Die Gaspreise schnellen wegen des Iran-Kriegs in die Höhe. Seit Beginn der Luftschläge hat sich der Börsenpreis für Gas zeitweise verdoppelt. Verbraucher müssen sich auf höhere Gaspreise einstellen, doch die Krise bietet gerade jetzt für viele Kunden auch Chancen.
Starker Preissprung für Erdgas
Der Krieg im Iran treibt die Energiepreise nach oben. An der Energiebörse in Amsterdam wurden für eine Megawattstunde europäisches Erdgas zeitweise knapp 66 Euro bezahlt. So teuer war Gas seit rund drei Jahren nicht mehr. Inzwischen hat sich der Preis wieder etwas beruhigt und liegt bei rund 50 Euro pro Megawattstunde – dennoch mehr als 50 Prozent über dem Niveau vor Kriegsbeginn.
Wie stark sich dieser Preissprung die Rechnungen von Gaskunden auswirkt, ist noch ungewiss. Deshalb ist es umso wichtiger, Risiken zu begrenzen und für viele Haushalte lohnt es sich gerade jetzt, den Anbieter zu wechseln.

Noch bieten Versorger günstige Tarife
Denn noch wirken sich die höheren Börsenkurse für Gas nicht auf die Verträge in der Branche aus. Es sind weiterhin günstige Gasangebote unverändert verfügbar, das gilt auch für Stromtarife. Energieversorger geben steigende Kosten in der Regel erst verzögert weiter.
Genau darin liegt derzeit die Chance für Verbraucher. Wer jetzt einen neuen Vertrag abschließt, kann sich häufig noch günstige Konditionen sichern. Besonders für Haushalte, deren Preisgarantie bald endet oder bereits ausgelaufen ist, kann sich ein schneller Wechsel lohnen, rät „Finanztip“.
Und wer den Wechsel nutzt, kann kräftig sparen: Neukunden zahlen für Gas derzeit um die 8,4 Cent pro Kilowattstunde, teilweise sogar nur etwa 7,7 Cent. Bestandskunden zahlen oft mehr, da liegt der Gaspreis bei 9,94 Cent pro Kilowattstunde bis 11,65 Cent/kWh. Die Grundversorgung dagegen kostet 13,54 Cent.
Mit einer Preisgarantie von ein bis zwei Jahren im neuen Vertrag bleiben Kunden dann von weiteren Preiserhöhungen verschont, auch wenn sich die Marktlage weiter verschärft.


