Zehn Profis haben Hertha BSC seit Mai verlassen. Neue Spieler gibt es bisher nicht. Doch zwei kehren jetzt (erst mal) zurück. Wenn die Blau-Weißen Montag in die Saisonvorbereitung starten, sind zwei Wikinger auch auf dem Schenckendorffplatz. Die Frage ist nur: Wird es für Jon Thorsteinsson (27) und Gustav Christensen (21) nur ein Zwischenstopp oder bleiben sie?
Thorsteinsson blühte in Norwegen auf
Der Isländer Thorsteinsson wurde nach anderthalb Jahren Anfang Februar an den norwegischen Erstligisten Brann Bergen bis Saisonende ausgeliehen. Dort blühte der Flügelstürmer wieder auf: 18 Spiele machte er, 17 davon in der Startelf, dazu vier Tore und drei vorbereitet. Jede Menge Spielpraxis und Brann Bergen hatte selbst Interesse, den Isländer zu verpflichten. Bisher wurde daraus nichts.

Für Thorsteinsson waren die vier Monate aber erst mal wichtig. Spielpraxis und Selbstvertrauen getankt. Für ihn gibt es nach seiner Rückkehr einen Vorteil: Hauptkonkurrent Fabian Reese (für 8 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg verkauft) ist nicht mehr da. Die Einsatzchancen könnten sich erhöhen. Das war vorher nicht der Fall: 33 Spiele, nur zwölfmal in der Startelf und ein einziges Elfmetertor.
Leitl will Thorsteinsson, dessen Vertrag nächsten Sommer ausläuft, genau anschauen. Bisher spielt der Isländer bei den Personalplanungen im geschrumpften Kader eine Rolle. Doch bis zum Transferschluss Ende August kann alles schon wieder ganz anders aussehen.

Stürmer Christensen kann auch Außenverteidiger spielen
Und wie sieht es bei dem jungen Dänen Gustav Christensen aus? Er kommt nach anderthalb Leihjahren beim Drittligisten FC Ingolstadt zurück. Davor war er Perspektivspieler, kam auf 14 Einsätze, stand nur einmal in der Startelf. Er wurde, kurz bevor Trainer Stefan Leitl im Februar 2025 kam, zum FCI ausgeliehen.


