Vor Jahren war Waldemar Hartmann (77) ein beliebter TV‑Sportmoderator (ARD) und ein bekanntes Werbegesicht (Paulaner). Heute macht er vor allem mit umstrittenen Auftritten und provokanten Thesen von sich reden, vor allem auf der Krawall-Plattform Nius. Nun fordert der Bayer sogar die Abschaffung des Christopher Street Days (CSD).
Auf X schreibt Hartmann am Dienstagvormittag: „Das Filmen von sexuell motivierenden Handlungen in der Öffentlichkeit, etwa am Strand oder in der Sauna, soll verboten werden. Das fordern die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und NRW (beide schwarz-grün) im Bundesrat. Sie sollten gleich die CSD-Umzüge z. B. in Berlin oder Köln mit in den Gesetzentwurf aufnehmen.“

Hintergrund ist eine geplante Gesetzesverschärfung gegen digitalen Voyeurismus. Laut Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (57, SPD) sollen Schutzlücken geschlossen werden. Konkret geht es um Fälle wie in Leipzig, wo ein Mann zwei nackte Frauen heimlich in einer Sauna filmte. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten ein.
Trotz unterschiedlicher Sachverhalte setzt Hartmann beides gleich – Voyeurismus und eine politische Demonstration. Und wirft alles in einen Topf, um gegen den CSD auszuteilen.

Der Christopher Street Day ist eine große Demonstration und Parade für die Rechte von sogenannten LGBTQIA+-Menschen. Er steht für Gleichberechtigung und ist zugleich ein buntes Fest der Vielfalt.
In Köln findet der nächste CSD am 5. Juli 2026 statt, in Berlin voraussichtlich am 25. Juli 2026. Es ist davon auszugehen, dass Waldemar Hartmann weder die eine noch die andere Veranstaltung besuchen wird ...


