Hertha BSC

Wikinger zurück! Neue Hertha-Chance im zweiten Anlauf

Thorsteinsson und Christensen trainieren ab Montag wieder bei Hertha BSC. Lösen die beiden für Trainer Leitl Probleme oder wird es nur ein Zwischenstopp.

Author - Wolfgang Heise
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Der Isländer Jon Thorsteinsson trainiert ab Montag wieder bei Hertha BSC. Er war für vier Monate an Brann Bergen ausgeliehen.
Der Isländer Jon Thorsteinsson trainiert ab Montag wieder bei Hertha BSC. Er war für vier Monate an Brann Bergen ausgeliehen.IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Zehn Profis haben Hertha BSC seit Mai verlassen. Neue Spieler gibt es bisher nicht. Doch zwei kehren jetzt (erst mal) zurück. Wenn die Blau-Weißen Montag in die Saisonvorbereitung starten, sind zwei Wikinger auch auf dem Schenckendorffplatz. Die Frage ist nur: Wird es für Jon Thorsteinsson (27) und Gustav Christensen (21) nur ein Zwischenstopp oder bleiben sie?

Thorsteinsson blühte in Norwegen auf

Der Isländer Thorsteinsson wurde nach anderthalb Jahren Anfang Februar an den norwegischen Erstligisten Brann Bergen bis Saisonende ausgeliehen. Dort blühte der Flügelstürmer wieder auf: 18 Spiele machte er, 17 davon in der Startelf, dazu vier Tore und drei vorbereitet. Jede Menge Spielpraxis und Brann Bergen hatte selbst Interesse, den Isländer zu verpflichten. Bisher wurde daraus nichts.

Jon Thorsteinsson hatte in Norwegen bei Brann Bergen vier Monate richtig Spaß. Er war Stammspieler und machte Tore.
Jon Thorsteinsson hatte in Norwegen bei Brann Bergen vier Monate richtig Spaß. Er war Stammspieler und machte Tore.IMAGO/MARIUS SIMENSEN

Für Thorsteinsson waren die vier Monate aber erst mal wichtig. Spielpraxis und Selbstvertrauen getankt. Für ihn gibt es nach seiner Rückkehr einen Vorteil: Hauptkonkurrent Fabian Reese (für 8 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg verkauft) ist nicht mehr da. Die Einsatzchancen könnten sich erhöhen. Das war vorher nicht der Fall: 33 Spiele, nur zwölfmal in der Startelf und ein einziges Elfmetertor.

Leitl will Thorsteinsson, dessen Vertrag nächsten Sommer ausläuft, genau anschauen. Bisher spielt der Isländer bei den Personalplanungen im geschrumpften Kader eine Rolle. Doch bis zum Transferschluss Ende August kann alles schon wieder ganz anders aussehen.

Gustav Christensen spielte anderthalb Jahre bei Drittligist FC Ingolstadt. Der junge Däne ist gereift und kämpft um seine zweite Chance bei Hertha BSC.
Gustav Christensen spielte anderthalb Jahre bei Drittligist FC Ingolstadt. Der junge Däne ist gereift und kämpft um seine zweite Chance bei Hertha BSC.IMAGO/Stefan Bösl

Stürmer Christensen kann auch Außenverteidiger spielen

Und wie sieht es bei dem jungen Dänen Gustav Christensen aus? Er kommt nach anderthalb Leihjahren beim Drittligisten FC Ingolstadt zurück. Davor war er Perspektivspieler, kam auf 14 Einsätze, stand nur einmal in der Startelf. Er wurde, kurz bevor Trainer Stefan Leitl im Februar 2025 kam, zum FCI ausgeliehen.

Jetzt will sich Leitl ein genaues Bild von dem Dänen machen. Auf alle Fälle ist Christensen nicht nur gereift. Der Flügelstürmer wurde in Ingolstadt auch als linker Verteidiger eingesetzt. Auf dieser Position herrscht gerade Not, weil der Pole Michal Karbownik zum türkischen Erstligisten Basaksehir gewechselt ist. Für Christensen ist es die Chance, jetzt muss er sie in der Sommervorbereitung nutzen. Sein Vertrag bei Hertha läuft noch ein Jahr.

Für den Verein, der auf jeden Euro angewiesen ist, stellt sich trotzdem die Frage: In diesem Sommer gibt es noch eine Ablösesumme. In zwölf Monaten könnten beide ablösefrei gehen.