Der chinesische Sportartikelriese Anta Sports steigt mit einem Megadeal bei Puma ein. Für satte 1,51 Milliarden Euro kaufen sich die Chinesen mehr als 43 Millionen Aktien. Stückpreis: 35 Euro. Damit schnappt sich Anta knapp 29 Prozent am deutschen Traditionskonzern – und verdrängt die französische Pinault‑Familie als größten Anteilseigner.
China-Konzern will weltweiten Sportmarkt erobern
Der Deal wurde an der Hongkonger Börse bestätigt. Abschluss spätestens Ende 2026 – wenn die Behörden grünes Licht geben. Anta verspricht, Pumas starke Markenidentität zu bewahren – mit dem Ziel, Pumas Markenpotenzial voll auszuschöpfen. Gleichzeitig will der Konzern seine Macht auf dem Weltmarkt ausbauen.
Eine Komplettübernahme? Offiziell kein Thema. Eine engere Partnerschaft? Ist geplant.
Anta ist längst ein globaler Player. Über Amer Sports kontrolliert der Konzern Marken wie Wilson, Arcteryx und Salomon. In China hält Anta die Rechte für Fila und Descente.
2024 setzte der Konzern über neun Milliarden Euro um, machte fast zwei Milliarden Gewinn. Mehr als 240 Läden betreibt Anta bereits außerhalb Chinas. Der Puma‑Deal ist also kein Zufall – sondern der nächste Schritt einer aggressiven Weltmarkt‑Strategie.
Puma steckt tief in der Krise. Die Nachfrage bricht ein, der Umsatz rutschte zuletzt um mehr als 15 Prozent ab. Geschäftsführer Arthur Höld spricht offen von einem „Reset“. Puma sei „zu kommerziell“ geworden. Die Marke müsse wieder begehrlich werden.

Der Absturz ist brutal: Puma hat seinen Platz als drittgrößter Sportartikelhersteller verloren. Skechers zog vorbei. Adidas gewinnt wieder Marktanteile. Puma dagegen rutschte tief in die roten Zahlen. Der Aktienkurs ist in drei Jahren um mehr als zwei Drittel eingebrochen.


