Schöneberg

Blutige Nacht in Berlin: Festnahmen nach Schüssen auf 38-Jährigen

Drei Männer sollen auf einen 38-Jährigen in Berlin-Schöneberg geschossen und ihn schwer verletzt haben. Nach spektakulären Razzien wurden sie nun festgenommen.

Author - Sebastian Krause
Teilen
Die Polizei hat nach länderübergreifenden Ermittlungen die mutmaßlichen Täter festgenommen, die auf einen Mann in Schöneberg geschossen hatten.
Die Polizei hat nach länderübergreifenden Ermittlungen die mutmaßlichen Täter festgenommen, die auf einen Mann in Schöneberg geschossen hatten.Wolfgang Maria Weber/imago

Blutige Nacht in Berlin-Schöneberg: Nach den Schüssen auf einen 38-jährigen Mann am 22. März kurz vor Mitternacht klickten jetzt die Handschellen – und zwar hunderte Kilometer entfernt. Vor zwei Tagen stürmten Ermittler Wohnungen in Darmstadt und nahmen drei tatverdächtige Männer im Alter von 19, 20 und 21 Jahren fest. Das teilte die Staatsanwaltschaft Berlin am Samstag mit.

Hinweise gegen mutmaßliche Täter verdichten sich

Zuvor hatten sich die Hinweise gegen sie verdichtet, sodass sie festgenommen wurden, um einen Haftbefehl zu erwirken.

Täter hatten auf einen Mann aus Schöneberg geschossen

Die spektakulären Durchsuchungen und Festnahmen führten am frühen Donnerstagmorgen Kräfte der hessischen Polizei durch. Dahinter stecken umfangreiche Ermittlungen der EG Telum der Staatsanwaltschaft Berlin und der BAO Ferrum des Landeskriminalamts Berlin.

Der schwere Vorwurf: Die Beschuldigten sollen am Tattag von Hessen nach Berlin gefahren sein, den 38-Jährigen aus dessen Wohnung in der Ebersstraße gelockt und dann auf ihn geschossen haben. Der Mann erlitt Schussverletzungen am Gesäß. Rettungskräfte brachten den Verletzten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nicht.

Ermittlungen zu dem Fall gehen weiter

Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Tiergarten erließ am Freitag Haftbefehle gegen die drei Männer und setzte diese in Vollzug.

Doch das ist noch nicht das Ende: Die weiteren Ermittlungen zu Hintergründen und möglichen Tatbeteiligungen laufen auf Hochtouren. Auch die Auswertung der Beweismittel, die bei den Tatverdächtigen gefunden wurden, dauert an.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com