französischen Départements liege derzeit unter der Zielmarke von einem Schnitt von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Wegen der neuen Coronavirus-Varianten sollen auch die Grenzkontrollen verschärft werden. Bei der Einreise nach Frankreich von Ländern außerhalb der Europäischen Union wird ein negativer Corona-Test fällig. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte, man werde alles tun, um eine weitere Ausbreitung der ansteckenden in Großbritannien aufgetretenen Virus-Mutation in Frankreich zu vermeiden. Derzeit gebe es täglich etwa 200 bis 300 neue Fälle der britischen Variante. (dpa)

+++ 14. Januar +++

Höchstwert: 1244 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut gemeldeten Corona-Todesfälle hat einen Höchststand erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter 1244 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen von Donnerstagmorgen hervorgeht. Zudem wurden 25 164 Neuinfektionen gemeldet.

Der bisherige Höchststand bei den Toten von 1188 war am 8. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen bei 151,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 310,4 und Sachsen mit 292,4. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 84,0. (dpa)

Studie: Weniger Krebs-Behandlungen im Lockdown

Im und nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 hat es nach Daten eines großen deutschen Klinikbetreibers weniger Krebsbehandlungen gegeben als in der gleichen Zeit 2019. Der Rückgang der stationären Aufnahmen für Diagnostik und/oder Therapien betrage im Schnitt zehn bis 20 Prozent, heißt es in einer Studie von Autoren um den Mediziner Peter Reichardt vom Helios-Klinikum Berlin-Buch. Besonders betroffen seien Patienten über 75, bei denen im Schnitt 20 Prozent weniger Behandlungen durchgeführt worden seien.

Für die Studie wurden rund 69.000 Fälle von 75 Helios-Kliniken in 13 Bundesländern analysiert. Die Autoren halten die Ergebnisse für repräsentativ für Deutschland. Betrachtet wurden Krankenhausaufnahmen zwischen Mitte März und Ende April sowie der Zeit unmittelbar danach bis Mitte Juni 2020 - im Vergleich zu den entsprechenden Zeiträumen 2019. Die Einschnitte in der Onkologie betrafen laut der Studie insbesondere größere Kliniken und Häuser in Bundesländern mit höheren Covid-19-Fallzahlen. Helios ist nach eigenen Angaben Europas größter privater Klinikbetreiber.

Besonders bedenklich sei, dass es 2020 nicht deutlich weniger Krebserkrankungen gab, „sondern die Erkrankungen wahrscheinlich erst später festgestellt wurden“, erklärte Studienautor Reichardt. Gerade bei Krebs sei ein früher Therapiestart aber wichtig für die Überlebenschancen. Weitere Untersuchungen sind nach Einschätzung der Helios-Kliniken nötig, um die Gründe für den Rückgang zu klären. Vermutet wurde ein Einfluss von Ängsten von Patienten vor einer Ansteckung im Krankenhaus, aber womöglich auch von geschlossenen oder eingeschränkt geöffneten Arztpraxen im Lockdown. (dpa)

+++ 13. Januar +++ 

Brandenburg: Moderna-Impfstoff nicht beeinträchtigt

Der nach Brandenburg gelieferte Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann trotz anfänglicher Befürchtung von Kühlproblemen nach Angaben der Landesregierung verwendet werden. «Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Qualität der Impfstoffe durch die Temperaturschwankungen und den Transport nicht beeinträchtigt worden sein sollen und die Impfstoffe unbedenklich verwendet werden können», sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags und zitierte aus einer Information, die sie gerade erhalten hatte.

Der Moderna-Impfstoff wurde nach Darstellung der Ministerin am Dienstag an Berlin und Brandenburg vom zentralen Depot des Bundes geliefert. «Die Berliner Kollegen haben uns informiert, dass möglicherweise beim Transport Probleme mit der Kühlkette aufgetreten sein könnten», sagte sie. «Deshalb haben wir gemeinsam mit Berlin eine Überprüfung veranlasst beim Hersteller, beim Bundesgesundheitsministerium.»

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor Entwarnung gegeben. «Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden», sagte ein Sprecher auf Anfrage am Mittwoch in Berlin. Demnach wurden die Verteilzentren der beiden Bundesländer darüber auch schon von der für die Impfstoff-Logistik verantwortlichen Bundeswehr informiert. (dpa)

Brandenburg meldet höchste Zahl an Todesfällen

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hat in Brandenburg den bisher höchsten Stand erreicht. Innerhalb eines Tages seien 63 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mit. Vor einer Woche waren es 61 Todesfälle. Auch bei den neuen Infektionen gibt es keine Entspannung: Die Gesundheitsämter meldeten von Dienstag auf Mittwoch 956 neue Ansteckungen. Im Landkreis Spree-Neiße kamen mit 159 die meisten neuen Infektionen hinzu. Derzeit werden 1104 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 246 auf Intensivstationen.

Einen positiven Trend gibt es allerdings: Die Zahl neuer Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche liegt in den drei Kreisen Märkisch-Oderland, Oberhavel und Potsdam-Mittelmark sowie in Frankfurt (Oder) mittlerweile unter der wichtigen Marke von 200. Ab diesem Inzidenzwert sind zum Beispiel Sport und touristische Ausflüge in einem Radius von 15 Kilometern um die Landkreis- oder Stadtgrenze nicht erlaubt, außerdem sind Versammlungen dann grundsätzlich verboten.

Am Dienstag lag nur der Kreis Oberhavel unter dem Wert von 200. Hotspot in Brandenburg bleibt der Kreis Elbe-Elster mit 477 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche - der Wert rutschte immerhin unter 500. Landesweit hat Brandenburg hier ein Durchschnittsniveau von 270.

Testpflicht vor Einreise aus ausländischem Risikogebiet - auch BER betroffen

Bei der Einreise nach Brandenburg aus ausländischen Corona-Risikogebieten ist künftig zuzüglich zu einer zehntägigen Quarantäne auch ein Corona-Test vorgeschrieben. Dies beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam, wie die Staatskanzlei mitteilte. Zu den Risikogebieten gehört auch Polen. Diese Regelung betrifft auch Einreisende am Flughafen BER, wie dieser auf seiner Internetseite mitteilt.

Die Verordnung tritt am Mittwoch in Kraft und gilt zunächst bis Ende Januar. Ausnahmen gelten weiterhin für Berufspendler, Schüler sowie für Besuche bei engen Verwandten oder Lebenspartnern. Wer nach Brandenburg kommt, muss sich höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach der Einreise testen lassen.

«Mit der generellen Testpflicht vor Einreise und der Pflicht zur Registrierung hoffen wir, die unkontrollierte Einschleppung aus dem Ausland stoppen zu können», sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Diese Regelung gelte bundesweit. Es sei wichtig, die Verbreitung des Virus und vor allem der neuartigen Mutationen zu bremsen. «Deshalb ist ab morgen die Einreise aus Risikogebieten nur mit frischem Negativ-Test in der Tasche möglich.» (dpa/BK)

Für Flüge in die USA wird künftig ein negativer Corona-Test verlangt

Für Flüge in die USA ist künftig vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests nötig. Diese Regelung werde ab dem 26. Januar gelten und dabei helfen, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Dienstagabend. Falls ein Passagier kein negatives Testergebnis oder eine überstandene Covid-Infektion nachweisen könne, „muss die Fluggesellschaft das Boarding verweigern“, hieß es. Der sogenannte PCR-Test, mit dem das Virus nachgewiesen werden soll, muss demnach in den drei Tagen vor der Abreise erfolgt sein.

Die Behörde fordert alle Reisenden zudem auf, sich drei bis fünf Tage nach der Ankunft in den USA erneut testen zu lassen und sieben Tage nach der Reise zuhause zu bleiben. Dabei handelt es sich jedoch um Empfehlungen, keine rechtlich bindende Vorschrift.

„Tests eliminieren nicht jedes Risiko“, räumte CDC-Chef Robert Redfield ein. In Kombination mit den übrigen Vorsichtsmaßnahmen werde es das Reisen aber sicherer machen. Die neue Regelung wird für alle internationalen Flüge in die USA gelten, unabhängig vom Abflugort und der Staatsbürgerschaft oder des Visums der Reisenden. Die US-Regierung hatte wegen der Pandemie im vergangenen Jahr weitgehende Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa, China und Brasilien verhängt. Diese gelten auch weiterhin.

Angesichts der neuen und wahrscheinlich ansteckenderen Variante des Coronavirus, die sich bislang vor allem in Großbritannien ausgebreitet hat, verlangen die USA bereits seit Ende Dezember einen negativen Corona-Test bei einer Einreise von dort. Einzelne Fälle der neuen Variante wurde inzwischen bereits in zahlreichen US-Bundesstaaten nachgewiesen. (dpa)

19 600 Corona-Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19 600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 155,0. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Thüringen mit 324,2 und Sachsen mit 304,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 83,7. (dpa)

+++ 12. Januar +++

Corona: Niederlande verlängern Lockdown bis 9. Februar

Die Niederlande werden den Lockdown um weitere drei Wochen bis zum 9. Februar verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. „Wir haben keine Wahl“, sagte er. Die Zahl der Neuinfektionen sei zwar vier Wochen nach Verhängung des Lockdowns zurückgegangen, doch es reiche bei weitem nicht aus. Hinzu gebe es große Sorgen über die britische Virus-Mutation, sagte Rutte. „Die Bilder aus London sind sehr alarmierend.“

Die Regierung schließe auch verschärfende Maßnahmen wie eine abendliche Ausgangssperre nicht aus. Bis März wird von Auslandsreisen dringend abgeraten. „Es ist noch nicht vorbei“, sagte der Premier und appellierte an die Bürger: „Halten Sie durch.“

Seit Mitte Dezember gelten strenge Corona-Maßnahmen im Land. Gaststätten und Geschäfte sind geschlossen, ebenso auch die Schulen. Persönliche Kontakte außerhalb des eigenen Haushaltes sind auf zwei Personen am Tag begrenzt. Ursprünglich sollten die Maßnahmen nur bis zum 19. Januar gelten. Die Regierung erwägt aber, die Grundschulen bereits Ende Januar wieder zu öffnen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist die zweite Woche in Folge leicht zurückgegangen, wie das nationale Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag meldete. Das sei eine Folge des Lockdown. In den vergangenen sieben Tagen waren rund 49.000 Infektionen registriert worden, etwa 12 Prozent weniger als in der Vorwoche.

Am Dienstag waren knapp 5000 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Zum Vergleich: In Deutschland mit etwa fünfmal so vielen Einwohnern waren zuletzt rund 12.800 Neuinfektionen registriert worden.

+++ 11. Januar +++

Moderna-Impfstoff kommt am Montag nach Deutschland

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch an diesem Montag an einen zentralen Punkt in Deutschland geliefert werden und am Dienstag an die Bundesländer gehen. Dann könnten die Impfzentren beginnen, auch dieses Präparat zu impfen, sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Es werde aber keine Wahlmöglichkeit geben, ob man diesen Impfstoff oder jenen von Biontech/Pfizer bekommen wolle. Dafür sei die Menge zu gering. Bis Ende des Quartals rechne er mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen.

Spahn betonte erneut, dass das Impfen mit der Öffnung der Impfzentren beschleunige, wenn auch unter Bedingungen der Knappheit. Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden sei, könnten auch die Hausärzte Impfungen vornehmen. Das werde im Laufe des Jahres geschehen, dazu brauche man aber „richtig viel Impfstoff“.

RKI-Zahlen vom Montagmorgen: 12.497 neue Corona-Fälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12 497 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 343 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 166,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 359,8 und Thüringen mit 316,2. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 90,9. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

+++ 10. Januar +++

Brandenburg: Polizei löst illegale Party in unbewohnten Haus auf

Anwohner haben im Landkreis Teltow–Fläming in Brandenburg die Polizei gerufen, weil ihre Nachbarn gegen das Infektionsgesetz verstoßen haben sollen. Sie berichteten Beamten demnach am Telefon, dass mehrere Personen in einem leerstehenden Gebäude in Luckenwalde eine Party feiern würden. Polizisten gingen der Sache nach und stießen auf neun Gäste im Alter von 17 bis 25 Jahren.

Sie alle hatten nach Angaben der Polizei gegen die bestehenden Hygienevorschriften verstoßen. Die Beamten belehrten die Gäste, erteilten Platzverweise und leiteten einen Bericht an den zuständigen Landkreis zur Verfolgung der Ordnungswidrigkeit weiter. (lex)

16 946 Corona-Neuinfektionen und 465 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 16 946 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 465 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 162,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten. (dpa)

+++ 9. Januar +++

Je 750 Euro Strafe für Feiernde: Party trotz Corona in Belgien

Eine wegen der Coronaregeln illegale Geburtstagsparty in Belgien kommt Dutzenden Feiernden teuer zu stehen: Gut 60 Strafzettel stellte die Polizei aus, jeder angetroffene Gast muss 750 Euro zahlen, wie die Nachrichtenagentur Belga am Samstag berichtete. Als Anlass der Party wurde der Geburtstag einer 20-Jährigen angegeben.

Den Angaben zufolge kamen die Feiernden aus Luxemburg und Frankreich. Die Polizei war gegen vier Uhr morgens auf die Party in Tintigny nahe der Grenze zu Luxemburg und Frankreich aufmerksam geworden. In Belgien gelten zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens strenge Ausgangsbeschränkungen, die Straße darf nicht betreten werden. (dpa)

Sachsen verlängert Lockdown bis 7. Februar

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt Sachsen auf einen Lockdown bis zum 7. Februar und geht damit über die Festlegungen der Bund-Länder-Schalte hinaus. Dort war von einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar die Rede. Demnach bleiben Kitas und Schulen im Freistaat bis zum 7. Februar weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. Das beschloss das Kabinett am Freitag in Dresden. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von weiterhin „besorgniserregenden Zahlen“ im Freistaat. Oberstes Prinzip sei es, Kontakte zu vermeiden. Zahlreiche bestehende Regelungen - etwa der 15-Kilometer-Radius - bleiben unverändert. Auch Geschäfte bleiben geschlossen. Die neue Verordnung gilt ab dem 11. Januar.

Laut neuer Verordnung bleiben Kitas und Schulen in Sachsen bis zum 7. Februar geschlossen, vom 8. Februar an sollen sie im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen - wenn es die Infektionszahlen zulassen. An den Grundschulen soll in festen Klassen unterrichtet werden, an weiterführenden Schulen in einem Wechsel von Unterricht zu Hause und in der Schule. Schüler der Abschlussklassen sollen ab 18. Januar wieder zur Schule gehen können - in geteilten Klassen. Für Eltern soll es zumindest finanziell Entlastung geben: Eltern, die ihre Kinder aufgrund des Lockdowns nicht in Krippe, Kindergarten, Hort oder Kindertagespflege betreuen lassen können, müssen auch keine Elternbeiträge entrichten. Für den Zeitraum vom 14. Dezember bis 17. Januar 2021 wird ein Monatsbeitrag pauschal erstattet, danach für jede weitere Woche ein Viertel des jeweiligen Monatsbeitrages.

Winterferien in Sachsen waren vom 10. bis 22. Februar geplant. Die Regierung hat sich nun für einen Kompromiss entschieden. Die erste Ferienwoche soll auf die erste Februarwoche vorgezogen werden. Die zweite planmäßige Ferienwoche soll in der Karwoche vor Ostern nachgeholt werden. Wenn Eltern schon einen Urlaubsplatz für die eigentliche Ferienzeit gebucht haben, können die Kinder vom Unterricht freigestellt werden.

Sachsen verschärft zwar die Kontaktregeln: Demnach darf sich zwar wie mit dem Bund vereinbart ab Montag nur noch ein Hausstand mit einer weiteren Person treffen. Allerdings gibt es Ausnahmen: Abwechselnde Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren sind erlaubt, die Kinder dürfen aber höchstens aus zwei Haushalten kommen. Damit dürfen sich etwa zwei Familien bei der Kinderbetreuung abwechseln. Köpping sprach von einer „lebensnahen Lösung“. Man habe dies auch ermöglichen wollen, betonte die Ministerin, weil die Notbetreuung zu 20 Prozent ausgelastet sei. Damit sei eine Grenze erreicht.

Nach Kritik an der Corona-Testpflicht für Berufspendler aus Polen und Tschechien rückte das Kabinett zudem von der geplanten Testung zweimal pro Woche ab. Stattdessen sollen sich Pendler nur noch einmal pro Woche testen lassen. Um den Unternehmen mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben, beginnt die Testpflicht erst am 18. Januar und damit eine Woche später als geplant. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) stellte Unternehmen, die ihre Pendler unterstützen, einen Zuschuss bis zu zehn Euro pro Schnelltest in Aussicht. (dpa)

24 694 Corona-Neuinfektionen und 1083 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 24 694 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1083 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert. (dpa)

+++ 8. Januar +++

EMA: Astrazeneca-Impfstoff soll noch im Januar zugelassen werden

Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA ist zuversichtlich, dass bereits Ende Januar ein dritter Impfstoff gegen Covid-19 in der EU zugelassen wird. Nächste Woche werde der Antrag der Hersteller Astrazeneca auf eine bedingte Marktzulassung in der EU erwartet, teilte EMA-Chefin Emer Cooke am Freitag in Amsterdam mit. Ende Januar könnte dann eine positive Empfehlung der EMA erfolgen. Anschließend muss die EU-Kommission noch zustimmen, das gilt als Formsache.

Bisher sind zwei Impfstoffe in der EU zugelassen: das Präparat der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie seit dieser Woche das Mittel des US-Unternehmens Moderna. Der Impfstoff von Astrazeneca ist bereits in Großbritannien zugelassen.

Der dritte Impfstoff könnte das Problem der Impfstoff-Knappheit in der EU erleichtern. Die EU hat von dem Präparat bereits 400 Millionen Dosen bestellt. Der im Vergleich preiswertere Impfstoff kann im Gegensatz zu dem von Biontech/Pfizer und Moderna bei normaler Kühlschranktemperatur für sechs Monate gelagert werden.

Nachschub für die Impfzentren: Biontech liefert 668.000 neue Dosen

Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine neue Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech erhalten. Sie sollen insgesamt knapp 668.000 Impfdosen bekommen. Die Lieferung soll direkt vom Hersteller Biontech an die 27 Anlieferzentren der Länder gehen. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Dosen. Den kleinsten Anteil bekommt Bremen mit 4875 Dosen. In dieser Größenordnung war die Lieferung auch angekündigt worden.

Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel mindestens 417 060 Menschen gespritzt worden, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag (Stand 11.00 Uhr) mitgeteilt hatte. 201 000 Menschen erhielten den Impfstoff aus beruflichen Gründen. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 168 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht.

Zudem ist auch die Impfbereitschaft in Deutschland gestiegen. Laut dem ARD-Deutschlandtrend gaben Anfang der Woche 54 Prozent an, sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen - das waren 17 Prozentpunkte mehr als im November 2020. Weitere 21 Prozent sagten, sie wollten sich wahrscheinlich impfen lassen (minus 13 Prozentpunkte). Die Impfbereitschaft sei in allen Altersgruppen gewachsen, insbesondere aber bei den Menschen unter 65 Jahren. Nach wie vor zeigten sich jüngere Menschen gegenüber einer Corona-Impfung weniger offen als ältere.

+++ 7. Januar +++

Schläge auf Polizisten, Hitlergruß, Corona-Verstöße: 48 Anzeigen, vier Festnahmen bei Demo

Bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Stuttgart hat die Polizei vier Männer vorläufig festgenommen. Die Beamten stellten am Mittwoch zudem in 48 Fällen Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung, wie die Polizei in Stuttgart am Donnerstag mitteilte. Eine große Zahl von Teilnehmern trug demnach keinen Mund-Nasen-Schutz und hielt den erforderlichen Abstand nicht ein. Die Stadt verfügt schließlich die Auflösung der Versammlung, dem folgten die Demonstranten allerdings nur zögerlich.

Die Beamten kontrollierten insgesamt 57 Menschen. Dabei schlug ein 48-Jähriger einem Polizisten gegen gegen die Brust. Er wurde ebenso vorläufig festgenommen wie zwei 32 und 20 Jahre alte Männer, die Einsatzkräfte beleidigten. Einen 55-Jährigen, der während der Versammlung den Hitlergruß zeigte, nahmen die Polizeibeamten ebenfalls vorläufig fest. (AFP)

Polizeigewerkschaft: Ein-Personen-Regel wird nicht ohne Anlass kontrolliert

Die Polizei wird die Ein-Personen-Regel bei privaten Treffen nicht ohne Anlass kontrollieren. Die Polizei sei auf die "Unterstützung der Bevölkerung" angewiesen, um diese neu beschlossene Regel durchzusetzen, sagte Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), am Donnerstag dem Portal "Watson".

Verstöße gegen die Ein-Personen-Regelung könnten in privaten Haushalten nur bei konkreten Hinweisen kontrolliert werden. "Jedenfalls ist nicht damit zu rechnen, dass die Polizei anlasslos in Privathaushalten vorstellig wird, um Kontrollen durchzuführen - das gilt auch für Ordnungsbehörden", betonte Wendt.

Die Durchsetzbarkeit der von den Regierungen beschlossenen Regeln sei "nicht allein mit ordnungsbehördlichen oder polizeilichen Maßnahmen zu schaffen". Die schon jetzt anfallenden Kontrollen der weiteren Corona-Maßnahmen sowie die Sicherung der Impfeinrichtungen fordere alle Kapazitäten. (AFP)

Oberverwaltungsgericht kippt Anforderung an Masken-Atteste

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat eine entscheidende Anforderung an die Ausstellung von Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht vorerst gekippt. Die Richter hätten die Bestimmung der Brandenburger Eindämmungsverordnung, wonach auf den Attesten die Diagnose und die daraus folgenden Gründe für die Befreiung von der Maskenpflicht vermerkt sein muss, im Eilverfahren außer Vollzug gesetzt, teilte das OVG am Donnerstag mit. Dabei stehe in Frage, ob dieser datenschutzrechtliche Eingriff im Infektionsschutzgesetz eine ausreichende rechtliche Grundlage habe, erklärten die Richter.

Der Antragsteller sei ansonsten gezwungen, seine konkrete Diagnose an vielen nicht-öffentlichen Stellen wie Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Demonstrationen oder religiösen Veranstaltungen zu offenbaren, hieß es in der Begründung weiter. Dabei handele es sich jedoch um gesundheitsbezogene Daten, die einem besonders hohen Schutz unterlägen. «Soweit der Antragsteller befürchte, seine Gesundheitsdaten könnten durch Mund-Propaganda im Dorf schnell die Runde machen, sei dies nicht von der Hand zu weisen», teilte das Gericht mit. (dpa)

Länder sollen am Freitag 667 875 Impfdosen bekommen

Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine weitere Lieferung des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech in sechsstelliger Größenordnung erhalten. Sie sollen insgesamt 667 875 Impfdosen erhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Lieferung erfolge über Biontech direkt an die 27 Anlieferzentren der Länder. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141 375 Dosen, den kleinsten Bremen mit 4875 Dosen. Somit soll die weitere Auslieferung der Impfdosen wie bereits angekündigt ablaufen. (dpa)

Mehr als 417 000 Covid-19-Impfungen beim Robert Koch-Institut erfasst

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 46 000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 417 060 Menschen gespritzt worden. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Donnerstag (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (13,5), die wenigsten für Thüringen (2,5). In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 84 000 Geimpften laut RKI. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 201 000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 168 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein. (dpa)

26 391 Corona-Neuinfektionen und 1070 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26 391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert. (dpa)

+++ 6. Januar +++ 

FDP-Politiker entschuldigt sich für Skiurlaub im Lockdown

Zuvor hatte das Nachrichtenportal Sauerlandkurier.de über die Reise des Arnsberger Unternehmers und FDP-Abgeordneten berichtet. Demnach hatte Cronenberg über den Jahreswechsel mehrere Tage mit seiner Familie im Schweizer Kanton Wallis verbracht, um dort Ski zu fahren.

Gegenüber dem Online-Portal aus seinem Wahlkreis Hochsauerland hatte Cronenberg seine Entscheidung auch damit begründet, dass er die Lage in seinem Urlaubsort als deutlich risikofreier eingeschätzt habe als etwa die Situation in einigen Sauerländer Schneegebieten.

„Ich selbst habe jahrelang in der Schweiz gelebt und bin beruflich immer wieder dort, so dass ich weiß, wie strikt und konsequent die Hygienekonzepte dort umgesetzt und eingehalten werden. Für den Urlaubsort haben wir uns bewusst entschieden“, wurde er zitiert. „Ich war niemand, der in der Vergangenheit geschrien hat: Bleibt zu Hause und schließt alle Hotels“, so Cronenberg weiter. Er habe immer für lokale Maßnahmen in Abhängigkeit vom lokalen Infektionsgeschehen plädiert.

Zahlreiche Politiker und Experten hatten angesichts der angespannten Corona-Lage und Entwicklung der Neuinfektionen an die Bevölkerung appelliert, in den Weihnachtsferien auf touristische Reisen zu verzichten.

Los Angeles: Rettungswagen transportieren manche Patienten nicht mehr

Rettungskräfte im US-Bezirk Los Angeles sind wegen der Überlastung durch die Corona-Welle inzwischen angewiesen, bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Krankenhäuser zu bringen. Sollte bei einem Herzstillstand eine Wiederbelebung vor Ort nicht erfolgreich sein, sollten die Patienten «nicht transportiert werden», hieß es in einer Anordnung des Rettungsdienstes. Zudem soll das Verabreichen von Sauerstoff auf Patienten mit niedriger Sauerstoffsättigung im Blut von weniger als 90 Prozent begrenzt werden. (dpa)

Mehr als 1000 Corona-Tote an einem Tag in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 21.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 21.237 weitere Ansteckungsfälle erfasst. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1.808.647.

Nach Angaben des RKI wurden zudem 1019 Todesfälle durch die Pandemie binnen 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 36.537. (AFP)

3775 Corona-Tote an einem Tag: Rekordzahl in den USA

Die USA haben einen neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen an einem Tag erreicht. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Dienstag 3775 Tote registriert. Der bisherige Rekordwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Verstorbenen verzeichnet worden.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Daten zufolge wieder auf gut 229 000 an, wie aus Zahlen der Universität am Mittwoch hervorging. Der bislang höchste Wert war am Samstag mit 297 491 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 357 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. (dpa)

+++ 5. Januar +++

Biontech warnt vor zeitlicher Streckung: Wirksamkeit von Impfstoffgaben nicht überprüft

Das deutsche Pharmaunternehmen Biontech hat davor gewarnt, die für eine Immunisierung notwendigen zwei Dosen seines Corona-Impfstoffs in größerem zeitlichen Abstand als vorgesehen zu geben. Es lägen keine Daten vor, die eine Sicherheit und Wirksamkeit für den Fall belegten, dass die beiden Dosen im Abstand von mehr als drei Wochen gespritzt werden, erklärte Biontech am Dienstag.

Zwar belegten Daten, dass Empfänger schon zwölf Tage nach der ersten Spritze gegen das Coronavirus teilweise geschützt seien. Es gebe jedoch keine Belege dafür, dass der Schutz durch die erste Dosis mehr als 21 Tage lang andauere. In der klinischen Studie hätten nahezu alle Probanden die beiden Dosen in diesem Abstand erhalten.

Angesichts der begrenzten Mengen an verfügbarem Impfstoff hatte Dänemark am Montag angekündigt, die Impfdosen des Biontech-Vakzins mit bis zu sechs Wochen Abstand zu verabreichen. So sollen mehr Menschen in einem kürzeren Zeitraum zumindest eine erste Impfung erhalten. Großbritannien hatte angekündigt, sogar bis zu zwölf Wochen zwischen den beiden Impfungen verstreichen lassen zu wollen. (AFP)

Zahl der Corona-Impfungen auf rund 317.000 gestiegen

Die Zahl der in Deutschland verabreichten Corona-Impfungen ist auf rund 317.000 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab am Dienstag den Stand der Impfungen bis Montagabend mit 316.962 an, 44.563 mehr als am Vortag. Dies entspricht einer Impfquote von bundesweit 0,38 Prozent.

Von den Geimpften sind demnach 131.885 Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. Weitere 149.727 Menschen wurden aufgrund einer beruflichen Indikation geimpft, dies betrifft vor allem Pflegekräfte und weiteres medizinisches Personal. 73.734 Menschen erhielten aufgrund ihres Alters den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer, weitere 10.216 aus medizinischen Gründen.

Große Unterschiede gibt es weiterhin zwischen den Bundesländern. Spitzenreiter bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit einer Impfquote von 0,86 Prozent vor Sachsen-Anhalt mit 0,71 Prozent und Hessen mit 0,6 Prozent. Schlusslicht ist Niedersachsen mit einer Quote von 0,11 Prozent. Ebenfalls relativ wenig geimpft wurde bislang in Brandenburg und Thüringen mit Impfquoten von jeweils 0,13 Prozent. (AFP)

Kassenärztliche Vereinigung: Praxisärzte sollten bald mitimpfen

Nach Überzeugung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin sollten sich niedergelassene Ärzte möglichst bald an den Impfungen gegen das Coronavirus beteiligen können. «Viele Menschen müssen sehr schnell geimpft werden. Das schaffen wir nur in den Praxen», teilte der KV-Vorstand am Dienstag mit. «In der ambulanten Versorgung impfen wir in jedem Jahr innerhalb kürzester Zeit Millionen Menschen. Das schaffen wir auch bei der Covid-19-Impfung.»

Die KV plädierte dafür, diese Möglichkeiten zu nutzen, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, der logistisch einfacher zu handhaben sei. Das ist nach Einschätzung der KV beim Impfstoff des Unternehmens Astrazeneca und der Universität Oxford der Fall. «Der Vorteil gegenüber dem Impfstoff von Biontech/Pfizer liegt klar auf der Hand. Die Lagerung bei Kühlschranktemperaturen macht eine Impfung in den Praxen möglich.» (dpa)

Schleppender Impfstart: Brandenburgs Gesundheitsministerin bittet um Geduld

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat angesichts eines schleppenden Starts der Corona-Impfungen und Chaos bei der Termin-Hotline um Geduld gebeten. «Es ist ein Marathonlauf über viele Wochen und Monate», sagte Nonnemacher am Dienstag anlässlich des Starts des Impfzentrums in Potsdam. Viele hätten einen Terminwunsch, die noch nicht an der Reihe seien. Es sei wichtig, dass erstmal nur die über 80-Jährigen drankämen und Termine über die Hotline buchten.

Auf die Kritik, mit den Impfungen gehe es zu langsam voran, entgegnete die Ministerin, man brauche anerkennende Worte und kein Gemecker. In Pflegeheimen brauche es zum Beispiel Zeit, um notwendige Einwilligungen für Impfungen einzuholen. Ab der zweiten Jahreshälfte könne der Impfstoff in Hausarztpraxen sein.

Mit Potsdam und Cottbus öffnen die ersten beiden von elf geplanten Impfzentren, zunächst werden über-80-jährige Bürger und Mitarbeiter aus ambulanten Diensten geimpft. Bei der Termin-Hotline hatte es am Montag lange Wartezeiten und technische Probleme gegeben. (dpa)

Frankreichs Regierung gerät wegen Impfkampagne massiv unter Druck

 Wegen des extrem schleppenden Impfstarts in Frankreich gerät die Regierung immer weiter unter Druck. Man werde die Corona-Impfstrategie jetzt «verstärken, beschleunigen und vereinfachen», kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstag im Gespräch mit dem französischen Sender RTL an.

Die Impfungen sollen so bald wie möglich nun auch zum Beispiel auf Menschen über 75 Jahre, die nicht im Heim leben, ausgeweitet werden. Véran sagte außerdem, dass Anmeldungen für eine Impfung über Internet und Telefon möglich sein sollen. Konkret solle das am Donnerstag vorgestellt werden.

In Frankreich herrschte am Dienstagmorgen noch immer Unklarheit über die konkrete Zahl der geimpften Menschen. Am Montag seien 2000 Impfungen überschritten worden, sagte Véran. Fakt ist, dass Frankreich im Vergleich mit vielen anderen Staaten hinten liegt. Véran versprach, dass man in den kommenden Tagen zu den Nachbarn aufschließen werde. Zum Vergleich: In Deutschland wurden mit Stand Montagmittag mehr als 260 000 Impfungen offiziell gemeldet. (dpa)

Sachsen diskutiert Streichung der Winterferien

Sachsen denkt über eine Streichung der Winterferien im Februar nach. Nach dpa-Informationen soll der Plan am Dienstag im Kabinett diskutiert werden. Zuvor hatte die «Freie Presse» berichtet. Demnach sollen als Ausgleich die Osterferien um eine Woche verlängert werden und bereits in der Karwoche ab dem 29. März beginnen, hieß es in dem Bericht. Die Schüler sollen damit nach dem Lockdown möglichst schnell wieder unterrichtet werden. (dpa)

Britische Abgeordnete wegen Corona-Verstoßes verhaftet und angeklagt

Eine britische Abgeordnete ist wegen eines eklatanten Verstoßes gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verhaftet und angeklagt worden. Das bestätigte die Polizei in Schottland am Montagabend.

Die Politikerin Margaret Ferrier, früher Fraktionsmitglied der Schottischen Nationalpartei (SNP), hatte im September für einen Aufschrei gesorgt, als sie mit Corona-Symptomen im Zug 600 Kilometer von Glasgow nach London fuhr, dort im Parlament sprach und nach einem positiven Test wieder nach Glasgow zurückfuhr.

Trotz Rücktrittsforderungen gab die 60-Jährige ihren Sitz im Unterhaus für den schottischen Wahlbezirk Rutherglen and Hamilton West bislang nicht auf. Sie wurde jedoch aus der Fraktion verwiesen und ist inzwischen unabhängige Abgeordnete. (dpa)

944 Corona-Tote, rund 11.900 Neuansteckungen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages fast 11.900 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 11.897 weitere Ansteckungsfälle erfasst. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1.787.410.

Nach Angaben des RKI wurden zudem 944 Todesfälle durch die Pandemie binnen 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 35.518.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.424.700. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Dienstag 134,7. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. (AFP)

Grenzkontrollen zu Polen: Hälfte der Einkaufstouristen kehrt um

Die Quarantänepflicht für Reisende bei der Rückkehr aus Polen - wie bei Einkaufsfahrten - scheint knapp vier Wochen nach ihrer Einführung noch wenig bekannt zu sein. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag erklärte, sind am Montag - dem ersten Werktag nach dem Jahreswechsel - die Hälfte der an der Grenze kontrollierten Fahrzeugführer nach Belehrung wieder umgekehrt. Insgesamt wurden von Ahlbeck bis Pomellen (Vorpommern-Greifswald) 30 Fahrzeuge kontrolliert, die nach Polen wollten. 15 Fahrer kehrten lieber wieder um. Bei der Einreise aus Polen seien 42 Fahrzeuge samt Insassen genauer unter die Lupe genommen worden - so viele wie an den drei Tagen vorher zusammen. Von ihnen verzichteten elf Autofahrer auf die Einreise nach Deutschland.

Mit der Quarantänepflicht will die Schweriner Landesregierung verhindern, dass das Coronavirus stärker ins Land getragen wird. Sie gilt seit 12. Dezember. Seitdem laufen intensive Grenzkontrollen von Landes- und Bundespolizei. Das hat nach Einschätzung von Experten auch zu einem Rückgang der Kriminalität im Nordosten geführt. (dpa)

Unangemeldete Corona-Proteste in Stralsund und Schwerin aufgelöst

Mit Verweis auf die strengen Corona-Einschränkungen haben Polizei und die Versammlungsbehörden sogenannte Protestspaziergänge in Schwerin und Stralsund verhindert. Wie die zuständigen Polizeisprecher am Dienstag erklärten, hatten sich am Montagabend ohne Anmeldung etwa 45 Protestierer in Stralsund und etwa 30 Leute in Schwerin versammelt. Um die vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln - wie Mindestabstand und Maskenpflicht - zu umgehen, habe auch bei den Treffen niemand eine Versammlung anmelden wollen. Daraufhin untersagten die Behörden auch spontane Protestspaziergänge in größeren Gruppen. In Stralsund seien mehreren Teilnehmern zudem Platzverweise erteilt worden.

Im Gegensatz dazu gab es in Rostock und Neubrandenburg sogenannte Protestspaziergänge auf vorher festgelegten Routen in der Innenstadt, auch mit Maskenpflicht. Daran nahmen nach Angaben der Polizei insgesamt 150 Menschen teil. Solche Proteste finden seit dem Frühjahr in mehreren Städten im Nordosten jeweils am Montagabend statt. Sie hatten in früheren Zeiten auch bis zu 1200 Teilnehmer. (dpa)

+++ 4. Januar +++

Frühere Zulassung? EMA berät heute über Moderna-Impfstoff

Eigentlich wollte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erst am 6. Januar über die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna beraten, doch nun hat sie die Beratungen auf den heutigen Montag vorgezogen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Sprecher der Behörde sagte der Nachrichtenagentur gegenüber, auch eine Einschätzung könne noch im Tagesverlauf erfolgen. Es wäre der zweite Impfstoff, der in der EU zugelassen würde, nach dem Vakzin von Biontech und Pfizer.

Bundesregierung verteidigt Impfstoff-Bestellung

Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU verteidigt. Die Bundesregierung stehe hinter dieser „Grundsatzentscheidung“, sagte Seibert am Montag in Berlin. „Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist“, sagte er weiter.

Seibert reagierte auf kritische Fragen von Journalisten, die auf eine zu geringe Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland zielten. Seibert räumte – auch mit Blick auf die Umsetzung der Impfstrategie in den Ländern – ein, „dass es derzeit noch nicht an allen Stellen optimal läuft“. In diesem Geiste werde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch am Dienstag die Gespräche mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise führen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte: „Dass es jetzt am Anfang knapp sein würde mit dem Impfstoff, das war von Anfang an klar.“ Der Sprecher des Bundesgesundheitsministers nannte die begrenzte Produktionskapazität als Grund für die aktuell geringen Mengen an Impfstoff. „Eine andere Bestellpraxis hätte nichts daran geändert.“

Seibert sagte, der europäische Zusammenhalt habe sich gerade in der Pandemie als wichtig erwiesen. Berichte aus den Krankenhäusern in Deutschland zeigten die schwierige Lage. „Es bleibt also entscheidend, Neuinfektionen, wie immer möglich, zu vermeiden“, sagte er.

Einem Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums zufolge sind von den 1,3 Millionen nach Deutschland gelieferten Impfdosen erst 265.000 Dosen verimpft worden. Für die Impfungen sind die Länder verantwortlich. Der Bund ist für die Beschaffung des Impfstoffs zuständig. Die nächste Impfdosen sollen am 8.Januar geliefert werden. Bis Ende Januar sollen vier Millionen Impfdosen Deutschland erreicht haben.

Wintersportort Oberhof soll abgeriegelt werden

Auch in Thüringen bereitet der riesige Ansturm von Ausflüglern Probleme: Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz will die für Wintersport bekannte Stadt weitgehend abriegeln. „Es sollen nur noch Leute Zugang haben, die hier wohnen oder arbeiten oder ein berechtigtes Interesse daran haben, hierher zu kommen“, sagte Schulz am Montag auf Anfrage. Er habe dies dem Thüringer Innenminister Georg Meier (SPD) bereits unterbreitet. Am Wochenende waren in Oberhof Straßen zugeparkt, Feuerwehrzufahrten versperrt und Rettungswege blockiert. Oberhof bereitet sich zudem gerade auf zwei Biathlonweltcups vor, von denen der erste Ende der Woche beginnt.

Er sehe die Sperrung der Stadt als alternativlos an, sagte Schulz. „Ich habe Verständnis dafür, dass es die Menschen, die Familien mit Kindern in der Pandemie nach draußen drängt. Doch wir wurden überrannt, für den Ort ist die Menschenmasse nicht zu bewältigen.“ Es habe sich gezeigt, dass es nicht ausreiche, auf die Vernunft der Menschen zu setzen. Das Problem würde sich potenzieren, wenn die Biathlonfans entgegen aller Ratschläge nach Oberhof reisen würden, so Schulz. Für die Veranstaltungen am Wochenende und in der kommenden Woche sind hohe Sicherheits- sowie Hygienevorkehrungen geplant. Publikum ist nicht zugelassen.

+++ 3. Januar +++

Corona: Mehr als 14.600 Berliner gegen das Virus geimpft

In Berlin sind bislang 14.616 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Diese Zahl ergibt sich aus Meldungen an das Robert-Koch-Institut bis Sonntagmorgen (Stand: 8 Uhr). Sie liegt damit um 1443 höher als am Sonnabend. Geimpft wurden zunächst Menschen in Pflegeheimen, Pflegerinnen und Pfleger sowie Beschäftigte in Krankenhäusern.

An diesem Montag sollen auch die Impfungen in der Arena-Halle im Bezirk Treptow-Köpenick fortgesetzt werden, wie die Gesundheitsverwaltung am Sonntag bekräftigte. Das Impfzentrum war am Dienstag geschlossen worden.

Für die übrigen Impfzentren in der Bundeshauptstadt mit rund 3,7 Millionen Einwohnern gibt es noch keine Öffnungstermine. „Wir könnten jederzeit loslegen“, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Es gebe aber nicht genügend Impfstoff.

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer wurde kurz vor Weihnachten in der EU zugelassen und wird seit einigen Tagen verabreicht. Allerdings gab es zuletzt ein Hin und Her, wie viele Dosen Deutschland und damit die Bundesländer in nächster Zeit erhalten. Berlin hat nach offiziellen Angaben bislang 60.000 Dosen bekommen. Eine weitere Lieferung ist für Freitag angekündigt. Für jeden Patienten werden zwei Dosen benötigt.

Indien: Astrazeneca-Vakzin und und heimischer Impfstoff bekommen Notfall-Zulassung

Die indischen Behörden haben zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Impfstoff des indischen Unternehmens Bharat Biotech seien für den "eingeschränkten Gebrauch" zugelassen worden, teilte die Arzneimittelaufsichtsbehörde am Sonntag mit. Damit könnte in dem Land mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern schon bald der Startschuss für eine der größten Impfkampagnen der Welt fallen.

Ohne Maske gesungen: Polizei löst Gottesdienst auf

In einer Freikirche im ostwestfälischen Herford hat die Polizei mitten in der Corona-Pandemie einen Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern aufgelöst. Bei der Messe am Samstagabend trugen die Gläubigen keine Mund-Nasen-Bedeckung und sangen, wie ein Sprecher am Sonntagmorgen mitteilte. Die Gäste und den Veranstalter erwarteten nun Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, hieß es.

10.315 Corona-Neuinfektionen und 312 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 10.315 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 312 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 139,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Samstag Sachsen mit 329,7 und Thüringen mit 248,9. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,4.

+++ 2. Januar +++

Vatikan will in zweiter Januarhälfte mit Corona-Impfungen starten

Der Vatikan will voraussichtlich in der zweiten Januarhälfte mit den Schutzimpfungen seiner Bewohner gegen Corona beginnen. Das teilte die Gesundheitsbehörde des katholischen Kirchenstaates am Samstag mit. Einen genauen Tag nannten die Verantwortlichen nicht. Außerdem gab es keine Angaben, ob und wann eine Impfung von Papst Franziskus (84) vorgesehen ist. Die Impfstoffe sollten in der zweiten Januarwoche in dem Kleinstaat in Rom eintreffen, hieß es. Die Menge werde ausreichen, um den Bedarf des Heiligen Stuhls und des Kirchenstaates zu decken. Er zählt knapp 1000 Einwohner. Im Vatikan lebt auch der 93-jährige emeritierte Papst Benedikt.

Für die Lagerung der Impfstoffdosen sei ein Tieftemperatur-Kühlschrank angeschafft worden, schrieb die Vatikanbehörde in der Mitteilung. Bei der Reihenfolge der Impfungen werde darauf geachtet, wer am stärksten ansteckungsgefährdet sei. In den vergangenen Monaten gab es mehrfach Corona-Ausbrüche im Vatikan, unter anderen bei den Wachsoldaten der Schweizer Garde.

Sachsen bleibt Bundesland mit höchster Inzidenz - fast 900 im Vogtland

Sachsen hat in der Corona-Pandemie weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer - mit deutlichem Abstand. Die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wies für den Freistaat 341,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche aus - 6,7 mehr als am Vortag. Im Vogtlandkreis erhöhte sich der Wert um 66,8 auf 885,4, damit ist die Region weiterhin Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Im Landkreis Meißen auf dem zweiten Rang ging er um knapp 20 auf 594,1 zurück.

Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 141,2, die geringste Inzidenz hat mit 30,1 der Landkreis Nordfriesland. Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Schleswig-Holstein haben indes einen Wert von unter 100.

Für den Freistaat Sachsen stehen im RKI-Dashboard (Stand: 1. Januar 2021 0.00 Uhr) 137 031 Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn im März 2020 - also 1634 mehr als am letzten Tag des Jahres 2020. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 36 auf 3302.

Lauterbach: Die schlimmsten drei Monate kommen noch

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet zunächst noch keine Besserung der Corona-Lage. „Wir werden jetzt die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen vor uns haben“, sagte er der Rheinischen Post. Ab April sei aber durch eine Kombination aus besserem Wetter und mehr verfügbarem Impfstoff ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Ab wann wieder ein weitgehend normales Leben möglich ist, hängt Lauterbach zufolge von der Zulassung des Impfstoffs der Universität Oxford und des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca ab.

Der SPD-Politiker sieht deutliche Defizite bei der bisherigen Impfstrategie. Dass Europa so wenig von dem amerikanischen Impfstoff von Moderna gekauft habe, sei sehr bedauerlich. „Schon sehr früh war klar, dass der Moderna-Impfstoff sehr stark wirkt und in Hausarztpraxen verwendet werden könnte“, sagte Lauterbach. Weil so wenig davon bestellt worden sei, werde der Moderna-Impfstoff wohl auch bei einer zeitnahen Zulassung keine Rolle spielen. Außerdem könnte man jetzt schon weiter sein, wenn Deutschland selbst oder die EU von vornherein mehr Dosen des bereits zugelassenen Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech bestellt hätte, so Lauterbach.

12.690 Corona-Neuinfektionen und 336 neue Todesfälle gemeldet

Das Robert Koch-Institut hat die Corona-Zahlen für den Neujahrstag gemeldet. Die Gesundheitsämter übermittelten 12.690 Neuinfektionen. Außerdem gab es 336 Todesfälle in den letzten 24 Stunden. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen.

Vor einer Woche, also am ersten Weihnachtsfeiertag, waren 14 455 Corona-Neuinfektionen und 240 Todesfälle registriert worden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 141,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Freitag, dem Neujahrstag, Sachsen mit 341,2 und Thüringen mit 244,7. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 74,2. In Berlin liegt der Wert unter dem Bundesschnitt bei 127.