Eine Berlinerin erlebte einen unerwarteten Schock-Moment beim Baden auf Mallorca. Als sie sich im Meer an der Playa von Cala Major tummelte, spürte sie plötzlich einen stechenden Schmerz am Bein– als wäre sie gebissen worden. Wer ihr den Schmerz zugefügt hat, war ihr zunächst ein Rätsel.
Plötzlicher Schmerz im knietiefen Wasser
Die 28-jährige Berlinerin wurde offenbar Opfer der berüchtigten Brassen, wie sie später erfuhr. „Erst einmal habe ich mich total erschrocken. Die Fische haben mich im knietiefen Wasser erwischt“, erzählt sie dem Mallorca Magazin. Sie flanierte im Meer, als sie einen stechenden Schmerz an der rechten Wade spürte. „Gezwickt“ habe es, sagt sie – Blut floss keines, aber der Schreck reichte.
Die junge Frau wusste bis dahin nicht, dass es im Mittelmeer überhaupt Fische gibt, die Menschen beißen. Doch genau solche Vorfälle häufen sich auf Mallorca immer wieder, vor allem in den Sommermonaten. Cala Major ist dabei kein unbekannter Hotspot: Schon in den vergangenen Jahren kam es dort zu ähnlichen Attacken.

Laut Mallorca Magazin wurden vergleichbare Bisse auch an der Playa de Palma sowie an mehreren Stränden der Südküste registriert – darunter Sa Ràpita, S’Estanyol, Cala Pi und Cala d’Or. Immer dasselbe Muster: knietiefes Wasser, plötzlich ein Schmerz, kleine Wunden, die sich entzünden können.
Diese Fische beißen die Urlauber auf Mallorca
Hinter den Attacken stecken mutmaßlich bestimmte Brassenarten, die Geissbrassen, die im Mittelmeer weit verbreitet sind. Sie können bis zu 30 Zentimeter groß werden, haben einen dicklippigen kleinen Mund und kräftige Zähne. Besonders Jungtiere, die durchsichtig und kaum sichtbar sind, sollen häufig zubeißen. Ältere Tiere können schmerzhafter zupacken. Sie zielen unter Wasser vor allem auf Hände und Füße der Badegäste ab. Sie reagieren zudem auf Hautstellen wie aufgekratzte Mückenstiche, Pickel oder Hornhaut.

Warum die Fische so nah an die Strände kommen, ist nicht abschließend geklärt. Fachleute nennen mehrere mögliche Gründe: steigende Wassertemperaturen, die den Stoffwechsel der Tiere anregen; knapper werdende Nahrung; oder die zunehmende Gewöhnung an Menschen, weil in Touristenzonen oft gefüttert wird.


