Der Pokal ist nach dem dramatischen 5:6-Elferkrimi gegen den SC Freiburg abgehakt. Hertha BSC ist zurück im Liga-Alltag, zurück im Dauerproblem. Der Aufstieg ist nur mit Heimstärke möglich, aber daran hapert es bei den Blau-Weißen.
In dieser Saison gab es in elf Spielen im Olympiastadion nur vier Siege. Hertha liegt nur auf Platz 11 in der Heimtabelle der Zweiten Liga. Sonnabend (13 Uhr) muss ein Dreier gegen Hannover 96 her.
Hertha holt auswärts mehr Punkte
Die Zahlen sind einfach brutal. Auswärts ist Hertha ein Topteam – Platz 3 in der Liga, in zehn Spielen 18 Punkte geholt (5 Siege, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen). Zu Hause wurden mit einem Spiel mehr zwei Punkte weniger geholt (4 Siege, 4 Unentschieden, 3 Niederlagen).
Wenn man es positiv sehen will: Es ist eine leichte Verbesserung gegenüber der Vorsaison. 2024/25 gab es insgesamt nur vier Heimsiege, Hertha landete in der Heimtabelle auf Platz 18 mit nur 17 Zählern. Das war historisch schlecht.

Das Ziel wurde im Sommer 2025 von allen ausgegeben. Trainer Stefan Leitl erklärte: „Die Basis für eine erfolgreiche Saison sind die Heimspiele!“ Doch am Ende der Hinrunde mussten alle feststellen, dass die Punkteausbeute im Olympiastadion mit 14 Zählern zu gering ist, um ernsthaft im Aufstiegsrennen mitzuspielen.
Hannover wird das schwierigste Heimspiel der Saison
Es folgten zum Jahresbeginn starke Auftritte in der Betonschüssel, doch die Siege wurden beim 0:0 gegen Schalke und dem 2:2 gegen Darmstadt verschenkt. Die Leistung im Pokal gegen Freiburg war gigantisch, doch unglücklich ohne Ertrag. Routinier Toni Leistner: „Wir haben in den drei Heimspielen unserem Publikum sehr gute Spiele gezeigt.“ Doch belohnt haben sich die Spieler nicht.
Hertha hat noch sechs Heimspiele gegen Hannover, Nürnberg, Bochum, Kaiserslautern, Kiel und Fürth. Eigentlich müssen alle gewonnen werden, um aufzusteigen. Sonnabend beginnt gegen 96 die Mission unter den schwierigsten Voraussetzungen nach dem Pokalfrust und mit müden Beinen.


