Letztes Jahr kam ein neuer Pixar-Film heraus – doch das Endresultat sah ganz anders aus als ursprünglich geplant. Denn noch nachdem „Elio“ fertiggestellt war, wurden Elemente gestrichen, die darauf hindeuteten, dass der junge Protagonist eventuell nicht heterosexuell ist. Das berichtete nun das Wall Street Journal. Zu diesen Elementen zählte auch ein rosa Fahrrad.
Im Film geht es um einen Jungen, der ins All gebeamt wird
In dem Pixar-Film „Elio“ geht es um einen einsamen Jungen, der plötzlich ins All gebeamt wird, nachdem ihn Aliens fälschlicherweise für den Anführer der Erde halten. Ursprünglich arbeitete Regisseur Adrian Molina an dem Film, der sich für die Geschichte von seiner eigenen Kindheit inspirieren ließ. Doch dann kam alles anders.
Ein Testpublikum befand „Elio“ 2023 zwar für gut, sagte jedoch, dass sie ihn nicht im Kino anschauen würden. Daraufhin beschloss Pixar radikale Änderungen. Molina verließ das Projekt, dafür kamen zwei neue Regisseurinnen an Bord: Domee Shi (bekannt für „Rot“) und Madeline Sharafian.
Außerdem wurden alle Anspielungen auf Elios Sexualität konsequent entfernt. Dazu gehörte eine Szene, in der er sich vorstellte, wie es wäre, ein Kind mit seinem männlichen Schwarm aufzuziehen – und auch sein rosa Fahrrad musste dran glauben. Das erzählte eine Quelle dem Wall Street Journal.

In derselben Zeitung stellt sich Pixar-Kreativchef Pete Docter hinter die Entscheidung. „Wir machen einen Film, keine hunderte Millionen Dollar teure Therapie“, sagt er im Interview.
Am Ende spielte der Film nur rund 150 Millionen Dollar ein
Der erhoffte Erfolg blieb aus. Am Ende spielte „Elio“ rund 150 Millionen Dollar ein. Klingt viel – ist es aber nicht. Denn allein die Produktion kostete etwa so viel, Marketing nicht eingerechnet. Berichten zufolge verlor Disney mit dem Film mehr als 100 Millionen Dollar.




