Immer mehr Landkreise in Deutschland liegen wieder unter dem Inzidenz-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Foto: Imago/Rüdiger Wölk

Die zweite Welle war lang und heftig. Ab Oktober riss ein Landkreis nach dem anderen den Corona-Warnwert von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Doch nach langen Anstrengungen und einem mehrfach verlängerten Lockdown sinkt die Inzidenz in den meisten Regionen immer weiter ab. Am Donnerstag lagen schon wieder 71 Stadt- und Landkreise unter der Schwelle – am Tag zuvor waren es noch 62.

Am niedrigsten ist die Inzidenz laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen im rheinland-pfälzischen Zweibrücken. Dort liegt der 7-Tage-Wert nur bei 11,7. In der vergangenen Woche steckten sich hier nur vier Menschen mit Sars-CoV-2 an. Auf Platz zwei liegt die ostfriesische Stadt Emden mit nur acht Fällen in der vergangenen Woche und einer Inzidenz von 16,0. Der dritte Platz geht ebenfalls nach Ostfriesland in den Landkreis Ammerland (24 Fälle, Inzidenz 19,2).

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Mit einer Inzidenz von 49,4 liegt der Bezirk Marzahn-Hellersdorf als einziger Stadt- oder Landkreis aus Berlin oder Brandenburg unter dieser Marke. Lichtenberg liegt laut den RKI-Zahlen mit einer Inzidenz von 52,0 nur knapp über dem Wert.

Doch die 71 Stadt- und Landkreise sind nur ein Anfang. Denn es gibt noch immer 341 Kreise, in denen der Wert überschritten wird. Trauriger Spitzenreiter ist der bayerische Landkreis Hof im Grenzgebiet zu Thüringen. Dort liegt die Inzidenz bei 378,7. Im gesamten Bundesgebiet liegt die Inzidenz bei 80,7.