Ein Familiendrama erschüttert Berlin: Ein 16-Jähriger steht im Verdacht, seinen eigenen Vater erstochen zu haben. Der grausige Vorfall ereignete sich in der Märkischen Allee in Marzahn.
Als die alarmierten Einsatzkräfte am Tatort eintrafen, fanden sie den 59-jährigen Mann regungslos im Flur eines Wohnhauses. Rettungskräfte versuchten zwar noch, ihm zu helfen, doch für ihn kam jede Hilfe zu spät – sie konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zwischen Vater und Sohn zu einem heftigen Streit, in dessen Verlauf der Jugendliche mutmaßlich zu einem nicht näher benannten Stichwerkzeug griff und auf seinen Vater losging. Es soll Verletzungen im Halsbereich des Opfers geben.
Was genau den tödlichen Konflikt auslöste, ist derzeit noch unklar. Zeugen, die den lautstarken Vorfall offenbar mitbekamen, alarmierten am frühen Donnerstagabend die Polizei. Die Beamten nahmen den 16-Jährigen direkt am Tatort fest.
Vatermord in Marzahn: Stichverletzungen im Halsbereich
Rätselhaft: Bei der Festnahme trug der 16-Jährige einen roten Mantel mit weißem Saum, der einem Weihnachtsmann-Kostüm ähnelt. Angeblich hatte er noch versucht, seinen Vater wiederzubeleben.

Die Mordkommission ermittelt nun mit Hochdruck, um die genauen Hintergründe der Tat zu klären. Warum eskalierte der Streit so dramatisch? Gab es bereits vorher Spannungen zwischen Vater und Sohn? Diese Fragen stehen im Raum und sollen nun durch Vernehmungen und kriminaltechnische Untersuchungen beantwortet werden.
Hinweise zu der Gewalttat nimmt die 6. Mordkommission, aber auch jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zeugen können sich jederzeit melden.
Am Freitag (31. Januar) sollte der Jugendliche einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der entscheidet über eine mögliche Untersuchungshaft. Unterdessen sorgt die Tat für Entsetzen in der Nachbarschaft. Auch wenn es in der Märkischen Allee öfter zu Gewaltvorfällen kommt – ein derart bestialischer Vatermord gehört dort keineswegs zum Alltag.


