Was Frau Sparsam rät

Reste wird das Beste, das sind die Rezepte

Nur nicht wegwerfen! Wie Sie Reste von Lebensmitteln in köstliche neue Gerichte verwandeln, lesen Sie hier.

Author - Susanne Dübber
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Feta, Pilze, Radieschen: Was der Kühlschrank noch an Resten hergibt, wird zerschnippelt zur Bowl, einer vollständigen Mahlzeit.
Feta, Pilze, Radieschen: Was der Kühlschrank noch an Resten hergibt, wird zerschnippelt zur Bowl, einer vollständigen Mahlzeit.imago

Schrumpelige Möhren und hart gewordene Käseecken, die übrig gebliebenen Reste vom Mittagessen oder was wegmuss – all das ist zu schade zum Wegwerfen. Daraus entstehen oft die leckersten Gerichte. Heute kommt so was cool-modern als Meal Prep daher.

Gemüse wird zur Bowl

Das einfachste Rezept ist, die Lebensmittel in eine Suchmaschine einzugeben und „Rezept“ dazuzuschreiben. In Windeseile werden tolle Ideen ausgeworfen.

Einfrieren ist oft die erste Lösung. Wer Wurst, Käse oder Brot vor dem Urlaub nicht mehr komplett aufgegessen bekommt, friert diese Lebensmittel einfach ein. So sind direkt nach dem Urlaub für die erste Mahlzeit schon Vorräte da.

Aus Gemüseresten lässt sich allemal immer noch ein Süppchen kochen. Mit Zwiebeln und Einlagen wie Nudeln oder Brot wird es eine üppige Vorspeise oder ein sättigendes Zwischengericht. In der Pfanne knusprig gebraten macht es sich im Handumdrehen zur Köstlichkeit.

Eier, die wegmüssen, sind nicht nur hart gekocht beim (Kartoffel-)Salat richtig. Gequirlt, mit etwas Milch und Mehl, werden sie in der Pfanne zu Tortilla oder Bauernfrühstück. Auch kalt zum Lunch bei der Arbeit ideal. Als Pfannkuchen – gefüllt mit gebratenem Hackfleisch oder Gemüse wie Spinat – gerollt, wird aus Eiern eine Auflaufabwechslung. 

Hart gewordene Käseecken sind top, wenn gerieben, wiederverwendbar in sämigen Soßen oder schmelzend auf warmen Gerichten. Restliche Kräuter brillieren als Salat oder kommen gehackt für später ins Tiefkühlfach. Selbst Zitronenscheiben lassen sich tiefkühlen. Und bei Bio-Zitronen die Schale abreiben, ab damit ins verschließbare Behältnis mit Olivenöl. Das ist ein außergewöhnlich aromatisches Basic für Salatdressing.

Besonders Schlaue leben vorausschauend, kombinieren gesunde Vielfalt und kochen dafür immer gleich etwas mehr. Sie heißen dann cool-trendig Meal Prepper. Bei ihnen werden sättigende Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln mit klein geschnittenem Gemüse (Vitamine und Ballaststoffe!) zu angesagten Bowls.

Für Proteine darin sorgen Fleisch und Fisch, klein geschnitten, gekocht oder gebraten. Der letzte Rest Joghurt (Eiweiß!) wird süffige Soße. Gewürzmischungen wie feurige Paprika, fruchtiges Curry oder scharfes Harissa sorgen für üppiges Aroma.

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