Über diese Szene wird noch lange bei Hertha BSC nach dem 5:6-Elferkrimi im Pokal gegen Freiburg diskutiert. Wieder kassierte ein VAR ein Tor von Hertha-Kapitän Fabian Reese ein, wieder wegen angeblichen Abseits eines Mitspielers. Die blau-weißen Fans sind sauer.
Passives oder aktives Abseits bei Eitschberger?
Es geht um die 7. Minute: Nach einer kurzen Ecke hatte Michael Cuisance in den Strafraum geflankt, in dem Moment stand Julian Eitschberger im passiven Abseits und machte einen Schritt nach hinten. Als Dawid Kownacki zu Reese köpfte, stand Eitschberger nicht mehr im Abseits, doch er war im Luftduell mit Ex-Herthaner Derry Scherhant. War das nun ein aktives Eingreifen? Linienrichter Thomas Gorniak hob nicht die Fahne und Schiedsrichter Patrick Ittrich gab zunächst das Tor.
Doch es meldete sich VAR Robert Schröder und entschied, dass eine Abseitsstellung von Eitschberger vorlag. Trainer Stefan Leitl: „Mir wurde erklärt, dass Julian Eitschberger den Ball wohl touchiert hat. Und wenn das so war, ist es Abseits und kein Tor.“
Ja, wenn das dann so war. Das ist der Hauptstreitpunkt, über den sich alle Fans aufregen. Auch könnte man argumentieren, dass alleine der Luftkampf schon ein aktives Eingreifen ist oder vielleicht noch Sichtbehinderung des Freiburger Torhüters vorlag. Es bleibt dabei, keiner kann mehr richtig nachvollziehen, wie die Regeln immer wieder unterschiedlich im Nachgang bei den Videoassistenten ausgelegt werden.

Reese sauer: „Ich juble in Zukunft nicht mehr“
Fatal war die Aberkennung auf jeden Fall, mit einer frühen Hertha-Führung hätte dieses Pokalspiel einen anderen Verlauf genommen. Kapitän Fabian Reese: „Wir hätten gar nicht erst in Rückstand liegen dürfen. Wir müssen 1:0 führen. Es war Abseits. Ich weiß nicht, wie viele Tore mir diese Saison schon geklaut worden sind wegen Abseits durch den VAR. Ich juble in Zukunft nicht mehr.“



