Seltsame Briefe

Haben Sie Post vom Kraftfahrt-Bundesamt? Das müssen Autofahrer jetzt wissen

Ein Brief vom Kraftfahrt-Bundesamt sorgt bei vielen für Nervosität. Doch dahinter steckt weder ein Bußgeld noch ein Rückruf.

Author - Stefan Doerr
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Der Brief vom Kraftfahrt-Bundesamt hat nichts mit Verkehrsdelikten zu tun.
Der Brief vom Kraftfahrt-Bundesamt hat nichts mit Verkehrsdelikten zu tun.Depositphotos/Imago

Sie haben einen Brief vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Briefkasten? Da dürfte bei vielen Autofahrern erst einmal der Puls steigen. Doch wer Post von der Behörde erhält, muss keine Angst vor einem Bußgeld, Punkten in Flensburg oder einem Fahrzeugrückruf haben. Etwas ganz anderes steckt dahinter!

200.000 Fahrer bekommen den Brief

Es geht nämlich darum, erstmals seit zwölf Jahren wieder die Fahrleistungen von Autos, Motorrädern und Nutzfahrzeugen zu erfassen. Für die sogenannte Fahrleistungserhebung 2026 werden nach Angaben der Behörden rund 200.000 Fahrzeuge per Zufallsverfahren aus dem Zentralen Fahrzeugregister ausgewählt. Betroffen sein können Pkw, Motorräder, Nutzfahrzeuge und weitere Fahrzeugarten.

Grundsätzlich geht es bei der Erhebung darum, herauszufinden, wie viele Kilometer Autos, Motorräder und Nutzfahrzeuge im Straßenverkehr tatsächlich zurücklegen.

Bundesweit wird mit Kameras nachgezählt, wie viele Fahrzeuge unterwegs sind.
Bundesweit wird mit Kameras nachgezählt, wie viele Fahrzeuge unterwegs sind.KS-Images.de/Imago

Bundesweite Verkehrszählungen sind geplant

Wer angeschrieben wird, soll vor allem die Tachostände seines Fahrzeugs zu zwei festgelegten Zeitpunkten melden. In einigen Fällen werden zusätzlich Informationen zum Einsatzzweck des Fahrzeugs abgefragt. Die Teilnahme ist bequem online per QR-Code oder Login möglich, alternativ auch auf dem Postweg.

Wichtig für Betroffene: Eine Verpflichtung zur Teilnahme gibt es nicht. Die Behörden werben jedoch dafür, den Fragebogen auszufüllen. Jede Rückmeldung helfe dabei, ein genaueres Bild der tatsächlichen Fahrzeugnutzung in Deutschland zu erhalten.

Die Ergebnisse sollen später in zahlreiche Bereiche einfließen. Dazu gehören die Verkehrsplanung, der Ausbau von Straßen und Infrastruktur, die Unfallforschung sowie Umwelt- und Klimastudien. Parallel zur Befragung laufen deshalb bundesweit Verkehrszählungen an Hunderten Standorten. Ziel ist es, möglichst genau zu erfassen, wie Deutschlands Fahrzeuge tatsächlich genutzt werden.

Die letzte große Erhebung dieser Art stammt aus dem Jahr 2014. Damals legten private Pkw im Durchschnitt 12.300 Kilometer pro Jahr zurück. Ob sich das seitdem geändert hat, erfährt man aber erst 2028. Erst dann werden die Daten veröffentlicht. Die Erhebung läuft noch bis 2027.

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