Die Rote Karte von Schiri Florian gegen Stürmer Dawid Kownacki (28) im Spiel gegen Darmstadt wegen eines Fouls an Luca Marseiler war schon ein Witz, danach legte der DFB noch einen drauf und verdonnerte den Polen zu einer Sperre von drei Spielen wegen angeblicher Tätlichkeit. Hertha BSC legte Einspruch ein, der wurde vom DFB-Sportgericht am Donnerstag abgeschmettert. Kownacki muss noch gegen Hannover und in Paderborn pausieren.
Leitl hoffte auf Korrektur der Sperre
Der Stürmer und Sportdirektor Benjamin Weber waren Donnerstag zur mündlichen Verhandlung in die Frankfurter Fußballzentrale gereist. Eigentlich war die Hoffnung groß. dass die Strafe auf ein Spiel reduziert wird.
Trainer Stefan Leitl erklärte am Mittag nochmal: „Ich hoffe, dass man die Augen nicht verschließt vor dieser Situation und diese Tätlichkeit da herausnimmt. Es war ein taktische Foul, bei der niemand verletzt wurde. Ich wünsche mir, dass man da klar und richtig entscheidet.“

Das Urteil klingt wie blanker Hohn
Der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts Stephan Oberholz blieb gnadenlos und hielt an der Vision einer Tätlichkeit fest und begründete die Ablehnung des Einspruchs so: „Der Tritt wurde von hinten und mit nicht zu vernachlässigender Intensität ausgeführt, er war gefährlich und geeignet, Verletzungen herbeizuführen. Damit ist die Grenze vom unsportlichen Verhalten zur Tätlichkeit überschritten. Zu Gunsten des Spielers sind wir aber von einem leichteren Fall der Tätlichkeit ausgegangen.“


