Ibuprofen gehört für die meisten Menschen zur Grundausstattung im Badezimmerschrank – schnell zur Hand, wenn Kopf, Rücken oder Fieber nerven. Doch diesmal heißt es: genau hinsehen! Denn ein metallischer Fremdkörper in einer einzelnen Schmerztablette sorgt für einen groß angelegten Sofort-Rückruf, der deutschlandweit gilt. Auch in Berlin.
Was Apotheken und Patienten jetzt tun müssen
Betroffen ist ausgerechnet ein besonders häufig verkauftes Produkt: Ibuflam Lichtenstein 600 mg in der 50-Stück-Packung. Hersteller Zentiva zieht die komplette Charge 5R02514 vorsorglich aus dem Verkehr. Grund ist ein metallischer Fremdkörper, der in einer Tablette entdeckt wurde. Dieser Fund ist ernst genug, dass Patientinnen und Patienten ihre Tabletten unbedingt prüfen sollten. Schließlich greift ein Großteil der Bevölkerung regelmäßig zu Ibuprofen.

Zentiva hat deshalb klare Anweisungen ausgegeben: Apotheken sollen ihre Lagerbestände direkt kontrollieren und betroffene Packungen mithilfe des AGP-Formulars (Arzneimittelrücknahme über den Pharma-Großhandel) an den Großhandel zurückschicken. Der Großhandel sowie Kliniken melden ihre Retouren wiederum über den Zentiva-Retourenshop.
Für Verbraucher ist der Schritt noch wichtiger: Wer die entsprechende Packung zu Hause hat, sollte sofort die Chargennummer vergleichen. Trägt sie die Kennung der Rückruf-Charge, gilt eine klare Ansage: „Medikament bloß nicht einnehmen“. Stattdessen gehört das Präparat zurück in die Apotheke. Die Fachleute dort übernehmen alles Weitere – unkompliziert und kostenlos.


