Bittere Heimpleite

Zu schlapp! Hertha geht die Puste im Aufstiegskampf aus

Zu müde nach Pokalfight: Hertha BSC verliert gegen Hannover 96 und langsam den Anschluss an die Aufstiegsplätze

Author - Wolfgang Heise
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Frust bei Fabian Reese und Paul Seguin. Hertha BSC verliert das Heimspiel gegen Hannover.
Frust bei Fabian Reese und Paul Seguin. Hertha BSC verliert das Heimspiel gegen Hannover.City-Press GmbH Bildagentur

Pokaltraum vorbei und jetzt auch die letzte Chance auf den Aufstieg? Hertha BSC verliert das Heimspiel 2:3 (0:2) gegen Konkurrent Hannover 96.  Die blau-weißen Profis waren nach dem Pokalfight einfach im Kopf und in den Beinen zu platt, um die nächste Heimpleite zu verhindern.

Leitl auf der Tribüne, Mijatovic an der Außenlinie

Trainer Stefan Leitl durfte diesmal nicht auf die Bank, wegen einer Gelbsperre saß er nur in der Kabine, schaute das Spiel am TV-Bildschirm. Sein Co-Trainer Andrej Mijatovic dirigierte von der Außenlinie. Zum ersten Mal in der Startelf war Neuzugang Josip Brekalo, der kroatische Außenstürmer war auch gleich mitten im Spiel.

Co-Trainer Andre Mijatovic von Hertha BSC war während der 90 Minuten der Chef auf der Bank. Trainer Stefan Leitl musste auf Tribüne wegen einer Gelbsperre sitzen.
Co-Trainer Andre Mijatovic von Hertha BSC war während der 90 Minuten der Chef auf der Bank. Trainer Stefan Leitl musste auf Tribüne wegen einer Gelbsperre sitzen.City-Press GmbH Bildagentur

In der 3. Minute fing Brekalo einen Fehlpass von 96-Keeoer Nahuel Noll, aber konnte die Chance nicht nutzen.  Fünf Minuten später dann der Dämpfer für die Bau-Weißen. Nach einer Freistoßflanke von links entwischte Hannovers Boris Tomiak seinem Gegenspieler Luca Schuler und traf zum 1:0.

0:2-Rückstand nah einer halbe Stunde

Herthas Spieler wirkten nach dem Pokalfight am Dienstag gegen den SC Freiburg (5:6 n.E.) müden. Die Befürchtungen wurden wahr. Sie waren nicht hellwach auf dem Platz. In der 29. Minute hatte Hannover leichtes Spiel mit einem Doppelpass zwischen Daisuke Yokota und Aseko Nkili im blau-weißen Strafraum, den Benjamin Källmann zum 2:0 abschloss. So ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang wechselte Leitl, um die Offensive zu verstärken. Jeremy Duziak kam für Pascal Klemens und Sebastian Grönning für Schuler. Hertha hatte endlich mehr Schwung und gleich etwas Matchglück.

Reese trifft per Elfer

Nach einer Ecke trat Hannovers Nkilli Verteidiger Linus Gechter mit hohem Bein in die Achillessehne. Schiri Lars Erbst gab Elfer. Kapitän Fabian Reese verwandelte sicher zum 1:2 (52.) .

Ging da noch was? Nein! Hannover schlug in der 71. Minute eiskalt zu. Der gerade eingewechselte Noah Weißhaupt traf zum 3:1 (71.). Damit war das Spiel entschieden. Julian Eitschberger konnte in der Nachspielzeit nur noch auf 2:3 (90.+2) verkürzen. Für Hertha ist es die vierte Heimpleite der Saison. Jetzt kann nur noch eine Siegesserie die Blau-Weißen wieder die Aufstiegshoffnung zurückbringen.