Listerien entdeckt

Hersteller stoppt Käse-Verkauf bei Netto, Kaufland und Aldi

Einige Gorgonzola-Eigenmarken der Discounter könnten mit Bakterien verseucht sein. Um welche Produkte geht es?

Author - Stefan Doerr
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Vom Rückruf betroffen sind auch Käsesorten von Aldi.
Vom Rückruf betroffen sind auch Käsesorten von Aldi.Icewind

Vorsicht vor diesem Käse! Die Lactalis Deutschland GmbH ruft mehrere vorverpackte Gorgonzola-Produkte zurück. Bei einer Routinekontrolle wurden Listerien nachgewiesen. Betroffen sind Produkte von Kaufland, Netto und Aldi.

Welche Regionen sind vom Käse-Rückruf betroffen?

In einer Probe war das Bakterium Listeria monocytogenes nachgewiesen worden, warnt das Unternehmen am Standort Kehl (Baden-Württemberg). Betroffen sind verschiedene Handelsmarken und Regionen. Zurückgerufen wird „K-Favourites Gorgonzola pikant und mild“, verkauft bei Kaufland – mit Ausnahme von Baden-Württemberg und Bayern.

Ebenfalls betroffen ist „Mondo Italiano, Gorgonzola Piccante und Dolce“ von Netto Marken-Discount. Die Warnung gilt bundesweit außer in Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen.

Die betroffenen Gorgonzola-Sorten können zu Grippe-Symptomen führen.
Die betroffenen Gorgonzola-Sorten können zu Grippe-Symptomen führen.Imago/Panthermedia

Kunden bekommen Kaufpreis erstattet

Zudem ruft der Hersteller „Cucina Gorgonzola, Picante und Dolce“ zurück, vertrieben bei Aldi Nord und Aldi Süd. Bei Aldi Nord sind demnach einzelne Orte in Niedersachsen betroffen, bei Aldi Süd Teile Bayerns, Baden-Württembergs und Thüringens.

Alle zurückgerufenen Artikel betreffen 200-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 21. Februar 2026. Die Produkte waren seit dem 9. Januar im Handel. Der Verkauf ist inzwischen gestoppt. Kundinnen und Kunden sollen die Ware nicht verzehren, sondern entsorgen oder in die Märkte zurückbringen. Der Kaufpreis wird erstattet.

Listerien lösen Fieber aus

Listerien können nach dem Verzehr verunreinigter Lebensmittel grippeähnliche Beschwerden auslösen. Dazu zählen Fieber, Muskelschmerzen sowie möglicherweise Erbrechen und Durchfall. Besonders gefährdet sind Schwangere, Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, bei denen schwere Krankheitsverläufe auftreten können. „Verbraucherinnen und Verbraucher, die das betroffene Produkt verzehrt haben und an den beschriebenen Symptomen leiden, werden gebeten, unverzüglich ihren Arzt zu konsultieren.“

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com