Hertha BSC spielt nur 1:1 bei Eintracht Braunschweig. Trotzdem gibt es einen Gewinner im Team. Es ist Luca Schuler (27). Er ist auf dem Weg, Stürmer Nummer 1 für die neue Saison zu werden. Trainer Stefan Leitl überraschte mit einem Lob für den Angreifer.
Leitl lobt Schuler
„Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit Lucas’ Entwicklung und ich hoffe, dass er in den letzten Spielen so weitermacht und das eine oder andere Tor schießt“, erklärte Leitl nach dem Auswärtsremis in Braunschweig. Das kommt auf den ersten Blick überraschend.
Denn bisher war Dawid Kownacki (29) als Stammstürmer gesetzt. Der Pole hatte sich vergangene Woche am Knöchel verletzt. Auf den ersten Blick sollte er in Braunschweig geschont werden und saß auf der Bank, wurde erst in den Schlussminuten eingewechselt. Doch die Blessur war nicht der Hauptgrund dafür.
Leitl hatte sich ganz bewusst für Schuler in der Startelf entschieden und macht es klar: „Das war rein aus Leistungsgründen. Luca hat sich das verdient. Es war unser Plan, dass wir uns etwas tiefer aufstellen und dann in Umschaltsituationen zu kommen und dann hast du natürlich mit Schuler, Fabi Reese und Matte Winkler einfach Topspeed vorne.“

Schuler holte den Elfmeter raus
Schuler ist schneller als Kownacki. Der Schachzug des Trainers ging fast perfekt auf. Schuler holte den Elfmeter zum 1:0 heraus, weil er der Braunschweiger Abwehr enteilte, und Eintracht-Torwart Ron-Thorben Hoffmann konnte ihn nur mit der Hand zum Stolpern bringen. Leitl: „Das war ein Super-Dribbling, ein Super-Laufweg von Luca beim Elfmeter. Dann war es die richtige Entscheidung. Ich hätte mich gefreut, wenn er keinen Pfosten oder keine Latte getroffen hätte. Dann wäre es das 2:0 gewesen.“
Schuler braucht noch etwas Zielwasser, doch der 1,90 Meter-Mann stürmt immer mehr in die Startelf. Acht Tore hat er in dieser Saison geschossen. Das Stürmer-Lotto nimmt an Fahrt auf. Den dritten Angreifer Sebastian Grönning (29) hat Schuler längst abgehängt. Jetzt ist Kownacki dran.



