Abhaken und ganz schnell vergessen. Hertha BSC war nach dem Pokalkrimi am Dienstag noch schlapp und verlor 2:3 gegen Hannover 96. Alle können jetzt jammern und schimpfen, doch es gab einen großen Lichtblick bei der Heimpleite - Neuzugang Josip Brekalo (27).
Josip Brekalo beim Startelf-Debüt gleich mittendrin
Der kroatische Flügelspieler brauchte keine Eingewöhnungszeit als Wintertransfer, sondern war bei seinem Startelf-Debüt gleich mittendrin. Er war der auffälligste Spieler. Okay, er hatte nicht 120 Pokal-Minuten in den Knochen, sondern nur 40. Trotzdem war Brekalo gerade in der ersten Hälfte das Frische-Element bei den sonst eher müden Herthanern.
Trainer Leitl hatte es schon nach der Verpflichtung des Ex-Wolfsburgers gesagt: „Josip kann ich sofort bringen.“ In Elversberg spielte er acht Minuten Schnupperkurs, dann im Pokal die Minuten-Steigerung und jetzt gegen Hannover von Anfang an bis zur 68. Minute. Brekalo hat das Leitl-System im Turbo-Tempo verstanden.
Manchmal hohes Pressing in der gegnerischen Hälfte, manchmal schnelles Umschaltspiel. Das Zusammenspiel klappt vorne mit seinen Mitspielern Fabian Reese, Luca Schuler und Michael Cuisance auch auf Anhieb. Der Kroate könnte sich in der Rückrunde als der goldene Wintertransfer herausstellen.
Brekalo will mit Hertha wieder in die Bundesliga
Die Erfahrung von 157 Bundesliga-Spielen (129 für Wolfsburg, 28 für den VfB Stuttgart) sieht man in seinen Füßen aufblitzen. Doch das ist nicht das Einzige, was ihn auszeichnet. Er hat den unbedingten Willen, mit Hertha wieder zurück in die Bundesliga zu kommen. Brekalo unterschrieb einen Vertrag nur bis Saisonende, plus ein Jahr Option.


